Mo., 22. Mai 2023, 14:36 Uhr
MUSIK: Konzert am 4. Juni mit u-Hee Oh, Teruyoshi Shirata und Christian Adamsky
„Trio Pleroma“ in der Domkirche
LAMPERTHEIM – Am Sonntag, 4. Juni, findet um 17 Uhr ein reizvolles Konzert mit dem Trio Pleroma in der Ev. Domkirche Lampertheim statt. Es musizieren Ju-Hee Oh (Klavier), Teruyoshi Shirata (Violine) und Christian Adamsky (Violoncello).
Auf dem Programm stehen Auszüge von Joseph Haydns "Trio für Violine, Violoncello und Klavier in G-Dur, Hob XV:25", "Trio in d-Moll, Op.120" von Gabriel Fauré und Felix Mendelssohn-Bartholdys "Trio Nr.1 in d-Moll, Op.49"
Die südkoreanische Pianistin Ju-Hee Oh begann im Alter von sechs Jahren Klavier zu spielen. Schon mit sieben Jahren gewann sie den zweiten Preis beim „P.I.A. Piano Competition“ und bereits mit zwölf Jahren debütierte sie in Seoul. Im Jahr 1999 setzte sie ihren Unterricht in Deutschland bei Frau Maho Kaneko an der Musikschule Ettlingen fort und ein Jahr später fing sie an bei Prof. Robert Benz an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim zu studieren. Dort studierte sie sowohl Klavier- (bei Prof. Robert Benz) als auch Kammermusik (bei Prof. Paul Dan) und schloss sämtliche Studien mit Bestnoten ab. Weitere künstlerische Anregungen bekam sie von Prof. Theresa Dusant, Prof. Bruno Mezzena, Prof. Renate Kretschmar-Fischer, Prof. Su-Jung Shin, Prof. Bernd Glemser und Prof. Paul Badura Skoda. Mit großem Erfolg nahm sie an zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben teil, unter anderem erhielt sie den 1. Preis beim „15. International Piano Competition Rome“ in Italien. Ju-Hee Oh wird als Künstlerin von hoher Musikalität und Virtuosität hochgeschätzt. Sie konzertiert als Solistin, Kammermusikerin und Liedbegleiterin auf den internationalen Konzertpodien wie dem Ascoli Piceno Musikfestival in Italien, dem Internationale Sommerakademie Schloß Heiligenberg. Als Solistin spielte sie mit großem Erfolg mit Baden-Badener Philharmonie das G-Dur Klavierkonzert von M.Ravel. Sie ist Pianistin im Trio Pleroma (mit Teruyoshi Shirata, Violine und Christian Adamsky, Cello). Die engagierte Klavierpädagogin unterrichtet derzeit an der Musikschule Lampertheim und leitet den Fachbereich Tasteninstrumente.
Der im japanischen Tokio geborenen Geiger Teruyoshi Shirata begann im Alter von sechs Jahren Geige zu spielen. Bereits mit zwölf Jahren debütierte er in der Suntory Hall mit den Violinenkonzerten von Mendelssohn und Bruch begleitet vom Tokyo Symphony Orchestra. Mit vierzehn Jahren setzte er seine Studien an der Juilliard School in New York bei so renommierten Lehrern wie Dorothy DeLay und Prof. Masao Kawasaki fort.
Nach seinem Aufenthalt in New York studierte er am Sweelinck Konservatorium in Amsterdam bei Prof. Valentin Zhuk, einem Schüler Leonid Kogans. Weitere künstlerische Anregungen bekam er von Shlomo Mintz und Ida Haendel. Er studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim bei Prof. Waleri Gradow, aus dessen Schule Geiger wie Frank Peter Zimmermann hervorgingen.
Danach war er in der Solistenklasse bei Prof. Marco Rizzi in Mannheim. In seiner musikalischen Laufbahn bestritt er zahlreiche Solo, Duo- Klavierquartettkonzerte sowie Rundfunkaufnahmen im In- und Ausland. So führte in seine rege Konzerttätigkeit in viele verschiedene Länder Europas, nach Japan und in die USA. Im Rahmen des Aspen Music Festivals, der Holland Music Sessions, des Keshet Eilon in Israel und Ticino Musica in der Schweiz wurde er mehrmals als Solist für Konzerte und Recitals eingeladen. Auch konzertierte er in den berühmtesten Konzerthallen sowie in der Suntory Hall Tokyo, der Geijutsu Gekijo Great Hall Tokyo und dem Lincoln Center New York City als Solist. Mit großem Erfolg nahm er an zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben teil. Unter anderem ist er mehrfacher 1. Preisträger des „Japan National Competition“, des Hochschulwettbewerbs in Mannheim und des „Yehudi Menuhin International Competition“. Mit dem WDR-Sinfonieorchestra Köln spielte er im Juli 2005 unter Ruben Gazarian die Zigeunerweisen von Paplo de Sarasate und die Carmen-Fantasie von Franz Waxman. Im November 2005 spielte er mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester unter Chefdirigent Wolfram Christ das A-Dur Violinkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart. Seit 2008 ist er als Konzertmeister in der Württembergische Philharmonie Reutlingen tätig.
-Christian Adamsky ist seit 2005 Stellvertretender Solocellist der Württembergischen Philharmonie Reutlingen. Er wurde 1974 in Düsseldorf geboren und erhielt im Alter von 11 Jahren seinen ersten Cellounterricht. An der Folkwang Hochschule der Künste (Essen) absolvierte er seinen künstlerischen Abschluss und das Konzertexamen bei Prof. Young-Chang Cho. In seiner Studienzeit war er im Philharmonischen Orchester Hagen, bei der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg und den Essener Philharmonikern befristet engagiert. Er wirkt(e) unter anderem in Klangkörpern wie dem Sinfonieorchester Aachen (u.a. Solo-Cello), den Bochumer Symphonikern, Beethoven Orchester Bonn, Gürzenich Orchester Köln (Mozarts Entführung aus dem Serail im Irak/Sulaimanija 2011), Stuttgarter Philharmonikern, Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks (CD Produktion mit Keith Emerson), Württembergisches Kammerorchester Heilbronn, Theater der Stadt Ulm, Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, dem Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele, der Bayerischen Kammerphilharmonie, u.a.. Kammermusikalische Anstöße erhielt er insbesondere vom Orpheus-, Amadeus- und Hagen- Quartett sowie Peter Matzka (Wiener Streichsextett). 1997 gewann er als Mitglied des Maracas Streichquartetts den 2. Preis des internationalen Kammermusikwettbewerbs Charles Hennen Concours, Herleen. Sein solistisches Spiel prägten neben Young-Chang Cho und Laurentiu Sbarcea u.a. Größen wie Martin Lovett, Martti Rousi und Patrick Demenga.
Der Eintritt zum Konzert beträgt 14 Euro, ermäßigt 8 Euro. Karten sind nur im Rathaus-Service, Haus am Römer, Domgasse 2 und gegebenenfalls an der Abendkasse erhältlich. zg