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Di., 03. Juni 2014, 21:48 Uhr
Freiwillige Feuerwehr Biblis im gastfreundlichen Großeinsatz
Tag der offenen Tür – gut essen und Durst löschen
Bei der Übung zeigt sich: Feuer löschen ist harte Arbeit und ein strammer Strahl aus dem Strahlrohr lässt sich nur mit Krafteinsatz bändigen. Foto: Hannelore Nowacki
BIBLIS – Zum Tag der offenen Tür bei der Freiwilligen Feuerwehr hatten sich die etwa 40 Helfer auf ihren gastfreundlichen Großeinsatz gut vorbereitet. Viele Besucher waren mit dem Fahrrad gekommen, die Parkplätze stießen auf ihre Kapazitätsgrenzen. Man geht gerne zur Feuerwehr in die Berliner Straße, denn dort schmeckt es. In der Küche kam das Essen im schnellen Minutentakt auf die Teller und das Team am Getränkewagen schenkte fleißig aus. An der langen Kuchentheke war die Auswahl groß und das Verkaufsteam schon zur Mittagszeit in Eile. Die Fahrzeughalle war den Gästen vorbehalten und zur Mittagszeit voll besetzt. Das Sonntagswetter zeigte sich von seiner sommerlichen Seite, da schmeckte das kühle Bier in gemütlicher Runde auch im Freien. Wehrführer Jakob Seibert zog zufrieden Bilanz: „Das Wetter ist gut, die Besucherzahl hervorragend“. Für Vorführungen der Einsatzabteilung waren bei diesem Ansturm keine Kapazitäten frei, „wir brauchen hier jeden Mann“, sagte der Wehrführer. Dafür hatten die großen und kleinen Besucher Gelegenheit ihre Kräfte und Zielgenauigkeit beim Feuerlöschen zu testen. Kaum züngelten die Flammen im Feuerkorb, waren sie meistens mit scharfem Strahl schnell gelöscht. Am Nachmittag war eine Vorführung der Kinderfeuerwehr mit einem „Löschangriff“ geplant. Das schrottreife Unfallfahrzeug war diesmal nur zur Dekoration aufgestellt, davor war eine Rettungsbühne aufgebaut. „So sieht man, wie das Unfallfahrzeug stabilisiert werden kann“, erklärte Wehrführer Seibert. Ein neues Schienenfahrzeug ermöglicht bei Zugunfällen den schnellen Transport von Menschen und Material über die Bahngleise – zur Anschauung lag ein Dummy gut angeschnallt auf dem praktischen Transportmittel. Die jungen Besucher zeigten jedoch mehr Interesse am Besteigen eines der großen Löschfahrzeuge, begehrt war der Platz hinter dem riesigen Lenkrad und auf der Sitzbank, wo sonst der Angriffstrupp Platz nimmt. In der Atemschutzgerätewerkstatt hatte Atemschutzgerätewart Ralf Becker für die Besucher eine ganze Reihe von Atemschutzgeräten aufgebaut und beschriftet – vom Baujahr 1971 bis zur aktuellen Ausrüstung mit den leuchtend gelben Flaschen. Leichter sind die Geräte nicht geworden, sie wiegen wie vor Jahrzehnten etwa 15 Kilogramm und fassen sechs Liter zum Atmen. Dazu kommt die schwere Schutzkleidung der Einsatzkräfte, die ebenfalls ausgestellt war. Unter den Gästen waren Abordnungen der Feuerwehren aus der ganzen Nachbarschaft. Bürgermeister Felix Kusicka war ebenso in gemütlicher Runde zu finden. Auch Amtsvorgängerin Dr. Hildegard Cornelius-Gaus war zu Besuch gekommen. Hannelore Nowacki