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  • So., 12. September 2021, 14:27 Uhr
    FREIWILLIGE FEUERWEHR LAMPERTHEIM: Neuer Stadtbrandinspektor und zwei Stellvertreter gewählt 

    Sven Gleißner Nachfolger von Klaus Reiber 

    Der neu gewählte Stadtbrandinspektor Sven Gleißner (Mitte) freut sich auf die Zusammenarbeit mit den beiden ebenfalls neu gewählten stellvertretenden Stadtbrandinspektoren Dirk Wagner (rechts) und Ralf Reiber (links). Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Zur Versammlung der drei Lampertheimer Freiwilligen Feuerwehren in der Hans-Pfeiffer-Halle waren Bürgermeister Gottfried Störmer, Erster Stadtrat Marius Schmidt und Kreisbrandinspektor Steffen Lutter gekommen. Auf der Tagesordnung an diesem Donnerstagabend stand zunächst der Bericht des noch amtierenden Stadtbrandinspektors Klaus Reiber für die Berichtsjahre 2019 und 2020, nachdem wegen der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr die Jahreshauptversammlung ausgefallen war. Im weiteren Verlauf waren die anwesenden 143 stimmberechtigten Feuerwehrleute der Feuerwehren aus Lampertheim Mitte, Hofheim und Hüttenfeld zur Wahl des Stadtbrandinspektors aufgerufen. Da zu Jahresbeginn eine neue Feuerwehrsatzung verabschiedet wurde, die statt eines Stellvertreters nun einen zweiten Stellvertreter ermöglicht, hatten die Feuerwehrleute zunächst zu entscheiden, ob es einen zweiten stellvertretenden Stadtbrandinspektor geben soll. Mit 84 Ja-Stimmen, bei 42 Gegenstimmen und 16 Enthaltungen war der Weg frei für die Wahl der beiden Stellvertreter. In geheimer Wahl wurde der 39-jährige Sven Gleißner von der Freiwilligen Feuerwehr Hüttenfeld mit der großen Mehrheit von 77 Stimmen zum neuen Stadtbrandinspektor gewählt. Kandidat Klaus Reiber, der seit 2005 Stadtbrandinspektor ist, erhielt 27 Stimmen. Der dritte Kandidat Dirk Wagner kam auf 38 Stimmen von insgesamt 143 abgegebenen Stimmen. Zum ersten stellvertretenden Stadtbrandinspektor wurde der 41-jährige Dirk Wagner von der Freiwilligen Feuerwehr Hofheim in geheimer Wahl mit 78 Stimmen gewählt, der zweite Kandidat Alexander Neumann erhielt 65 Stimmen. Ins Amt des zweiten stellvertretenden Stadtbrandinspektors kam der 48-jährige Ralf Reiber von der Freiwilligen Feuerwehr Lampertheim Mitte mit 67 Stimmen, Kandidat Benjamin Moos erhielt 51 Stimmen. Abgegeben wurden 141 Stimmzettel, davon waren 125 gültig. Sichtlich mitgenommen sagte Klaus Reiber seinen versammelten Kameraden: „Wir wissen jetzt alle wo wir stehen und werden damit umgehen“. Am Ende hatten die Gäste das Wort. Kreisbrandinspektor gratulierte zur Wahl und dankte dem nicht wieder gewählten Klaus Reiber wie auch den Einsatzkräften. Bürgermeister Störmer dankte der Versammlung für die „störungsfrei und erfolgreich abgelaufene Wahl“. Klaus Reiber sprach er seinen Dank für die sehr gute Zusammenarbeit aus und betonte: „Ich hatte immer vollstes Vertrauen in deine Fähigkeit und Kompetenz“. Reiber dankte für die „lobenden Worte“. Den Einsatzkräften sprach Bürgermeister Störmer Dank und Anerkennung aus, besonders habe ihn der Einsatz in der Neuen Schulstraße beeindruckt, wo es unter beengten Verhältnissen schnell und tatkräftig gelungen sei, ein Übergreifen des Feuers auf Nachbargebäude zu verhindern. Gerne überbrachte Störmer den Dank einer betroffenen Frau, die sich beim ihm gemeldet hatte. Im Gespräch nach der Versammlung meinte Klaus Reiber gegenüber dem TIP, das Wahlergebnis sei eindeutig. Dabei blickt der 55-jährige Klaus Reiber auf eine lange aktive Laufbahn bei der Freiwilligen Feuerwehr zurück, wie er auf Nachfrage mitteilte: Mit 12 Jahren trat er 1978 in die Jugendfeuerwehr ein, mit 17 Jahren wechselte er 1983 in die Einsatzabteilung, über drei Wahlperioden mit insgesamt 15 Jahren war er Stadtbrandinspektor, zuvor war er fünf Jahre stellvertretender Standbrandinspektor. Der gerade frisch gewählt Stadtbrandinspektor Sven Gleißner, der zuvor fünf Jahre Stellvertreter von Klaus Reiber war, erklärte zur Wahl von zwei Stellvertretern, dass bei der Größe der Lampertheimer Feuerwehren die Aufgaben, die immer vielfältiger und komplexer würden, auf mehr Schultern verteilt werden müssten.   Hannelore Nowacki

    Information

    Im Bericht für das das Jahr 2020 stellte der noch amtierende Stadtbrandinspektor Klaus Reiber fest, dass der Personalstand der drei Lampertheimer Feuerwehren gut sei, sogar trotz Corona noch gewachsen sei, auch durch einige Quereinsteiger. Insgesamt  sind 349 Personen aktiv für die Feuerwehr tätig, darunter 183 Einsatzkräfte (170 im Jahr 2018), 65 Jugendliche (54), 38 Kinder (36), 47 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung und 16 Mitglieder im Spielmannszug. Die Tagesalarmsicherheit habe sich durch Homeoffice deutlich verbessert, bei Bedarf unterstützt eine Einheit der Werkfeuerwehr der BASF. Die Übungen mussten wegen Corona zum großen Teil online von zuhause aus stattfinden, was ohne Defizite wirkungsvoll gewesen sei. Gemeinsame Videoschulungen seien erfolgreich gewesen. Reiber betonte, dass die Förderung der Kinder- und Jugendfeuerwehr eines der wichtigsten Anliegen der Feuerwehr, der Kommune und der Politik sei und bleiben müsse. 2020 gab es 366 Einsätze: Feuerwehr Mitte 244, Hofheim 63, Hüttenfeld 59. 2019 kam es zu 408 Einsätzen: Feuerwehr Mitte 328, Hofheim 50, Hüttenfeld 30. Im Rahmen der Einsätze 2020 wurden 153 Personen gerettet, 4 Personen konnten nur tot geborgen werden. Zwei Einsatzkräfte hatten sich verletzt. Während der Zustand der Fahrzeuge befriedigend bis gut sei und die Unterkünfte bedarfsgerecht sind, ist die Umstellung auf Digitalfunk weiterhin noch nicht abgeschlossen. Mit den Feuerwehren von Bürstadt, Viernheim, Lorsch, Worms und Mannheim werden gemeinsam Einsätze gefahren. Hannelore Nowacki

     

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