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Mo., 13. Mai 2019, 10:13 Uhr
Gemeinsame Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bürstadt
Überdurchschnittlich hohe Einsatzzahlen im Jahr 2018
Viele Einsätze, viele Ehrungen: Die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bürstadt blicken auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Foto: Nadine Schütz
BOBSTADT – Am vergangenen Freitagabend füllte sich nach und nach die Fahrzeughalle der Feuerwache in Bobstadt mit zahlreichen Feuerwehrleuten. Zur gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bürstadt begrüßte Stadtbrandinspektor Uwe Schwara Bürgermeisterin Barbara Schader, 1. Stadtrat Walter Wiedemann, Stadtverordnetenvorsteher Ewald Stumpf und Kreisbrandmeister Volker Steiger sowie seine Kameraden aus Bürstadt, Bobstadt und Riedrode.
In seinem Tätigkeitsbericht für das Jahr 2018 fasste er zusammen, dass im Vergleich zum Vorjahr eine erhebliche Erhöhung der Einsätze zu verzeichnen war. Von den insgesamt 372 Einsätzen entfielen 119 auf Brandeinsätze. Darunter waren 51 Löscheinsätze, 37 Brandmeldeanlagen-Alarme und 36 Blinde Alarme, Fehlfahrten oder Bereitstellungen. Schwara appellierte an die Betreiber von Brandmeldeanlagen, diese entsprechend warten zu lassen und das Personal zu schulen. Besonderes Augenmerk richtete Schwara auf die Waldbrandgefahr im vergangenen Sommer und lobte die Bevölkerung für ihr besonnenes Handeln, denn es gab keine nennenswerten Brände in Feld, Wald und Wiesen im Stadtgebiet zu verzeichnen. Im nördlich gelegenen Groß-Rohrheim hatte man dagegen zusammen mit den Wehren aus Biblis, Lorsch und Lampertheim „Nachbarschaftliche Löschhilfe“ bei einem 20 ha großen Flächenbrand an der B44 geleistet.
Im Bereich Hilfeleistung bewältigte die Freiwillige Feuerwehr Bürstadt 253 Einsätze. Das Hauptgebiet lag hier in den 171 Sturm- und Unwetter-Einsätzen. Eine besondere Herausforderung war das Unwetter am 11. Juni 2018. Infolge dessen wurden Optimierungsmaßnahmen vorgenommen und beispielsweise die Software des Einsatzdokumentationsprogrammes um das Modul „Unwetter“ erweitert.
„Insgesamt waren 2.578 Einsatzkräfte mit rund 3.999 Arbeitsstunden im Einsatz für das Allgemeinwohl unserer Bevölkerung“ schloss Schwara das Thema „Einsätze“ ab. Dazu kommen 22 Brandsicherheitsdienste, die seitens des Ordnungsamtes angeordnet und durch die Feuerwehr gestellt wurden.
Die Mannschaftsstärke belief sich Ende 2018 auf 112 Mitglieder, davon 14 weibliche Einsatzkräfte. Weitere Mitglieder finden sich in Kinder- und Jugendfeuerwehr, dem Spielmannszug sowie der Alters- und Ehrenabteilung. „Somit kommen wir auf die stolze Summe von insgesamt 296 Personen, die sich aktiv in den verschiedenen Abteilungen der Feuerwehr der Stadt Bürstadt betätigen!“ freute sich Schwara. Im Rahmen der Anerkennungen, Ehrungen und Beförderungen wurden insgesamt 12 Urkunden übergeben.
Der Gesamt-Fuhrpark besteht nunmehr aus 16 Fahrzeugen, vier Anhängern und vier Abrollbehältern. Und an den Standorten Bürstadt-Mitte und Bobstadt wurden Renovierungs- und Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt. Zudem erhielten alle Einsatzkräfte im Rahmen der Umstellung auf Digitalfunk einen neuen Pager zur Alarmierung.
Uwe Schwara dankte allen Kameradinnen und Kameraden recht herzlich für die gute Zusammenarbeit. Ebenso bedankte er sich bei Frau Bürgermeisterin Schader, die Stadt Bürstadt vertretend, für die Unterstützung. Diese übernahm im Anschluss das Wort. Sie lobte die Anstrengungen, die Kinder und Jugendlichen in den aktiven Dienst zu bringen und freute sich über die Aufmerksamkeit in der Bevölkerung, die der Spielmannszug auf sich ziehe. Sie merkte an, dass Themen wie Klimawandel, E-Mobilität oder Digitalisierung auch für die Feuerwehr neue Herausforderungen brächten. Demgegenüber stünden aber die hohen Kompetenzen und die Bereitschaft, das Niveau zu halten. „Da kann ich Ihnen nur von Herzen danken […] weil es für die Sicherheit der Bevölkerung ist“ waren die anerkennenden Worte Schaders, die die Familien der Feuerwehrleute einschlossen. Man habe viele Investitionen in Ausrüstung, Fuhrpark und Standorte geleistet, so Schader. Diese Unterstützung „ist nur möglich über einen offenen Dialog“, den man hier in Bürstadt erfolgreich führe, schloss Schader.
Nach Ende des offiziellen Teils saß man noch lange gemütlich an den Tischen in der Fahrzeughalle bei kühlen Getränken und einem mundenden Abendessen beisammen und genoss die gemeinschaftliche Atmosphäre. Nadine Schütz