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  • Mo., 15. Juli 2019, 12:11 Uhr
    Acht Jugendliche stellen aus Holz Schneidebretter und Grillzangen her

    „Ü12-Summertime“ bei der Künstlerinitiative in Hofheim zu Gast

    Bernhard Hossner (links) zeigt auf was beim Leimen der Dübel zu achten ist. Foto: Petra Gahabka


    HOFHEIM – „Bei mir muss immer geschafft werden“, sagt Bernhard Hossner mit Blick auf die acht Jugendlichen, die eifrig am Werkeln sind. In der Alten Post, dem Domizil der Künstlerinitiative Lampertheim (KIL), wurde am Freitag geschmirgelt, gebohrt und geleimt. In drei Stunden entstanden aus Kirschbaum- und Eichenholzstücken hochwertige Schneidebretter und Grillzangen. Seit 2015 ist die Ü12-Summertime, zu der die städtische Jugendförderung in den ersten drei Ferienwochen zu unterschiedlichen Aktionen einlädt, in der Hofheimer Schulstraße zu Gast. Nach dem „Pop-Up“-Workshop mit Dr. Bernd Kalusche zwei Tage zuvor, geht es nun unter dem Motto „Holz in Form und Maserung“ an die Werkbank. Bernhard Hossner, der von den Teilnehmern nur „Chef“ genannt wird, hat so seine Fans. Der 18-jährige Cedric aus Biblis und sein drei Jahre jüngerer Bruder Marvin haben noch keinen seiner Kurse verpasst, die Schwestern Maria und Hannah, die im Ort wohnen, sind schon das dritte Mal dabei, und auch Natalia und Nelli sind Wiederholungstäter. Wer, wie die beiden Lampertheimer Marvin-Luca und Miquell-Pascal, neu ist, gehört hier schnell dazu. Der Umgang mit dem Stemmeisen, mit dem die Holzstücke für die Schneidebretter entrindet werden, will gelernt sein, ebenso der Umgang mit Raspel und Bohrer. Dozent Hossner erklärt, gibt Tipps und legt - wenn nötig - auch mal selbst Hand an. Die Herstellung der Grillzangen ist für die Mädels und Jungs eine Herausforderung, denn neben dem Schleifen müssen mit dem Holzbohrer Auskerbungen gebohrt sowie Dübellöcher gesetzt und verleimt werden. „Super, dass wir etwas Nützliches gemacht haben und nicht nur zum Hinstellen. Es hat Spaß gemacht“, blickt Marvin zufrieden auf das Ergebnis. Beim anschließenden Grillen kommen Schneidebretter und Grillzangen aber nicht zum Einsatz. Der „Chef“ erklärt, dass die Dübel noch nicht ausgehärtet sind, das dauere mindestens eine Stunde. Der Anstrich mit Sonnenblumenöl bringt die Holzmaserung erst so richtig zur Geltung, was Natalie mit einem begeisterten „O mein Gott, sieht das schön aus“ quittiert. Zur abschließenden Vernissage der beiden KIL-Workshops am Freitagnachmittag sind auch Bernd Kalusche und Manfred Scholz, Fachdienstleiter Jugendförderung, gekommen. „Wann ist denn die Kohle gut? Ihr müsst das wissen, ihr habt ja schließlich den Grillworkshop bei mir mitgemacht“, fragt er augenzwinkernd die vier Jungs, die es kaum erwarten können, dass die Bratwürste endlich auf dem Rost liegen. Zum Kunstwerke anschauen und Essen sind auch der Vater und die Oma von Marvin und Cedric gekommen. „Das sind immer schöne Ferienspiele und auch immer hochwertig“, merken sie an. So etwas hört Manfred Scholz natürlich gerne. „Das tolle ist, dass seit 14 Jahren das Programm so gut angenommen wird“, freut er sich. Die Ü12-Summertime geht noch bis zum 19. Juli. Petra Gahabka

    Info:

    Die Jugendförderung lädt vom 22. Juli bis 9. August Kinder von sechs bis elf Jahren zu den Ferienspielen ein, die zusammen mit Lampertheimer Vereinen und Institutionen organisiert werden. Das diesjährige Motto lautet „Alte Spiele – neu entdeckt“.

    Infos gibt es unter www.lampertheim.de

     

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