Adventskonzert mit Sängerlust-Chor „Emotion“ mit bewegendem Gesang
„There is a light”
Der Chor „Emotion“ des MGV Sängerlust begeisterte das Publikum in der voll besetzten evangelischen Kirche in Bürstadt mit einem Adventskonzert, das die versprochene Besinnung und Fröhlichkeit gleichermaßen einlöste. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Drei Kerzen waren auf dem Adventskranz entzündet, erst beim zweiten Konzert am Sonntag leuchtete auch die vierte Kerze. Bald nachdem die Kirchentür geöffnet war, strömten die Menschen in die evangelische Kirche in der Heinrichstraße. Im Innenhof war schon alles vorbereitet für einen gemütlichen Ausklang des Abends mit Winzerglühwein, Rumkugeln, Spritzgebäck und herzhaften Schinken-Käse-Waffeln. Der Chor „Emotion“ unter der Leitung von Peter Schnur zog in den Altarraum ein, das Licht in der Kirche erlosch, verheißungsvoll hellte Musik die Dunkelheit auf, gespielt von Peter Schnur am Keyboard. Dann erstrahlte der Altarraum in wechselnden Farben des Lichts. „Jesus, du bist mein Leben und mein Licht“ – diese hoffnungsfrohe Botschaft bestimmte das Adventskonzert. Der Chor „Emotion“ des MGV Sängerlust hatte dem Konzert als Leitwort „There is a light“ mitgegeben, das auch der Titel des weihnachtlichen Gospel-Oratoriums von Lorenz Maierhofer ist. Dessen Lieder folgten dem Stern von Bethlehem bis hin zu dem Augenblick, als die Hirten vom Jesuskind erfuhren. Was damals geschah erzählt das Lukas Evangelium, aus dem das Oratorium schöpft. Die Worte aus dem Lukas-Evangelium trug Gabi Winkler vor. Mit der Ansage „gemeinsam wollen wir nun den hektischen Weihnachtstrubel vergessen und mit unseren Liedern das Licht, Ruhe, Besinnung und die Fröhlichkeit in unsere Herzen lassen“ bereitete sie das Publikum auf das gut einstündige Konzert voller Besinnlichkeit und Fröhlichkeit vor. Der Besinnlichkeit folgten auch die nächsten Lieder wie „Joyful, Joyful“. Das Lied „Total Praise“ erzählte von Gott als Quelle der Stärke, in „May the Lord send Angels“ ging es sehnsuchtsvoll um Gottes Liebe, Frieden, Mut und Hoffnung. Nina Schneider, Nina Winkel und Stefanie Simon beeindruckten als Solistinnen. Mitreißend schwingend und fröhlich machte sich der Chor „Emotion“ schließlich auf die Reise mit dem Lied „Winter Wonderland“ in den weißen Winterwald. Eine schöne Vorstellung, denn draußen war zu dieser Zeit eher frühlingshafte Milde zu spüren. Die fünf Männer im Chor hatten sich für diesen Teil stilgerecht lustige rote Weihnachtsmützen aufgesetzt. Mit „Rocking around the Christmans Tree“ heizte der Chor die vorweihnachtliche Stimmung weiter an. Das Publikum, vom Rhythmus gepackt, klatschte munter im Takt mit. Der „Jingle Bell Rock“ setzte den fröhlichen Schlussakzent, bevor sich das Konzert mit der Gospel-Hymne „Pass me not o Gentle Saviour“ und zwei weiteren Liedern dem Ende besinnlicher näherte. Beim Lied „Christmas Lullaby“ des Engländers John Rutter offenbarte der Chor ein weiteres Mal, wie sich die Harmonie der Melodien mit engelsgleichen Stimmen wunderbar verbindet, ebenso im Schlusslied „Rejoice, oh Judah“ aus dem dänischen Gospel-Chorwerk „Ever smiling Liberty“. Begeisterter Applaus begleitete das Konzert, bis am Schluss der nicht enden wollende Beifall sich rhythmisch steigernd den Chor belohnte und eine Zugabe erwirkte. Eindrucksvoll hatte der Chor sein Können präsentiert, in zarter Harmonie, exakter und zuweilen extravaganter Rhythmik. Sprecherin Gabi Winkler entließ die Zuhörer mit Wünschen für friedliche und fröhliche Feiertage sowie ein gesundes und glückliches neues Jahr in die nachfolgende Geselligkeit. Zeilen aus einem haitianischen Weihnachtslied gab sie ihnen mit auf den Weg: „Wenn einer dem anderen Liebe schenkt, wenn die Not des Unglücklichen gemildert wird, wenn Herzen zufrieden und glücklich sind, dann steigt Gott vom Himmel herab und bringt das Licht: Dann ist Weihnachten“. Hannelore Nowacki
Mit Weihnachtsmützen illustrierten die fünf Männer des Chors „Emotion“ bei den rockigen Songs amerikanisch inspirierte Stilsicherheit. Foto: Hannelore Nowacki