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  • Do., 04. Juni 2015, 20:24 Uhr
    Südafrikanische Tanz-Workshops der Gruppe „Corraborations“ mit Schülern des Lessing-Gymnasiums

    Südafrikanische Tänze begeisterten die Schüler

    Street- und Gumboat-Dance-Show stand auf dem Programm für die Schüler des LGL - sehr zu deren Begeisterung. Foto: Sigrid Samson


    LAMPERTHEIM - Südafrikanische Stimmung herrschte am Mittwoch auf dem kleinen Parkplatz vor der Gaststätte Fährhaus am Lampertheimer Altrhein und auch auf dem Schulhof des Lessing-Gymnasiums. Die neunköpfige Tanzgruppe „Gumboat"(Gummistiefel) führten mit Schülern der Klassenstufen 7 und 9 Workshops durch und studierten mit ihnen jeweils in einem einstündigen Kurs afrikanische Tänze ein. Die sommerlichen Temperaturen passten zu dieser Gelegenheit, und die Schüler hatten sichtlich viel Spaß beim Üben mit den afrikanischen jungen Männern im Alter von 14 bis 30 Jahren. Geprobt wurde jeweils in drei Gruppen, und anschließend präsentierten die Schüler dem vierköpfigen Lehrerteam das Erlernte. Die LGL-Schüler waren mit Begeisterung dabei und eine Lehrer-Jury bestimmte zum Schluss einen Sieger. Gegen Mittag gab es dann noch einen kleinen Auszug aus der Show der Tanzgruppe auf dem Schulhof zu sehen.

    „Corraborations“ nennt sich die Tanzgruppe, die von Volker Hahl, Lehrer für Geschichte und Sport am Lessing-Gymnasium, an die Schule geholt wurde. Sie beherrschen Streetdance und Gumboat-Dance vom Feinsten. Die aus Township-Rantanda stammende Gruppe, die insgesamt aus 15 Tänzern besteht, waren auch bereits auf verschiedenen Fernsehkanälen zu bestaunen. Witzige Choreographien, powervolle Rhythmen und tolle Songs sind ihr Markenzeichen. Sie setzen der Arbeitslosigkeit, Armut und Aids in Township das Tanzen entgegen. Zur Entstehungsgeschichte: Die Arbeiter, die in Südafrika in Goldminen arbeiteten, haben im Laufe der Zeit eine eigene Sprache entwickelt – die Wanderarbeiter in den Minen entwickelten hierbei auch Lieder und Tänze. Präsentiert werden diese entsprechen in Arbeiterhosen und Gummistiefel.

    „Entstanden ist der Kontakt über eine Nachbarin, die Chormitglied bei „Voices for Africa" ist. Sie erzählte mir davon, dass die südafrikanischen Tänzer mehrere Tage in der Region mit ihren Shows unterwegs sind auf Auftritte in Heidelberg, Mannheim und Ladenburg haben“, berichtete Hahl. Der Chor Imbongi und der Verein Voices-for-Africa unterstützen die Tanz-Tournee durch Deutschland, bei der eine Show voller Charme und Leidenschaft geboten wird. Hahl nahm Kontakt zu dem Hauptorganisator Veit Lennertz auf, der den Aufenthalt der afrikanischen Gäste in Deutschland organisiert und gleichzeitig mitteilte, dass die Gruppe auch für Workshops an Schulen zur Verfügung steht. Die Durchführung der Workshops wurde vom LGL als interkulturelles Angebot gerne angenommen, unterstützt durch die Schulleitung. „Die Schüler profitieren auch von dem persönlichen Austausch in den Gesprächen mit den südafrikanischen Gästen und können gleichzeitig ihre englischen Sprachkenntnisse anwenden“, hob Hahl hervor, der sich sehr erfreut über diese Maßnahme an der Schule zeigte.

    Die Township-Guys begeisterten bereits zahlreiche Gäste bei ihren Auftritten in Deutschland in den vergangenen Jahren. Diesmal waren sie von der VW-Stiftung zur Geburtstagsfeier in der Autostadt in Wolfsburg eingeladen worden. In ihrer Heimat haben sie bereits viele Preise erhalten. Die Gruppe finanziert sich durch ihre zahlreichen Auftritte und Spenden vom Publikum.

    Im Rahmen der „Afrikatage 2015" stehen Shows am 6. Juni im Luisenpark Mannheim und am 7. Juni im Ladenburger Glashaus an. Nähere Informationen, auch zu den bevorstehenden Veranstaltungen, finden Sie auch unter www.voices-for-africa.de. Sigrid Samson

     

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