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  • Do., 18. Februar 2021, 14:45 Uhr
    CULTUR COMMUNAL: Die nächsten drei Videos sind bereits online / Kultur digital erleben

    „thirty minutes for culture“ geht in die nächste Runde

    Der aus Irland stammende Hüttenfelder Jimmy Chestnutt bereichert das kulturelle Angebot von „Thirty minutes of cultur”. Foto: oh


    LAMPERTHEIM – Um Künstlern, die derzeit mit vielen Konzert- und Veranstaltungsabsagen leben müssen Unterstützung anzubieten, hat die Stadt Lampertheim das Video-Projekt „thirty minutes for culture“ ins Leben gerufen (wir berichteten). Nun sind drei weitere Videos online, die ebenfalls mit professioneller technischer Ausstattung und Filmequipment im Schwanensaal aufgezeichnet wurden. 

    Unter dem Titel „My music memories" nutzt Jimmy Chestnutt die Gelegenheit, einige alte Songs zu präsentieren. Der aus Irland stammende Hüttenfelder ist schon lange begeistert von der Musiker-Initiative-Lampertheim und den vielen künstlerischen Projekten, die durch cultur communal der Stadt Lampertheim angeregt und unterstützt werden, wie nun auch das Projekt „Thirty Minutes for culture“.

    Jimmy Chestnutt war und ist Vollblutmusiker und Künstler. Er war von Ende der 50er bis Ende der 70er Jahre in unterschiedlichen Band-Formationen als Vocalist in seiner Heimat und in der Welt unterwegs und könnte so manch spannende Geschichte des damaligen Musikerdaseins erzählen. In der Zeit der amerikanischen Clubs stand er auch hier in der Region mit seiner Band „Shades of Green“ täglich auf der Bühne. Nach der Beendigung seiner Profikarriere 1978 trat er noch

    bis 2011 immer mal wieder im Raum Wiesloch auf. Da es nun für ihn corona-bedingt auch nicht mehr möglich ist, im Hüttenfelder Männerchor zu singen, stellt er täglich und etwas melancholisch fest, dass die Zeit des Singen, seine Leidenschaft, zu Ende geht. Das Projekt „Thirty Minutes for culture“ bietet ihm nun nochmal eine kleine Bühne, sich an die schöne Zeit von damals zu erinnern und das Kapitel im hohen Alter von 85 Jahren, mit ein paar alten Songs zu beenden. Kulturfachbereichsleiter Rolf Hecher betont: „Vielen Dank sagt cultur communal an den irischen Hüttenfelder. Wenn man in

    diesem fortgeschrittenen Alter so sympathisch wirken kann, hat man vieles richtig gemacht. Großen Respekt an Herrn Chestnutt für seinen Auftritt und Dank an unsere MIL-Musiker, die sich als Begleitband kurzfristig zur Verfügung gestellt haben. Eine Music-Memorie der besonderen Art.”

    Ein weiteres Video steht unter dem Titel „Bänkels“. „Die Bänkels“ präsentieren alte Schlager und Volkslieder mit eindeutig zweideutigen Texten. Diesmal treten sie im Rahmen des Projektes „thirty minutes for culture“ auf der Bühne des Lampertheimer Schwanensaals auf und freuen sich

    riesig über die Auftrittsgelegenheit in Zeiten von Corona. „Die Bänkels“ sind die drei Viernheimer Walter „Kippe" Helbig (Koffer), Christian Reichelt  (Klarinette) und Helmut Neumann  (Gitarre). Die beiden erst genannten kennt man in Lampertheim auch als Mitglieder der LAReed Big Band. Das Trio covert alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Das Original ist zwar zu erkennen, Musik und Texte werden aber verändert, geschönt, verkrainert und teilweise stark „versext". Manchmal zart, manchmal hart… So entstehen Lieder, die die Welt nicht braucht. Das Programm besteht, gepackt in dreistimmigen Gesang, vielfach aus offensichtlichen und wenig tiefsinnige Wortspielereien. Rolf Hecher dankt den „Vernemer  Bänkels“. „Der Witz im Text und die musikalische Darbietung ist sehr gut gelungen. Ein Projekt, dass einem in diesen Zeiten ein Lachen entlocken kann. Danke für den „weiten“ Weg von Viernheim nach Lampertheim.

    Das dritte neue Video steht unter dem Motto „Lachen, Denken und Genießen“. Prof. Dr. Hans-Peter Schwöbel bietet im Schwanensaal ein Best-of aus Satire, Poesie und Dialekt. Dazu eine Hommage an LA –Lombade. Er ist Lampertheim schon lange verbunden und hat hier immer wieder Auftritte und Vorträge absolviert. Er fotografiert auch künstlerisch und hat 2018 im Rahmen der Reihe ‚Bildkultur‘

    mehrere Wochen lang seine Fotografien im Lampertheimer Haus am Römer ausgestellt. Die Kooperation beim Dreh mit Rolf Hecher, Helmut Wehe und Hans- Peter Stoll empfand er als sehr angenehm: freundlich, zielstrebig und professionell.  Dr. Hans-Peter Schwöbel ist Professor für Soziologie i. R., Schriftsteller und Kabarettist in Mannheim. Rolf Hecher betont: „Wir sind wohl alle Kurpfälzer und von daher war es mir eine große Freude, einen „wachen Geist“ in unserem Format zu erleben. Lachen, Denken und Genießen, genau diese Attribute erlebt man beim Auftritt von Prof. Dr. Hans-Peter Schwöbel. Ich danke Ihnen für Ihren Beitrag und habe tatsächlich etwas Neues lernen dürfen. Wir kennen keine Verkleinerungsformen, wenn es um Essen und Trinken geht, warum auch. Bildung so sprachgewaltig.” zg

     

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