KITA SCHWALBENNEST: Inklusive Kindertagesstätte nahm mit 21 Kindern an der Aktion „sauberhafter Kindertag“ teil
Umweltschützer von morgen
Die Kinder der Kita Schwalbennest reinigten die Umwelt von Müll. Foto: oh
LAMPERTHEIM – Der „Sauberhafte Kindertag“ findet jährlich im Rahmen der Umweltkampagne der Hessischen Landesregierung „Sauberhaftes Hessen“ statt. Ziel der Kampagne ist es, das Bewusstsein für eine intakte Umwelt, den Wert von Ressourcen und die Wichtigkeit von Abfallvermeidung zu schärfen.
Hessenweit nahmen im Rahmen des Aktionstages, der bereits zum 18. Mal stattfand, mehr als 13.300 Kinder aus rund 400 Kindergärten und Kindertagesstätten teil.
Da schütteln selbst die Kleinsten den Kopf, wenn sie einen Sack Beton hinter dem Gebüsch hervorzerren oder ein vergammeltes Zelt aus dem Gestrüpp fischen. Im Oktober zog ein entschlossener Tross der inklusiven Kita Schwalbennest los, um bei der Aktion „sauberhafter Kindertag“ des Landes Hessen achtlos weggeworfenen Abfall einzusammeln. 21 Kinder, ein Bollerwagen, Arbeitshandschuhe, Müllbeutel – und los ging‘s. „Das war ein Abenteuer!“, platzt es aus Jenny, einem Kita-Kind des Schwalbennests, heraus. Valea Wesemeyer, stellvertretende Leiterin der Kita ergänzt: „Alle Kinder waren super motiviert und engagiert beim Einsammeln des Mülls. Und später haben sie noch fleißig den Abfall im Hof der Kita sortiert.“
Wie Schatzsucher durchkämmten sie den Altrheindamm, kämpften sich durch Büsche oder streiften mit Adlerblick über die Wiesen. Dabei stopften sie ihre Tüten voll mit jeder Menge Verpackungsmüll und Pfandflaschen, aber auch Altkleider oder ein Regenschirm waren darunter. Mit roten Wangen staunten die jungen Umweltschützer über ihren Fund: „Warum wird das denn weggeworfen? Ein Zelt gehört doch nicht ins Gebüsch oder die kaputte Flasche ist jetzt aber echt schlecht für die Eichhörnchen.“
Wesemeyer erklärt: „Umweltschutz ist viel zu abstrakt für die Kinder. Befreien sie aber mit ihren eigenen Händen eine blühende Hecke von Plastiktüten – dann wird Naturschutz greifbar. Selbst die Kleinsten verstehen dann schnell: Müll gehört nicht in die Natur, sondern in die Mülltonne. Und was uns sehr wichtig ist - sie erleben ganz nebenbei, dass sie es selbst besser machen können.“ zg