So., 16.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mo., 02. September 2024, 10:50 Uhr
    HINTER DEM RATHAUS: Gemeinde hatte die Bibliser Bürger zum 1. Marktplatzfest eingeladen / Über 300 Besucher kamen

    Traumhafter Sommerabend mit vielen Infos und Gesprächen

    Wie der neue „Marktplatz der Möglichkeiten“ aussehen wird, ließen sich viele interessierte Bürger von Bürgermeister Volker Scheib erläutern. Foto: Hannelore Nowacki


    BIBLIS – Wie würde das 1. Marktplatzfest wohl angenommen? Diese Frage war schnell beantwortet. Schon vor dem offiziellen Beginn am späten Nachmittag strömten Besucher auf den Platz hinter dem Rathaus – bald waren über 300 Bibliser aus allen Ortsteilen und auch auswärtige Besucher auf dem Platz zusammengekommen, um den schönen Sommerabend im Freien zu genießen. Geboten war einiges auf dem eigentlich öden Schotterplatz – am Stand der Landmetzgerei Schüttler ließ der Ansturm auf Pommes, Bratwurst und sonstige Spezialitäten wie „Gummernbratwurst“, also Fleischgenuss mit Bibliser Gurken, über Stunden nicht nach. Das Weingut Klosterhof aus Worms-Abenheim versorgte die feierlustigen Besucher mit allem, was zu einem gelungenen Sommerabend gehört, auch hier übten sich die Anstehenden gerne in Geduld. Fans der Band „Planet Weschnitz“ hatten sich einen Platz in der Nähe ihrer Lieblingsmusiker gesichert, die aus einem Welt-Repertoire von Folklore bis zum Popmusik schöpfen, wie Adrian Steier-Bertz erklärte. Alle Generationen hatte es auf den Platz gezogen, der bislang gern genutzter Parkplatz ist, aber bald im Zuge der städtebaulichen Entwicklung mit Fördergeldern zum multifunktionalen Marktplatz umgestaltet wird. Amtlich heißt es „multicodierter Platz“, der für vielfältige Nutzung geplant ist – zum Parken und zum angenehmen Aufenthalt mit Grünanpflanzung, Sitzbänken und Trinkbrunnen für die heißen Tage. An den Wochenenden soll der weitläufige Platz als Markt- und Festplatz „einen Markt der Möglichkeiten“ bieten, wie Bürgermeister Scheib den zahlreichen interessierten Bürgern erläuterte, die sich um den Info-Pavillon versammelt hatten. Für den Platz seien schon viele Ideen eingegangen, berichtete Scheib erfreut, und einen „Run“ von Leuten erlebe er, die bei Festen organisieren und mithelfen wollen. Zu ihnen gehört auch Gisela Gibtner mit einigen Mitstreitern, die sich ehrenamtlich einbringen wollen und bereits mit der Gemeinde in Kontakt stehen. Ulrike Schmitzer, Leiterin der Bücherei, äußerte sich wie viele andere Besucher dem TiP gegenüber begeistert von dem Marktplatzfest. „Toll, dass so etwas gemacht wird“.  Die Gemeinde könne die Organisation solcher Feste auf Dauer nicht stemmen, erklärte Scheib, daher sei ehrenamtliches Engagement sehr willkommen. Konstantin Großmann (CDU), Vorsitzender des Kulturbeirats und bekannt als Vorsitzender der Gemeindevertretung, teilte in einer Stellungnahme mit, dass er als Bindeglied zwischen Rathaus und zukünftigen Unterstützern wirken möchte. Interessierte Bürger können sich an ihn per E-Mail wenden (konstantin.grossmann@freenet.de), er nehme sie in seine Liste auf und werde im Herbst zu einer ersten Sitzung einladen. Wichtig seien ihm auch die Vereine. 

    Gefeiert wurde auf dem vorderen Bereich des weitläufigen Schotterplatzes am Rathaus – gemütlich beisammen sein und den schönen Sommerabend im Herzen von Biblis mit Wein, Pommes und fleischlichen Genüssen mit musikalischer Untermalung genießen war das Programm. Foto: Hannelore Nowacki


    Neuer Marktplatz im Mai 2025 fertig

    Auf den Stellwänden im Info-Pavillon zeigten Pläne die Details der geförderten Großprojekte der Gemeinde, die Bürgermeister Scheib ausdauernd erläuterte. Um den Gemeindesee herum sind bereits zwei Drittel der Anlagen fertig, teilte Scheib mit. Ein weiteres Projekt betrifft die Umgestaltung an den Ufern der Weschnitz. Der multicodierte Platz wird von zwei Sichtachsen geprägt, auf dem Plan sind die Bäume, Parkplätze und sonstige Einrichtungen erkennbar. 38 Weihnachtsmarktbuden können aufgestellt werden. Mit den Tiefbauarbeiten soll etwa Ende Dezember begonnen werden, um den Weihnachtsmarkt nicht zu gefährden. Denn das könne man nicht riskieren, betonte Scheib. Bei archäologischen Funden werde ein Archäologe zur Stelle sein. Im Mai 2025, rechtzeitig vor dem Gurkenfest, soll der Platz fertiggestellt sein. Die Gemeinde trage ein Drittel der Kosten, 66 Prozent der Investition werden über öffentliche Gelder finanziert. Dass sich die Bibliser mit der Ausgestaltung des neuen Marktplatzes intensiv beschäftigen, zeigten die Fragen an den Bürgermeister, beispielsweise zum Belag und Trinkwasserbrunnen. Ein „diffusionsoffener Belag“ zur Versickerung von Regenwasser sei geplant, keine Pflasterung. Das Ganze sei über den Bürgerwillen und Bürgerbeteiligung entstanden, betonte Scheib. Toiletten hätten sich die Bürger gewünscht, doch aus Kostengründen habe die Gemeindevertretung dies abgelehnt. Zu bedenken seien auch die Folgekosten, die ohne Vandalismus jährlich 10.000 bis 20.000 Euro betragen können. Dennoch sieht Scheib die Sache nicht verloren, die Anschlüsse werden auf jeden Fall verlegt. Testweise stand auf dem Gelände eine Biotoilette, ein blaues rustikales Holzbüdchen mit Herz ganz oben in der Tür. Der Eingang zum Rathaus und damit zu den dortigen Toiletten stand offen. Auch den gewünschten Springbrunnen habe die Politik aus Kostengründen zurück gestellt, teilte Scheib auf Nachfrage mit. Schatten werden die Bäume spenden, für betonierte Lösungen wären Bauanträge nötig geworden. Bei der Umgestaltung hatten Denkmalschutz, die untere Wasserbehörde und das Kreisbauamt ein Wörtchen mitzureden. 

    Hannelore Nowacki

    [ngg src="galleries" ids="2445" display="basic_thumbnail" thumbnail_width="240" thumbnail_height="160" thumbnail_crop="0"]

    Beitrag aus der Rubrik

    » Biblis und Ortsteile
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige TicketshopAnzeige 3 Anzeige - 2