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  • Do., 25. Februar 2021, 10:30 Uhr
    CULTUR COMMUNAL: Die nächsten drei Videos sind bereits online / Kultur digital erleben

    „thirty minutes for culture“ geht in die nächste Runde

    „Hier in der Kneipe" heißt es beim Projekt von Bernd „Schepper“ Schäfer und Matthias Karb im Rahmen von „Thirty minutes for culture”. Foto: oh


    LAMPERTHEIM –

    Um Künstlern, die derzeit mit vielen Konzert- und Veranstaltungsabsagen leben müssen Unterstützung anzubieten, hat die Stadt Lampertheim das Video-Projekt „thirty minutes for culture“ ins Leben gerufen (wir berichteten). Nun sind drei weitere Videos online, die ebenfalls mit professioneller technischer Ausstattung und Filmequipment im Schwanensaal aufgezeichnet wurden. 

    „Hier in der Kneipe" lautet der Titel des Videos von Projektleiter Bernd „Schepper“ Schäfer. Das Projekt bzw. das Video spielt in der so hart gebeutelten Gastronomie. Die Musiker nehmen die Zuschauer mit in eine geöffnete Kneipe, denn in Kneipen lebt die Kultur in vielen Bereichen, ob Musik, Comedy oder Ausstellungen. Für Kleinkünstler ein wichtiger Auftritts- oder Ausstellungsort, der im Moment verwaist! Bernd Schäfer persönlich hatte die meisten Auftritte seiner 45jährigen „Musikkarriere" in genau solchen und war selbst als Gastwirt aktiv. „Da blutet einem das Herz, wenn man sieht, das Gaststätten, Clubs, Discos seit Monaten geschlossen sind“, so „Schepper“. Und genau da, in einer Kneipenkulisse, wollen sie das kleine Konzert aufzeichnen. Der Mann am Klavier Matthias Karb und Deutschrocker „Schepper" spielen Songs von Stoppok, Westernhagen, Lindenberg und Rio Reiser. Kulturfachbereichsleiter Rolf Hecher ist begeistert: „So kennen wir unseren Lokalmatador Bernd „Schepper“ Schäfer. Eine neue Idee in einem neuen Format. Musik, Gesang, Kneipe. Alles dies sind die Attribute eines spannenden Lebenslaufes. Mit einem wunderbaren neuen Musikpartner, Matthias Karb, kommen die Talente von Bernd ganz anders zur Entfaltung. Bernd und Matthias toll gemacht.”

    „Murmeltiertag 2021" heißt das Video von der Gruppe „Grundsau Lodsch Nr. 19 im Alde Land“.. Sehr viele Menschen kennen den Kultfilm „Und täglich grüßt das Murmeltier. Die Idee zum Film stammt von der Erfahrung deutscher Auswanderer (meist Bauern), die ab circa1648 nach Amerika auswanderten. Die überwiegende Mehrheit dieser Auswanderer kam aus der (Kur-) Pfalz! Aber auch aus Hessen und Baden-Württemberg. So fanden auch einige Bauernregel den Weg nach Amerika. Leider gab es in Amerika keinen Dachs, der in der Bauernregel des Festtags Maria Lichtmess eine große Rolle spielt. Deshalb wurde als Ersatz für die wichtige Wetterprognose der jetzigen „Farmer“ das Waldmurmeltier (Groundhog= penns.-deitsch „Grundsau“) hergenommen. Aus dem einst „ernsten Ritual“ wurde im Laufe der Jahre durch Gründungen von „Grundsau-Lodsches“ ein spaßiges Vergnügen für die damals noch arme und hart arbeitende Landbevölkerung. Die Gruppe „Grundsau Lodsch Nr. 19 im Alde Land“.hat sich nun dem Thema angenommen und bringt dieses Ritual auf die Bühne des Schwanensaals. Das in Kurzform mit vier Akteuren gedrehte Video ist eine wiederkehrende Zeremonie der „Grundsau Wedderprofezeiing“ mit lustigen „Schtoris“ und Liedern. Bei dieser Produktion ist, neben sieben Akteuren, der Linguist Dr. Michael Werner federführend.   Kulturfachbereichsleiter Rolf Hecher betont: „Was gibt es doch für unbekannte Rituale und auch noch mit Wurzeln aus unserer direkten Vergangenheit. So unterhaltsam kann Geschichtsunterricht sein. Was sich zunächst merkwürdig anfühlt, wird nach und nach in einen geschichtlichen Kontext eingearbeitet. Etwas Bildungsarbeit „Altes Wissen - Neu erzählt“. Danke Dr. Werner und Familie Tiefel. An den Begiff Grundsau muss ich mich noch gewöhnen.”

    „Zum Glück habe ich – nicht -  nur Glück": Die seit Jahren erfolgreiche vhs-Veranstaltung „Sonntags bei Anton - öffentliches Forum für freie Meinungsäußerung" ist durch Corona stark eingeschränkt worden. Deshalb hier ein neues Format: Philosophie von DU zu DU, im echten Dialog zu allen möglichen Themen. Und zwar ohne vorherige Absprachen, sondern in kreativer, offener Gesprächsentwicklung, vor allem authentisch und sehr persönlich gemäß dem alten Leitspruch: „Nicht Gedanken, sondern selbst denken lernen!" - und das geht am besten in der Auseinandersetzung mit Anderen. Gesprächspartner in dieser Runde war der 24-jährige Student Donald Pfaffmann. Kulturfachbereichsleiter Rolf Hecher: Was ein Glück: Es freut mich besonders, dass das philosophische Format der vhs-Lampertheim „Sonntags bei Anton“ hier ein Stück weit fortgeführt werden kann. Die Kreativität und die Tiefe des Formats haben mich sehr beeindruckt. Wir können festhalten, dass in unserem Profil viele verschiedene Kulturbeiträge Ihren Platz finden können. Dies bestätigt die Grundidee und mein Dank gilt besonders Herrn Anton Schmitt, aber nicht minder seinem Gesprächspartner, dem 24jährigen Student Donald Pfaffmann. Der Kulturfachbereich der Stadt Lampertheim sagt herzlichen Dank für das Engagement und ich persönlich habe die „Hoffnung“ auf weitere philosophische Beiträge. zg  

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