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  • Mo., 19. April 2021, 10:32 Uhr
    ERINNERUNG: Gedenktag für die Corona-Toten in der Waldfriedhofskapelle / „Wollen den Hinterbliebenen ein zeigen, dass wir mit ihnen fühlen und an sie denken“

    Trauerbaum als sichtbares Zeichen des Gedenkens

    Optisch im Mittelpunkt des Gedenkens stand der Trauerbaum, dessen zarte Zweige persönliche Trauerkarten trugen. In Lampertheim sind bislang 51 Menschen an oder mit Corona verstorben, teilte Bürgermeister Gottfried Störmer in seiner Ansprache mit. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Die Glocken läuteten um 12 Uhr am Sonntag, verstummten dann. Das Gedenken an die Toten der Corona-Pandemie hatte die Stadtverwaltung gemeinsam mit den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden, der Liebenzeller Gemeinde Hofheim und der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde gestaltet. „Sie blieben im Sterben allein, die Angehörigen und Freunde blieben zurück in ihrer Trauer“. In seiner Ansprache zum bundesweiten Gedenktag an die Corona-Toten, den der Bundespräsident ins Leben gerufen hatte, fand Bürgermeister Gottfried Störmer in der Waldfriedhofskapelle bewegende Worte. „Wir wollen heute den Hinterbliebenen ein Zeichen geben, dass wir mit ihnen fühlen und an sie denken“. Störmer mahnte, dass dieses Virus sich nur schwer bekämpfen lasse, doch mit ihrer gesamten Aufmerksamkeit sollten die Lebenden das Virus besiegen und dabei bedenken: „Das Virus ist unser Gegner, nicht die Menschen“. In seine Gedanken bezog Störmer auch diejenigen ein, „deren Existenz auf dem Spiel steht, die großen Schaden nehmen und ihre Art zu leben verlieren“. Auch ihnen beizustehen und zu helfen wo es geht, sei eine Aufgabe „unserer Gesellschaft“. Der Bürgermeister kann sich vorstellen, dass dieses Gedenken zu einem wiederkehrenden Gedenktag werden könnte. Abstand war bei der feierlichen Eröffnung der beiden Gedenkstunden Corona bedingt geboten, die Stühle für die 18 eingeladenen Vertreter der Kirchen und Religionsgemeinschaften waren entsprechend weiträumig aufgestellt. Nach der bewusst kurz gehaltenen Ansprache des Bürgermeisters war Gelegenheit die einfühlsam gestalteten Trauerkarten mit eigenem Eintrag an den Trauerbaum zu hängen und eine Kerze aufzustellen. Mit einer Schweigeminute und einem gemeinsamen Foto verabschiedeten die betreuenden Mitarbeiter der Stadt die Besucher, für die am Ausgang eine Karte der Hoffnung zum Mitnehmen auslag. Das Angebot zum stillen Gedenken nahmen in loser Folge zahlreiche Besucher war. Betreuende Mitarbeiter der Stadtverwaltung waren Kulturamtsleiter Rolf Hecher, ebenfalls vom Fachbereich 40 Christiane Borchert sowie Jan Sonnenberg von der Friedhofsverwaltung. Unter den Teilnehmern der offiziellen Eröffnung des Gedenktages waren Erster Stadtrat Marius Schmidt, Pfarrerin Sabine Sauerwein von der Evangelischen Lukasgemeinde, Pfarrer Manfred Hauch von der Martin-Luther-Gemeinde, Pfarrer Christian Rauch von St. Andreas, Vorsitzender der Ahmadiyya-Gemeinde Iftikhar Shaikh und Pastor Matthias Luz von der Liebenzeller Gemeinde Hofheim. Matthias Karb, Mitglied der Musiker-Initiative Lampertheim, sorgte die für besinnliche musikalische Untermalung am E-Piano.  Hannelore Nowacki

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