Sa., 01. Juni 2019, 14:41 Uhr
Entlang des Rheins kommt es zu einer erhöhten Mückenpopulation
Technische Probleme bremsen die Stechmückenbekämpfer aus
LAMPERTHEIM – Am Rheingebiet droht eine Mückenplage, weil zwei Hubschrauber der Stechmückenbekämpfer defekt sind. Die Bekämpfungsmaßnahmen der kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) haben planungsgemäß in Südbaden mit dem Hubschrauber und zu Fuß begonnen. Aufgrund eines technischen Problems mussten die Bekämpfungsmaßnahmen aus der Luft unterbrochen werden und können nicht mehr fortgesetzt werden. Bis zur Bereitstellung der Hubschrauber können die Einsätze nur zu Fuß fortgesetzt werden. Die Experten berichten, dass höchstens 50 Prozent der Flächen fußläufig erreichbar sind und daher von einer Mückenplage auszugehen ist.
Der hohe Rheinpegel und das warme Wetter bieten derzeit ideale Bedingungen für den massiven Schlupf der Rheinschnakenlarven. „Der Fall wird von der Stadtverwaltung eng begleitet und wir sind im ständigen Austausch mit der Kabs sowie den umliegenden Städten. Dennoch haben wir mit einer Mückenplage wie vor 30 Jahren zu rechnen“, berichtet Bürgermeister Gottfried Störmer. Es ist unsere Absicht, so Störmer weiter, die gewohnte Lebenssituation wieder herstellen zu lassen, die ermöglicht auch am Abend im Freien auf der Terrasse zu sitzen oder einen Spaziergang in der Natur zu unternehmen, ohne von den Schnaken zerstochen zu werden.
Die Experten bedauern den herben Rückschlag und versuchen ihr Möglichstes. Aber weißen daraufhin, dass es in den nächsten ein bis zwei Wochen zu einer sehr starken Belästigung durch Stechmücken kommt.
Hintergrund
Die Bekämpfungsmaßnahmen haben planungsgemäß in Südbaden mit dem Hubschrauber und zu Fuß begonnen. Beim Rückflug vom Einsatzort hatte der Hubschrauber einen technischen Defekt und fällt für eine längere Zeit aus. Daraufhin wurde ein zweiter Hubschrauber angefordert, der am Sonntag die Bekämpfung weitergeführt hat. Auch dieser Hubschrauber ist am Sonntag durch einen Kabelbrand ausgefallen und erlitt einen Totalschaden. Glücklicher Weise sind bei beiden Unglücksfällen die Piloten nicht zu Schaden gekommen.
Bei dem jetzigen Wasserstand hätten etwa 80 Prozent der Bekämpfungsflächen aus der Luft behandelt werden müssen, wobei der biologische Wirkstoff als Eisgranulat über den Brutgewässern abgeworfen wird. Durch das Ausfallen der beiden Hubschrauber kann nunmehr nur noch zu Fuß bekämpft werden. zg