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  • Mi., 11. Mai 2022, 12:21 Uhr
    TOLLE AKTION: Aktionsstand auf dem Schillerplatz anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung  

    „Tempo machen für Inklusion – barrierefrei zum Ziel”

    Unter dem Motto „Tempo machen für Inklusion – barrierefrei zum Ziel” wurde am 7. Mai in der Lampertheimer Innenstadt rund um das Thema Barrierefreiheit informiert. Foto: oh


    LAMPERTHEIM – Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung wurde ein gemeinsamer Aktionsstand der Akteure der Ordnungsbehörde Lampertheim, der Polizei Lampertheim, des Seniorenbeirats, des Behindertenbeirats und Arbeitsgruppen des Aktionsplans Lampertheim am 7. Mai auf dem Schillerplatz aufgebaut. 

    Von 9 bis 13 Uhr Uhr konnte ein Rollstuhl-Parcours mit einigen Hindernissen von Betroffenen und Fußgänger befahren werden, was insbesondere von den Kids intensiv und mit viel Spaß genutzt wurde. Auch der erste Stadtrat Marius Schmidt stellte sich der sportlichen Herausforderung mit viel Enthusiasmus. Er und andere Testfahrer mussten aber feststellen, dass zum Beispiel das Fahren mit dem Rollstuhl auf einem Gehweg mit Gefälle fast unmöglich ist!

    Katja Sen von der Ordnungsbehörde, Christina Wegerle als Schutzfrau vor Ort (beide KOMPASS-Team) und Werner Brall vom Seniorenbeirat stellten gemeinsam die neu konzipierte Broschüre „Sicherheit und Mobilität im Alter“ vor, die als Anlage auch einen inklusiven Stadtplan von Lampertheim enthält. Hier sind u.a. barrierefreie Straßen, öffentliche Toiletten, Behindertentoiletten, barrierefreie Haltestellen, Defibrillatoren-Standorte, Sport- und Bewegungsmöglichkeiten und viele weitere öffentliche Orte mit Symbolen eingezeichnet, die insbesondere Senioren, Menschen mit Rollator und Rollstuhl aber auch Eltern, die mit dem Kinderwagen unterwegs sind, eine barrierefreie Planung Ihrer Route durch die Kernstadt Lampertheim und die Vororte erlauben. Dies ist ein weiterer wichtiger Teilschritt, um das Thema Inklusion in Lampertheim zum festen Bestandteil zu machen und allen Menschen mit Behinderungen die uneingeschränkte Teilhabe am Leben zu ermöglichen.

    Der Behindertenbeirat verteilte Informationsmaterialien zum Thema Barrierefreiheit und Betroffene hatten die Gelegenheit, Ihre Anregungen und Wünsche hinsichtlich verschiedener Themenbereiche der Inklusion auf Fragebögen zu Papier zu bringen. Auch die Sportwartin und Trainerin des Kanuclubs Lampertheim, frisch ernannte Sport-Inklusionslotsin des Kreises Bergstraße für Kinder und Jugendliche und Behindertenbeiratsmitglied Ulrike Gliem war vor Ort und konnte als Ansprechpartner für inklusive Sportangebote zahlreiche Fragen beantworten. 

    Natürlich war auch die „Rollstuhlente“, das Symbol der Inklusion in Lampertheim, am Stand präsent und wartete gespannt, welche Namensvorschläge die zahlreichen Standbesucher für sie hatten. Dieser Namenswettbewerb wird noch bis zum 31.05.2022 laufen. Weitere Teilnahmeformulare sind in der Stadtbibliothek erhältlich und können dann in den dort vorhandenen Briefkasten eingeworfen werden. Die Ergebnisse werden zeitnah in der Presse veröffentlicht und die ersten drei Preisträger können dann über Gutscheine von Eis Oberfeld freuen.

    Mitglieder der Arbeitsgruppen des aktuell entstehenden „Aktionsplans Inklusion“ informierten zum aktuellen Projektstand und zum Themenbereich Freizeit, Kultur und Sport konnten Anregungen und Wünsche mittels Fragebogen kundgetan werden. Der Aktionsplan wird Anfang Juli in einer gemeinsamen Veranstaltung finalisiert und unmittelbar danach startet dann die Umsetzungsphase.

    Alle Akteure freuten sich bei sonnigem Wetter über das große Interesse und das positive Feedback der Lampertheimer Bevölkerung und auch die Seniorenbroschüren waren schnell vergriffen. Diese können, inklusive dem beigefügten Inklusions-Stadtplan, zukünftig im Haus am Römer erhalten werden.

    Als Fazit lässt sich feststellen, dass die tolle Kooperation zwischen Verwaltung, Polizei, Senioren- und Behindertenbeirat und auch die „bunt gemischten“ Arbeitsgruppen des Aktionsplans Inklusion mit Vertretern der Verwaltung, Politik, Behindertenwerkstätten, Behörden, Beiräten und betroffenen und nicht betroffenen Bürgern aktuell zu einem sehr dynamischen Prozess geführt haben, der allen Beteiligten sichtlich Freude bereitet und letztendlich zu einem hohen Engagement hinsichtlich des Inklusionsprozesses geführt hat. 

    Somit besteht eine große Zuversicht, das Lampertheim zukünftig gemäß dem oben genannten Motto noch etwas mehr Tempo im Bereich der Inklusion und Barrierefreiheit aufnimmt! zg

     

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