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  • Fr., 11. März 2022, 09:41 Uhr
    HELFER IN NOT:   175 Millionen Euro im Bundeshaushalt bis 2023 für THW-Ausrüstung 

    THW Lampertheim erhält Großfahrzeug mit Anhänger 

    Zur Fahrzeugübergabe wurde der neue LKW mit Anhänger dekorativ auf dem Hof des THW platziert. Im Bild (von rechts): Dr. Michael Meister,  Ortsbeauftragter Norbert Koenig und Landesbeauftragter Marcus Hantsche sowie Bürgermeister Gottfried Störmer (hinten links). Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Bei Katastrophen wie der Flut im Ahrtal, in großer Not, sind die Helfer des THW gefragt, im Fernsehen sieht man dann die Fahrzeuge mit dem großen weißen Schriftzug in großer Zahl. Auch ehrenamtliche Helfer vom Ortsverband Lampertheim waren im Ahrtal im Einsatz – sie sind die Spezialisten im Bereich Wasserschaden/Pumpen. Ein neues Fahrzeug war als Ersatzbeschaffung nötig geworden, angeschafft aus Bundesmitteln, denn das THW ist eine Einrichtung der Bundesrepublik Deutschland unter der Regie des Bundesinnenministeriums. Der neue LKW vom Hersteller Mercedes Benz hat beachtliche Ausmaße und verfügt über 299 PS, verträgt 7 Tonnen Zuladung bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen. Auch der Anhänger für eine Wechselbrücke mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen ist nagelneu. Zulässiges Gesamtgewicht der Wechselbrücke ist 16 Tonnen. Aus dem Bundeshauhalt wurde ein Gesamtpaket mit tausend Fahrzeugen finanziert. Nicole Karb und Kevin Weinkauf haben das riesige Gespann kürzlich in neun Stunden Fahrt aus der Nähe von Berlin vom Aufbauhersteller abgeholt. Zur Fahrzeugübergabe an den THW-Ortsverband Lampertheim am Montagabend waren der CDU-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Bergstraße Dr. Michael Meister, der auch Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung ist, der hauptamtliche THW-Landesbeauftragte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland Marcus Hantsche und Bürgermeister Gottfried Störmer gekommen. Empfangen wurden die Besucher von den ehrenamtlichen Helfern, dem THW-Ortsbeauftragten Norbert Koenig und dem Ausbildungsbeauftragten Karl-Robert Röhrig. Meister, der bei der Beschaffung des Fahrzeugs beteiligt war, erläuterte das Bundesprogramm für die Fahrzeugbeschaffung, das von 2017 bis 2025 zunächst 100 Millionen Euro vorsah und dann für die Jahre 2020 bis 2022 um 25 und 45 Millionen Euro im Haushaltsausschuss aufgestockt worden sei. Insgesamt betrage der Etat nun 175 Millionen Euro. Bürgermeister Störmer, der sich „als ehemaliger THWler“ und „altgedient“ vorstellte, lobte die Zusammenarbeit von THW und Feuerwehr im Technischen Zentrum in der Florianstaße und meinte: „Wenn bei uns was passiert, haben wir alle Einheiten da, man hilft sich gegenseitig“. Es gebe sogar ein gemeinsames Fahrzeug. Hantsche berichtete von 93.000 Menschen im THW, von denen zwei Prozent hauptamtlich tätig seien. Nach dem Sturmtief seien im Ahrtal 16.000 THW-Leute mit drei Millionen Arbeitsstunden im Einsatz gewesen. Beim Ortsverband Lampertheim des Technischen Hilfswerks (THW) engagieren sich etwa 50 Helfer und 19 Junghelfer ehrenamtlich, in ihrer Freizeit, dabei kamen im Jahr 2021 genau 6.324 Stunden für den allgemeinen Dienst mit Ausbildung und Jugendarbeit zusammen sowie zusätzlich 2.106 Einsatzstunden. Ein Problem sei aktuell noch die Umkleidesituation für die etwa 10 Frauen im Ortsverband, erklärte der Ortsbeauftragte Koenig. Durch die anstehende Umbaumaßnahme werde eine separate Damenumkleide geschaffen, an die man damals, als das Gebäude in den 1980er Jahren erbaut wurde, noch nicht gedacht habe. Erst später seien die Frauen zum THW gekommen. Stets willkommen seien Frauen und Männer, die sich beim THW ehrenamtlich engagieren wollen. Hannelore Nowacki

     

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