SERIE MIT-MACH-WEGWEISER: Aus der Broschüre „Lampertheim (mit)erleben!“: Die Städtepartnerschaft – Freundschaft mit fünf Städten aus vier Ländern
Über die Grenzen hinaus
Die Stadt Lampertheim pflegt zu insgesamt fünf Städten in vier europäischen Ländern Städtepartnerschaften. Foto: Nadine Schütz
LAMPERTHEIM – Die Broschüre „Lampertheim (mit)erleben!“ ist die geballte Ladung Information über das, was die Bürgerinnen und Bürger in Lampertheim in den Bereichen Soziales, Bildung, Kultur und Ehrenamt erwartet. Und über Institutionen, Vereine, und sonstige Gruppen in ebendiesen Bereichen, bei denen man sich informieren, Unterstützung holen oder selbst engagieren kann.
Internationale Freundschaften, die auch vom Engagement der Bürger leben, gibt es in Lampertheim seit 1966. Zu insgesamt fünf Städten in vier europäischen Ländern pflegt die Stadt Lampertheim Städtepartnerschaften.
Zur Stadt Adria in Italien bestehen seit 1966 freundschaftliche Beziehungen: Nach der Flutkatastrophe im Po-Delta, spendeten Lampertheimer Bürgerinnen und Bürger auf einen Aufruf hin eine so große Summe für betroffene Familien in Adria, dass zudem ein Jugendheim gebaut werden konnte.
Auf Initiative der Sängervereinigung 07/20 Hofheim fand im Jahr 1993 die Verschwisterungsfeier mit der kleinen französischen Stadt Dieulouard im Tal der Mosel statt. Bereits seit 1967 pflegte man eine Freundschaft mit dem dortigen Gesangverein "Les Amis du Chant".
Seit der Unterzeichnung des historischen deutsch-französischen Freundschaftsvertrages im Jahr 1963, bemühte sich die Stadt Lampertheim um eine Partnerstadt in Frankreich, die Lampertheim in Größe und Struktur ähnelte. Drei Jahre später stimmte die Stadtverordnetenversammlung der Verschwisterung mit Ermont zu.
Bereits im Zweiten Weltkrieg waren einige Lampertheimer als Soldaten im belgischen Maldegem, von denen der Lampertheimer Uhrmachermeister Alfred Keil später die persönlichen Beziehungen zu den dortigen Bürgern wieder aufnahm. Auch Lampertheimer Vereine pflegten Verbindungen, sodass 1967 die Verschwisterungsurkunde unterzeichnet wurde.
Im Oktober 2003 kamen die ersten schriftlichen Kontakte zur Gemeinde Swidnica in Polen zustande. Ein Jahr nach dem Beitritt Polens zur EU 2004 fand ein erster Besuch in Swidnica statt. Ein weiteres Jahr später, zum Spargelfest, entgegnete man den Besuch. Seit 2006 leben beide Städte offiziell ihre Partnerschaft.
In den jährlichen Arbeitsgesprächen der Bürgermeister und Sachbearbeiter werden Veranstaltungen, Ausstellungen und Sportveranstaltungen sowie Schüleraustausche und andere schulische Projekte geplant. Vielfältige Aktivitäten nähren also diese Partnerschaften und Privatpersonen sowie Vereine pflegen die Freundschaften untereinander. Nadine Schütz