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Do., 01. August 2019, 14:43 Uhr
Auch im nächsten Jahr soll das sportliche Ferienvergnügen für Kinder und Jugendliche stattfinden
Tennis+Fun 2019 beim Tennisclub Bürstadt machte Spaß
Tennis macht Spaß, deshalb hat das sportliche Ferienvergnügen beim Tennisclub 1949 Bürstadt den Titel „Tennis+Fun“ bekommen. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Tennis, Spaß, Ferien und Sommer – das alles im perfekten Zusammenspiel erlebten die zwölf Kinder und Jugendliche von Montag bis Freitag beim ersten Tennis+Fun Camp auf dem Gelände des Tennisclubs 1949 Bürstadt. Organisator des Camps, Leiter und Trainer Felix Kircher ist sicher, dass im nächsten Jahr viel mehr Kinder und Jugendliche an dieser Veranstaltung teilnehmen werden. Anders als dieses Jahr mit einer recht kurzen Vorlaufzeit von acht Wochen, hätten Eltern und Kinder beim nächsten Camp Tennis+Fun 2020 genug Zeit für die Sommerferien entsprechend zu planen. Erst seit wenigen Wochen sei er Trainer beim Tennisclub Bürstadt, erzählte Kircher im Gespräch mit dem TIP. Nun habe er Gelegenheit den Vereinsnachwuchs näher kennenzulernen. Für das Gruppenfoto hieß es erstmal alle Bälle einsammeln, die bei den Übungen über das Netz in großer Zahl auf dem roten Untergrund gelandet waren. Ganze Eimer voller Bälle stehen zur Verfügung. Die Vorhand üben! Was sich nach Mühsal und wenig Spaß anhört, ist ganz im Gegenteil eine kurzweilige Angelegenheit mit viel Bewegung in der Gruppe, Konzentration und Spaß am Trainieren. So war es am Mittwochvormittag auf den Tennisplätzen des Tennisclubs 1949 Bürstadt zu beobachten. Doch war dies nur eine Übung und Aktivität unter vielen, denn die Abwechslung gehörte zum sportlichen Drei-Stunden-Programm am Vormittag. Kinder im Alter ab sechs Jahren und die älteren Kinder und Jugendlichen im Alter von neun bis fünfzehn Jahre trainierten in zwei Gruppen, die Jüngsten mit altersgerechten Schlägern und den weicheren roten Bällen, die Älteren mit Bällen in verschiedenen Härtegraden. Auch diese beiden Gruppen waren wiederum aufgeteilt, so waren alle beschäftigt und konnten individuell angeleitet werden. Ein rotierendes System, abwechselnd mit Tennis und Coaching durch Fitnesscoach Horst Kirchner mit jeweils drei Kindern rundete das Training ab. Kondition mit Springen und Schnelligkeit der Füße, Koordination von Hand und Augen und vieles mehr werde dabei geübt, erklärte Felix Kircher, der auch während des Gesprächs seine Schützlinge beim Tennisspiel im Blick hatte und ihnen hilfreiche Tipps zurief. „Durchrhythmisiert“ sei der Vormittag. Eine gute Methode für noch mehr Spaß, wie zu sehen war. Eine Stunde ist beim Camp für die Mittagspause eingeplant. Rita Kircher, die das Mittagessen frisch kocht, achte dabei auf gesunde Ernährung und dass es schmeckt. Salat gebe es jeden Tag als Beilage, am Montag zum Beispiel zu Nudeln mit Sauce und Hähnchengeschnetzeltem, am Mittwoch zu Frikadellen und Kartoffel-Karottenstampf. Hier wird mit Liebe gekocht, das ist klar. Bei dem hochsommerlichen Wetter komme die kleine Wassereispause jeden Vormittag gut an. Dann gehe es eine dreiviertel Stunde vor dem Mittagessen sportlich zur Sache. Felix Kircher, hauptberuflich Lehrer an der Gesamtschule in Goddelau für Sport und Englisch, hat nicht nur Sport im Sinn. Ganz ohne Sport gehe es an den Nachmittagen weiter. „Fantasie und Kreativität werden angeregt“, machte er deutlich. An Materialien sei alles eingekauft wie Leinwand und Acrylfarben, Tonmasse zum Modellieren, Bänder zum Basteln von Schmuck. Wer Lust hat, könne Origamibasteln ausprobieren. Das alles gehe nur mit dem ganzen Team – 1. Sportwart Alfons Mendel sei jeden Tag da, ebenso Elmar Stein, der die Kindergruppe trainiert sowie seine Eltern Horst und Rita Kircher. „Unser Ziel ist die Jugendarbeit anzukurbeln, die Jugendlichen für das Tennisspielen zu begeistern, zu gewinnen und weiter zu fördern“, erläuterte Felix Kirchner, doch „Spaß steht beim Tennis immer im Vordergrund“. Deshalb werde das Abschlussturnier am Freitag als Schleifchenturnier zwar Wettkampfcharakter haben, aber „wir setzen die Kinder nicht unter Druck, Fehler sind erlaubt“. Niemand gehe vom Platz, es werden immer neue Teams ausgelost. Die Sechs- bis Achtjährigen aus Elmar Steins Gruppe werden eine Tennis-Olympiade veranstalten. Bei der Tombola gebe es keine Nieten, jeder Camp-Teilnehmer ziehe zwei Lose. Als Andenken bekommen alle ein Camp-Shirt und eine Urkunde mit Foto. „Alles eine runde Sache“, findet Felix Kircher. Gemütlich werde es am Donnerstagabend beim Grillen, ein offener Vereinsabend, bei dem die Eltern etwas für das Büffet mitbringen. Hannelore Nowacki