Di., 16. Dezember 2014, 20:54 Uhr
Landrat Matthias Wilkes konnte Einmütigkeit zum Thema ICE-Trasse erreichen
„Südhessen steht einmütig zur Position der Bergstraße"
KREIS BERGSTRASSE - Die Planung und Realisierung der ICE-Neubautrasse als Lückenschluss zwischen Frankfurt und Mannheim wird in den kommenden Wochen in ihre finale Phase münden. Noch im Januar, ist nach Auskunft des Hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministers Staatminister Tarik Al-Wazir mit der Vorlage der lang erwarteten Korridorstudie durch das Bundesverkehrsministerium zu rechnen. „Damit wird dann anschließend die Frage der konkreten Trassenführung endgültig auf die Tagesordnung dieser wichtigen verkehrspolitischen Maßnahme gerückt“, so Landrat Matthias Wilkes.
In einem Spitzengespräch der südhessischen Landräte mit dem Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt bei Staatsminister Al-Wazir in Wiesbaden konnte jetzt Einvernehmen darüber erzielt werden, dass die Anbindung des Darmstädter Hauptbahnhofs mit der ICE-Neubautrasse sowohl im Interesse der Stadt Darmstadt, als auch der südhessischen Regionen und dem Land Hessen liegt. „Damit konnte der Knoten endgültig durchschlagen werden, dass Pläne, die zum Beispiel einen Außenbahnhof von Darmstadt favorisieren oder gar die vollständige Vorbeifahrt der Züge erlauben, vom Tisch sind“, so Landrat Matthias Wilkes. „Die Anbindung des Darmstädter Hauptbahnhofs an die ICE-Neubautrasse bedeutet damit gleichzeitig die direkte Schienenanbindung der Main-Neckar-Trasse von Heidelberg über Heppenheim, Bensheim, Auerbach, Zwingenberg direkt nach Frankfurt/Flughafen. Diese Flughafen-Direktanbindung ist sowohl für die Wohnbevölkerung an der Bergstraße, aber auch für den Gewerbestandort insgesamt von eminenter Wichtigkeit und großer Bedeutung, um weitere Potentiale für die Region Bergstraße in Zukunft zu realisieren.“
Darüber hinaus einigten sich alle Vertreter des Arbeitskreises „ICE-Trasse im Kreis Bergstraße“ (neben dem Kreis Bergstraße die betroffenen Städte und Gemeinden, die Bürgerinitiativen und Umweltverbände) darauf, diesem Positionspapier von Seiten der Bergstraße auch noch die bekannte und beschlossene Position des Kreises Bergstraße beizufügen. Diese wurde in einem einstimmigen Kreistagsbeschluss im Jahr 2008 von Landrat Matthias Wilkes eingebracht und beinhaltet u.a. einen langen bergmännisch gebauten Tunnel zwischen Einhausen und Lorsch sowie eine möglichst lange Parallelführung der Eisenbahntrasse mit der A67 in Richtung Süden, um auch für den Bereich Lampertheim/Neuschloß die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.
„Ich freue mich, dass die Präsidentin der IHK Darmstadt Rhein Main Neckar, Frau Prof. Dr. Christina Sinemus mir mitteilen konnte, dass unser Bergsträßer Konsenspapier gemeinsam mit dem Positionspapier an Herrn Staatminister Al-Wazir weitergeleitet wurde und dass von dieser noch einmal unterstrichen wurde, wie wichtig es ist, welche Erwartungen die Bürger des Kreises Bergstraße mit dem weiteren Planungsverlauf verbinden. Frau Prof. Dr. Sinemus hat sich schließlich dafür bedankt, entscheidend damit auch am gefundenen regionalen Prozess der Verständigung über eine ICE-Anbindung beigetragen zu haben und sieht damit auch erhöhte Chancen die Punkte des Bergsträßer Konsenspapieres durchzusetzen“, so der Bergsträßer Landrat. zg