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  • Fr., 16. Juli 2021, 10:35 Uhr
    DGB Bergstraße beteiligt sich an bundesweiter Kampagne / Bau neuer, bezahlbarer Wohnungen gefordert

    Sven Wingerter: „Steigende Mieten verlangen nach einem Mietenstopp“

    BERGSTRAßE - Das Thema „Bezahlbares Wohnen“ wird zu einem immer größeren Problem im Kreis Bergstraße und ist inzwischen ständiger Tagesordnungspunkt bei den Treffen des DGB-Kreisverbands Bergstraße. Der DGB beteiligt sich deshalb mit seinen Ortsverbänden sowie der DGB-Jugend und den DGB-Frauen an Aktionen für einen bundesweiten sechsjährigen Mietenstopp.

    Sven Wingerter, Vorsitzender des DGB Bergstraße, sagt dazu: „Auch im Kreis Bergstraße sind bezahlbare Mietwohnungen Mangelware. Die Entwicklung der Einkommen kann mit den steigenden Mieten nicht schritthalten. Durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie hat sich die Lage vieler Mieterinnen und Mieter noch einmal weiter verschärft. Durch einen Mietenstopp muss eine Entlastung geschaffen werden, bis endlich wieder ausreichend Wohnungen vorhanden sind.“

    Der DGB Bergstraße macht darauf aufmerksam, dass in manchen Städten im Kreis die Mieten in den letzten fünf Jahren um deutlich mehr als ein Drittel gestiegen sind. In Lampertheim und Heppenheim waren es sogar 36 bzw. 37 Prozent. Während 2016 für einen Quadratmeter in Lampertheim noch 6,50 Euro zu zahlen waren, mussten Anfang 2021 bereits 8,87 Euro gezahlt werden. In Heppenheim lag der Quadratmeterpreis 2016 bei 7,32 Euro. Anfang 2021 ist er auf 10,00 Euro gestiegen. „Die Lage spitzt sich immer weiter zu. Die Menschen leiden unter den steigenden Mietpreisen. Die nächste Bundesregierung muss deshalb aktiv werden und den Mieterinnen und Mietern durch einen Mietenstopp eine Atempause verschaffen“, betonte Wingerter.

    In der Zwischenzeit müssen neue, bezahlbare Wohnungen gebaut werden. „Dazu brauchen wir eine Ausweitung der Fördermittel für den sozialen Wohnungsbau, eine neue Wohnungsgemeinnützigkeit und ein soziales Bodenrecht. Zudem muss die Kommune Investoren bei Neubauprojekten stärker auf das Gemeinwohl verpflichten. Bund, Länder und Kommunen müssen sich außerdem wieder verstärkt ihrer Verantwortung als Anbieter günstiger, öffentlicher Wohnungen bewusst werden“, fordert Wingerter.

    Die genannten Zahlen stammen aus der empirica Preisdatenbank auf Basis der VALUE Marktdaten. Sie entsprechen den sogenannten Angebotsmieten (Median), also jenen Preisen, zu denen Wohnungen auf dem Markt angeboten werden. Diese Werte bilden die Dynamik auf dem Wohnungsmarkt besser und zeitnaher ab als die sogenannten Bestandsmieten.

    Weitere Informationen zur DGB-Kampagne Mietenstopp unter www.mietenstopp.de. zg

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