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Do., 29. Oktober 2015, 14:17 Uhr
Trainingscamp und Talentsichtung im Handball-Leistungszentrum Bergstraße
Trotz aller Anstrengung auch viel Spaß am Spiel
Teilnehmer mit dem Schwungtuch
BENSHEIM - Technik, Taktik, Athletik – und vor allem die Freude am Handball-Sport: Das dreitägige Trainingscamp des Handball-Leistungszentrums Bergstraße (HLZ) in der Bensheimer Weststadthalle sorgte bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei aller Anstrengung wieder in erster Linie für Spaß am Spiel. „Man merkt, dass alle, die hier dabei sind, sich weiter entwickeln wollen. Da werden auch mal unangenehme Übungen ohne Murren ausgeführt“, war Sergej Rybakov, Trainer des HLZ und früherer Weltklasse-Spieler, voll des Lobes über die jungen Handballerinnen und Handballer aus den unterschiedlichsten Schulen und Vereinen der Region. „Das Einzugsgebiet ist nach wie vor groß – und die meisten kommen immer wieder“, beobachtet Claudia Richter, Cheftrainerin und Lehrertrainerin des dem Schulsportzentrum des AKG Bensheim angeschlossenen Leistungszentrums: „Das zeigt, dass unsere Trainer hier gute Arbeit leisten“, so die frühere deutsche Nationalspielerin. Neben Rybakov waren wieder die beiden Handballer Samira Schulz und Robert Vuletic, beides Sportwissenschaftler und schon lange im Dienste des HLZ für das Training im Camp verantwortlich. Drei Tage lang von morgens bis abends wurde in Kleingruppen intensiv gearbeitet und auch ausgefallenere Trainingsgeräte eingesetzt, die in den Vereinen nicht unbedingt zur Verfügung stehen. „Dadurch konnten wir immer wieder neue Akzente setzen und auch die Aufmerksamkeit bei den Teilnehmern hoch halten“, so Vuletic. Sei es bei Übungen mit der Handball-Pyramide oder den Air-Bodys, mit dem großen Schwungtuch, Pedalos, Therabändern und Rollbrettern oder natürlich mit dem Ball, „die Nachwuchshandballer zogen hervorragend mit“, lobt auch Vuletic, der inzwischen 30 Jahre alt und mit viel Trainererfahrung ausgestattet ist, sich gerne noch an seine eigene Zeit im Leistungszentrum erinnert: „Das HLZ hat mir sehr viel gebracht und es ist schön, hier auch wieder durch die Trainerarbeit zurückgeben zu können.“ Am letzten Trainingstag durften sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über einheitliche Camp-T-Shirts vom Hauptsponsor Sparkasse Bensheim freuen, die Siegermannschaft eines internen Turniers sowie die besten Siebenmeter-Schützen wurden sogar noch extra ausgezeichnet. Die drei intensiven Trainingstage der Zehn- bis Zwölfjährigen waren aber nur der Auftakt von weiteren Aktionen des Handball-Leistungszentrums Bergstraße in Sachen Talentsuche und –förderung: Am 4. November steigt vormittags in der Weststadthalle das Ballspielfest für die dritten und vierten Klassen der Bensheimer Grundschulen. Dabei geht es in erster Linie um Koordination und Geschicklichkeit der Kinder, wobei auch eine einfache Variante mit Ansätzen aus dem Handball-Spiel absolviert wird. In den Wochen danach werden in den Trainingseinheiten des HLZ weitere Talentsichtungen stattfinden, zu denen zum einen die Besten des Ballspielfestes eingeladen werden, aber auch über die Jugendleiter und –trainer der Region talentierte Spielerinnen und Spieler angemeldet werden können. „Das Ziel ist, dadurch möglichst vielen Kindern eine gute handballerische Grundausbildung über das eigentliche Vereinstraining hinaus zu ermöglichen“, erläutert Claudia Richter. „Unser Angebot ist unabhängig von Verein oder Schule, sondern soll in der Breite helfen, den Nachwuchshandball zu verbessern in einem Miteinander mit den Vereinstrainern, den Schulen und dem Auswahlwesen des Verbandes.“ Die seit 26 Jahren existierende Institution der Talentförderung kann dank der Unterstützung des hessischen Kultusministeriums, der Hessischen Handball-Verbands, der Trägerschule AKG Bensheim und der Stadt Bensheim, die die Weststadthalle für die täglichen Trainingseinheiten zur Verfügung stellt, sowie einiger Sponsoren aus der Wirtschaft qualitativ hochwertige Übungseinheiten in Kleingruppen anbieten und dabei auf jeden einzelnen Spieler, jede einzelne Spielerin eingehen. „Dazu besteht im Vereinstraining häufig keine Möglichkeit, da man meist eine sehr heterogene Gruppe hat. Durch unsere Arbeit in Kleingruppen und die Möglichkeit, die Teilnehmer nach ihrem Leistungsstand einzuteilen und zu fördern, ist bei uns eine stärkere Individualisierung auf hohem Niveau möglich“, erläutert Marcus Essinger, Geschäftsführer des HLZ: „Es macht uns schon ein bisschen stolz, dass viele ehemalige Teilnehmer von uns inzwischen im Aktivenbereich zu den Leistungsträgern in ihren Vereinen zählen und auch selbst als Trainer im Jugendbereich ihr Wissen weitergeben. Das zeigt, dass unsere Arbeit Früchte trägt und der Handball im Kreis Bergstraße und darüber hinaus von der Institution HLZ profitiert.“ zg