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  • Di., 11. März 2025, 14:25 Uhr
    NATURSCHUTZ: Landschaftspflegeverband Kreis Bergstraße hat Trittsteinbiotope und Laichgewässer eingesetzt / Helfer herzlich willkommen

    Unterstützung für wandernde Amphibien

    Die Stadt Lampertheim engagiert sich gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Kreis Bergstraße, um Amphibien von ihren Winterquartieren im Wald bis zum Teich zu unterstützen.
    Foto: oh

    LAMPERTHEIM – Amphibien überwintern in frostfreien Winterquartieren – meistens im Wald oder in Waldnähe. Wenn die Temperaturen im Frühjahr wieder steigen und es regnet, beginnen die ersten Tiere mit der Wanderung zu ihren Fortpflanzungsgewässern. Dort paaren sie sich und legen Laichballen oder Laichschnüre in die Gewässer, aus denen ihre Kaulquappen schlüpfen und sich entwickeln, bis sie die Gewässer verlassen können. Dann wandern die kleinen Frösche und Kröten im Herbst wieder zurück zu den Winterquartieren. Auf dieser Wanderung begegnen sie vielen Barrieren wie Straßen und Zäunen. Aber auch Trockenheit stellt für Amphibien ein Problem dar, da ihre empfindliche Haut, durch die sie auch atmen, Feuchtigkeit benötigt. Insbesondere auf langen Wanderstrecken, wie sie die Erdkröte zurücklegt, finden die Tiere immer seltener feuchte Verstecke. Umso wichtiger sind Trittsteine auf ihren Wanderungen. Das können Heckenstrukturen oder Stein- und Totholzhaufen sein. Aber auch kleine Gewässer werden zum Aufenthalt und zur Fortpflanzung gerne angenommen. 

    Der Landschaftspflegeverband Kreis Bergstraße e.V. hat mittels Teilförderung der Postcode-Lotterie den Einbau von Edelstahlwannen als Kleingewässer für Amphibien finanziert, die an verschiedenen Orten im Kreis als Trittsteinbiotope und Laichgewässer eingesetzt werden. Zwei große Wannen hat die Stadt Lampertheim so kostenlos erhalten. Sie wurden auf der städtischen Wiese „Im Seefeld“ in Hüttenfeld eingesetzt. Diese hat die Stadt Lampertheim gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Kreis Bergstraße e.V. ausgewählt, da hier jährlich bis zu 1.000 Erdkröten von ihren Winterquartieren im Wald zum Teich hinter der Kleingartenanlage wandern. Inzwischen finden sich auch zunehmend Kreuzkröten ein, die leicht an ihrem gelblichen Streifen auf dem Rücken zu erkennen sind. Sie unterscheiden sich von den Erdkröten auch dadurch, dass sie sich selten hüpfend, sondern eher mausähnlich krabbelnd fortbewegen.

    Bereits seit vielen Jahren engagieren sich ehrenamtliche Helfer an dieser Stelle, um den Amphibien über die Straßen zu den Gewässern zu helfen, bevor sie überfahren werden. Ein Amphibienzaun aus Holz, ergänzt durch einen mobilen Zaun, grenzt die Wiesenfläche deshalb von der Landesstraße L3111 ab. Die wassergefüllten Edelstahlwannen können die Amphibien nun als Laichmöglichkeit oder als Aufenthaltsplatz an trockenen Tagen nutzen. Dort können sie auf den nächsten Regen warten, um dann ihre Wanderung fortzusetzen. Bei Interesse, die Amphibienrettung in Hüttenfeld zu unterstützen, können sich Interessierte beim Fachdienst Umwelt der Stadt Lampertheim, Telefon 06206/935-333 melden. zg

     

     

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