
LAMPERTHEIM – Mit einer leistungsfähigen Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) auf dem Dach spart man Stromkosten und zugunsten von Klima und Umwelt eine Menge CO2-Ausstoß im Vergleich zu Kohle oder Gas. Für die Biedensandbäder nannte Geschäftsführer Marius Schmidt bei der Vertragsunterzeichnung mit GGEW für den Ausbau der PV-Anlage eine Einsparung von 57,5 Tonnen CO2 im Vergleich zum Jahr 2023 mit Gas, nachdem die Anlage am 18. Januar 2024 mit einer Leistung von 98,01 kw/p ans Netz gegangen war. Dabei wurden 80 Megawatt Strom erzeugt, die für angenehmes Badewasser im Freibad und karibische Wärme im Hallenbad sorgen. Durch den Pachtvertrag mit dem kommunalen Energieversorger GGEW werde gegenüber 2023 ein fünfstelliger Betrag eingespart. Frühzeitig habe man vereinbart, den lohnenswerten Betrieb nach einem Jahr auszuweiten. Technisch und finanziell sei das möglich, teilte Schmidt mit, zudem sei es unkompliziert gewesen, die Zustimmung der DLRG für eine PV-Anlage auch einer ihrer Dachflächen zu bekommen. Schon bisher sei die DLRG ins Wärmenetz der Biedensandbäder integriert, bis auf eines seien die Gebäude von den Biedensandbädern gepachtet.
Archivfoto: Hannelore Nowacki
Mitte September soll mit der Installation von 198 PV-Modulen auf der Lagerhalle der Biedensandbäder sowie auf dem Vereinsheim und der Fahrzeughalle der DLRG begonnen werden, voraussichtlich im Oktober soll die PV-Anlage mit einer Leistung von rund 89 kw/p in Betrieb genommen werden, fast eine Verdoppelung der bisherigen Leistung. Damit sei der Strombedarf zu 42 Prozent aus regenerativer Quelle gedeckt, betonte Schmidt. Als weitere Vorteile für die Biedensandbäder nennt Schmidt, dass keine Investitionskosten anfallen und GGEW für die Betriebsführung mit Wartung und Reparatur zuständig sei. Mit Lieferschwierigkeiten wie bei der ersten Anlage rechnet GGEW diesmal nicht. GGEW-Vorstandsvorsitzender Carsten Hoffmann und der Bereichsleiter für Vertrieb und Service Rainer Babylon waren zur Unterzeichnung der beiden Verträge mit einer Laufzeit von 20 Jahren ins Stadthaus gekommen, zum einen ging es um den Planungs-Einrichtungs- und Pachtvertrag, zum anderen um den Betriebsführungsvertrag. Das heißt, wie Schmidt ausführte, die PV-Anlage verbleibt im Besitz von GGEW, der Ertrag von eingespeistem und selbst verbrauchtem Strom kommt den Biedensandbädern zugute. „Wir sind froh, dass es so gemacht wird, wir hatten es schon selbst überlegt“, sagte die DLRG-Vorsitzende Susanne Hanselmann. Doch so groß wie jetzt mit GGEW und den Biedensandbädern hätte es der Verein nicht geschafft, gab DLRG-Pressesprecher Felix Kröger zu bedenken. GGEW-Vorstandsvorsitzender Hoffmann weist auf weitere Vorzüge der Nutzung von Dachflächen wie die Stromerzeugung so nahe wie möglich am Verbrauch und eine verlässliche Energieversorgung vor Ort in kommunaler Hand. Bereichsleiter Babylon wies darauf hin, dass die PV-Anlage auch nach 20 Jahren Laufzeit erfahrungsgemäß mit 95 Prozent Wirkungsgrad weiter Strom produziere.
Hannelore Nowacki
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