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Mo., 26. Januar 2015, 10:24 Uhr
Blau-weißer Schwung über fünf Stunden – zum ersten, zum zweiten, zum dritten …
Tolle Prunksitzung des Heimat- und Carnevalvereins Bürstadt
So dynamisch wie die dritte Prunksitzung des Heimat- und Carneval-Vereins am Freitag begann, steuerte sie auf das Finale zu. Danach war nicht Schluss, die Party fing an. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – War das eine Stimmung! Fünf Stunden blau-weißes Vergnügen in närrischer Vielfalt und mit toller Unterhaltung! Gute Laune und karnevalistische Hochleistung sind ein Begriff mit drei Buchstaben: HCV. Kaum zu glauben, aber die Prunksitzung am Freitagabend im Bürgerhaus war bereits die dritte des Heimat- und Carnevalvereins innerhalb einer Woche und am Samstag folgte die letzte dieser Kampagne. Ganz erstaunlich – oder auch nicht: Die HCV-Akteure zeigten keinerlei Anzeichen einer Ermattung. Alle Prunksitzungen waren ausverkauft, wobei das närrische Publikum dieses Jahr durch die Reduzierung der Sitzplätze in den Tischreihen mehr Bewegungsfreiheit für die Schunkelrunden hatte als noch bei den nur drei Prunksitzungen im Vorjahr. Heinz Kilian machte die Musik dazu. Zu Gast war am Freitag der Spiel- und Kulturkreis 50 (SKK 50) mit einer großen Abordnung, um kräftig in seinem großen Jubiläumsjahr mitzufeiern. Stadtprinzessin Sandra II., die bezaubernde Tollität aus den Reihen des SKK 50, überbrachte dem Publikum und dem HCV ihre närrischen Grüße. Nach ihrer Besuchstournee kam sie mit ihrem Gefolge am späteren Abend zum Feiern wieder zurück. Sie konnte das Publikum beruhigen: „Ich hab die Sitzung schon ganz gesehen“. Und das war gut so, sonst wäre ihr viel Spaß entgangen. Vizepräsident Patrick Brenner versicherte zur Begrüßung: „Wir haben heute alles dabei, was wir für eine tolle Fastnacht brauchen“. Und so kam es denn auch – volles Programm mit Witz und Spitzenklasse. Seit 25 Jahen ist HCV-Präsident Roger Wulff im Amt; die HCV-Familie dankte ihm vielfach und hatte blaue Karten mit einem großen „Danke“ ausgelegt, auf der Rückseite das HCV-Lied zum Mitsingen. Das 25-Punkte-Programm hielt das Publikum humoristisch und närrisch über fünf Stunden in Atem. Dazu passte der Hit „Atemlos“, zuletzt hinreißend von der stimmgewaltigen Tatjana Kohl gesungen. Zuvor hatte sie die „Partystimmung“ angeheizt. In sechs Vorträgen offenbarte sich das humoristische Potenzial des HCV - ein Hochgenuss, der sich durch die fantastischen Vorführungen im Gardetanz und Showtanz vervielfachte. Schon die Kleinen kommen beim HCV ganz groß raus, wie die „HCV-Minis“ mit ihrem Modetanz „Peter Pan“ bewiesen. Das Jubiläum 2 x 11 Jahre Juniorengarde „Charisma“ hat der HCV als Motiv für den diesjährigen Orden gewählt. Den „Jubiläumstanz“ führte die Juniorengarde „Charisma“ gemeinsam mit der HCV-Garde vor. Beim HCV wird viel für die Gesundheit des Publikums getan, schließlich heißt es ja „lachen ist gesund“. Simone Mottausch als „Bäschdädder Sainäwwelskätt teilte mit: „Ich sagt euch, was im Ort bassiert, als Kätt bischd bestens informiert“. Und da passsiert so manches. Bei der offenen Markthalle fliegen Salatblätter, an der Kläranlage werden Pilze angebaut und zur Biogasanlage meinte sie: „Die Lampertheimer du so a Stinkbomb gar nicht baue“. „Zwei HCV-Fans“, es handelt sich dabei um den talentierten Nachwuchs Paloma Reichmann und Lukas Gündling, reimten dem Publikum die HCV-Ereignisse des letzten Jahres in Erinnerung. „Kiosfraa“ Luzilla Ohl und ihr „Kunde“ Dirk Horaczek hatten allerlei lustige Einfälle zum Lokalteil und Petra Klemmer nahm die „Wechseljahre“ in den närrischen Blick, die führen die Männer oft zu neuen Hobbys wie Motorradfahren. Aus einer Ecke im Saal kam prompt die Bestätigung. Horst Kunkel, gerade frisch operiert mit Krücken aus Lorsch angekommen, berichtete augenzwinkernd von Rosen, die er bekommen hat, darunter eine Hüpfkopfnek-Rose und eine Arth-Rose. „Helauche“ hauchte Andrea Ebeling als Frau Heiser, die Heisers Bettche, um dann der Owweloch Kathrin, Vizepräsident Patrick Brenner war kaum wiederzuerkennen, die Geschichte vom Dachdecker zu erzählen. Außerdem wurde eine unterhaltsame Radiosendung unter 111,11 FM übertragen und der Saal von den „Leersingers“ nicht leer gesungen. Da lachte der Elferrat und das Publikum verlangte nach Zugabe: Der einzigartige Choreografie der Profi-Klatscher machte mächtig Eindruck. Das Männerballett zog es zum Junggesellenabschied nach Las Vegas, wobei es zur Hochform auflief. Neben begeistertem Lachen und Applaus bebte der Saal öfter beim dreifach donnernden Helau und mehrstufigen Raketen. Hannelore Nowacki
Schenkelklopfer und andere lustige lautgebende Klatschtechniken hatten diese Profi-Klatscher mit ihren „Handclaps“ im Repertoire – mit Taktgefühlt im Gleichklang. Foto: Hannelore Nowacki