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Mo., 13. Juni 2016, 16:32 Uhr
Schule in den Weschnitzauen feierte Schulfest mit buntem Programm
„Unsere Schule ist bunt“ – Motto für gemeinsam gelebte Vielfalt
Die Tischkicker spielten nach den Regeln der Turnierleitung – großer Jubel bei gewonnenem Spiel. Foto: Hannelore Nowacki
BIBLIS – Ist die Schule in den Weschnitzauen wirklich bunt? Nein, sagten die Kinder der Klasse 4 a in ihrem Gedicht, aber das Motto des Schulfestes „Unsere Schule ist bunt“ meint gar nicht den Schulbau – „die Menschen sind gemeint - jedes Kind ist anders, diese Vielfalt ist toll“. Das erklärten die Kinder in ihrem Gedicht zu Beginn des einstündigen bunten Programms zum Schulfest am Samstagvormittag. „Alles Banane“ oder doch nicht? Zumindest stimmlich war es völlig egal, ob „schief oder krumm“ gesungen wurde. Musiklehrerin Nora Snaschel machte den Zuhörern Mut, zusammen mit dem Kinderchor „Auenklänge“ dieses Lied zu singen. Mit ihren Blockflötentönen heimsten die Klassen 4 a und b viel Beifall ein. Eindrucksvolle sportliche Leistungen im kunstvollen Pyramidenbau und anderen Übungen auf Matten präsentierten die vierten Klassen. In großer Runde verfolgten die Zuschauer, was auf der Bühne im Schulhof geboten wurde. Viele Tische und Bänke waren aufgestellt, damit es die Gäste auch beim Essen und Genuss von Kaffee und Kuchen gemütlich hatten. Alle Klassen hatten sich etwas einfallen lassen und mit Unterstützung ihrer Lehrer und des Fördervereins ein beachtliches Programm zusammengestellt. Erst nach dem Bühnenprogramm öffneten die anderen Stationen auf dem Schulgelände und auch die leckeren heißen Würste und Brezeln mussten solange warten. Schulleiterin Simone Kurt freute sich, unter den zahlreichen Gästen zum großen Fest der Schulgemeinde auch Bürgermeister Felix Kusicka und Gurkenkönigin Sina I. begrüßen zu können. Der Erlös aus dem Fest komme den Klassen zugute, teilte sie dem Publikum mit. Das Deutsche Rote Kreuz mit dem Jugendrotkreuz beteiligte sich mit Kinderschminken und einem Körperpuzzle, bei dem für die Organe aus buntem Filzstoff die richtige Stelle im Körper gefunden werden sollte. Bei der Jugendfeuerwehr wurde das Feuer auf dem Dach des Brandhauses immer wieder entfacht. Das junge Team mit Betreuern hatte die Lage im Blick und zeigte den Kindern, wie man den Wasserstrahl gezielt einsetzt.
Musikalische und sportliche Vorführungen auf der Bühne begeisterten das Publikum. Foto: Hannelore Nowacki
Mit reiner Muskelkraft und viel Druck bedienten die Jungfeuerwehrleute eine Kübelspritze – ein Spaß, aber im Ernst bei Kleinbränden einsetzbar. Eine riesige Torwand vom Jugendförderverein JfV BiNoWa auf grüner Wiese war die gesuchte Herausforderung für den Fußballnachwuchs. Am anderen Ende des Schulgeländes wurden Tischkicker-Turniere ausgetragen, eine spannende Angelegenheit für Teilnehmer und Zuschauer. Die Turnierleitung vom protokollierte genau die Ergebnisse. Fröhliche Sieger hüpften vor Freude. Jugendwart Werner Hartel vom Sportkreis Bergstraße hatte für die Hüpfburg gesorgt. Bewegung und Basteln standen hoch im Kurs. Spaß ohne großen Aufwand hatten Jutta Luley und Marita Zimara beim „Nüssekullern“ und Hufeisenwerfen im Angebot. Die beiden Lehrerinnen der Klassen 2 a und b hatten zwei Bretter in Schräglage aufgebaut, auf denen die bunt angemalten Walnüsse nach unten kullerten, je weiter, umso besser – genauso beim Weitwerfen der alten Hufeisen. Bildende Kunst, einmal ganz anders, kam ohne Pinsel aus, verlangte aber durchaus Überlegung. Britta Wetzel und Hermann Snaschel vom Förderverein hängten die Kunstwerke der Kinder mit abstrakten Mustern, frisch aus der Wäscheschleuder, an eine große Wand. Jeder konnte mitmachen und am Ende sein Werk mit nach Hause nehmen. Aus Bierdeckeln, Glasmurmeln und Holzdübeln bastelten Kinder an einer anderen Station Kreisel, mit eingebauter Endlosenergie. Drei Stunden lang war der Schulhof in der Freiherr-vom-Stein-Straße ein großes Spiele- und Entdeckerparadies. Hannelore Nowacki