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Do., 02. September 2021, 15:39 Uhr
SPENDE: Vier Riedkommunen erhalten 96.300 Euro von Sparkasse Worms-Alzey-Ried
Unterstützung möglich durch wirtschaftlichen Erfolg
Sparkassenvorstand Dr. Marcus Walden und Vorstandsstableiter Steffen Burdack(links) hatten den Spendenscheck der Sparkasse Worms-Alzey-Ried mit einer Gesamtsumme von 96.300 Euro für gemeinnützige Zwecke mitgebracht - zur Freude von Bürgermeisterin Barbara Schader und der Bürgermeister Rainer Bersch (von hinten links), Gottfried Störmer und Volker Scheib. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT/RIED – Vieles ist im Coronajahr 2021 anders als gewohnt. Das gilt auch für die Spendenübergabe der Sparkasse Worms-Alzey-Ried, die nicht wie gewohnt im geselligen Rahmen an einem Abend in der Vorweihnachtszeit stattfand, sondern am Donnerstag dieser Woche bei strahlendem Sonnenschein draußen vor dem Rathaus, ohne Gäste, im kleinen Kreis der Bürgermeister der vier Riedkommunen mit Gastgeberin Bürgermeisterin Barbara Schader und den Bürgermeistern Gottfried Störmer aus Lampertheim, Volker Scheib aus Biblis und Rainer Bersch aus Groß-Rohrheim. Auf dem großen Spendenscheck, den Sparkassenvorstand Dr. Marcus Walden und Steffen Burdack, Leiter des Vorstandsstabs und Strategie, mitgebracht hatten, stand die Spendensumme in Höhe von 96.300 Euro. Ein Betrag, der auf die vier Kommunen Groß-Rohrheim (6.000 Euro), Biblis (14.000 Euro), Bürstadt (25.200 Euro) und Lampertheim (51.100 Euro) nach Einwohnergröße aufgeteilt wird und für gemeinnützige Zwecke verwendet wird. Beim Gespräch im Rathaus machten die versammelten Bürgermeister deutlich, dass das Geld für Kinder und die Jugendarbeit verwendet wird. „Ein für uns wunderschöner Termin“, kommentierte Bürgermeisterin Schader die Spende und dankte der Sparkasse Worms-Alzey-Ried dafür, gerade „in Zeiten, in denen Banken zu kämpfen haben und unsere Sparkasse durch ihre Präsenz ein ganz wichtiges Fundament in unserer Region ist“. Präsenz war auch das Stichwort, zu dem sichSparkassenvorstand Walden mit Blick auf die Spendenübergabe ebenso erfreut äußerte wie Bürgermeisterin Schader, das das Treffen von Angesicht zu Angesicht stattfinden konnte. „Wir leben vom Kontakt, wenn alles digital ist, fehlt etwas“, meinte Walden. Alle seien geimpft, merkte Bürgermeisterin Schader an. Walden ging ausführlicher auf das Geschäftsmodell Sparkasse ein, das seit bald 200 Jahren von gesellschaftlicher Verantwortung für die Region und nachhaltigem Wirtschaften geprägt sei. Sparkassen müssten nicht wie europäische Großbanken mit weltweit verstreuten Aktionären Gewinnmaximierung betreiben, es gehe darum „auskömmlich zu arbeiten“. Mit einem Teil der erwirtschafteten Überschüsse würden gemeinnützige Vorhaben in der Region gefördert. Ein wichtiges Geschäftsgebiet neben Worms sei der hessische Teil mit den vier Riedkommunen. Das Leben der Menschen besser zu gestalten, sei die Idee, in Lebensbereichen, in denen es um mehr als Geld gehe wie Bildung und Bildungsnetzwerke und Schulen. Eine starke Sparkasse in der Region sei wichtig. Die Sparkasse Worms-Alzey-Ried sei eigenkapitalstark, sehr wichtig, weil eine Sparkasse kein Geld an der Börse aufnehmen könne. Um die Weichen für die Zukunft zu stellen, werde aktuell über eine Zusammenarbeit mit der Sparkasse Mainz nachgedacht, jedoch bleibe es bei der Verbundenheit mit dieser Region und dem Auftritt vor Ort. Schader schätzt die Sparkasse als Partner der Kommunen vor Ort mit tragfähigem Fundament. Über den „Geldregen“ freut sich Bürgermeister Störmer, mit dem unter anderem die frühkindliche Bildung gefördert werde. Dem Sparkassenvorstand gab er als Bitte mit auf den Weg, den Sparkassenmitarbeitern seinen Gruß und Dank zu übermitteln. Bürgermeister Bersch erinnerte sich noch an die Zeit vor 50 Jahren, als er von seinen Eltern ein Sparkassensparbuch erhalten hatte und die fünf Mark Belohnung für eine gute Note sofort aufs Sparkonto kam. In Groß-Rohrheim habe sich die ehemals große Sparkassenfiliale zu einer Servicestation verkleinert, was Bersch dem notwendigen Wandel zuschreibt. Was er brauche, werde dort angeboten. „Danke für das Geschenk - ich nehme gerne Geld mit nach Hause“, meinte Bürgermeister Scheib, „wir können es für unsere vielen laufenden Projekt gut gebrauchen“. Das schöne Biblis sei ebenso wie die Sparkasse innovativ, das passe gut. Die Sparkasse sieht Scheib als Aushängeschild für diese Region. Fast unvermeidlich in dieser Zeit – das Gespräch ging über zu Themen, die mit der Coronakrise aufgekommen sind. Bürgermeister Bersch, weiß, dass es keine Veranstaltung ohne das Gesprächsthema Corona gibt; Bürgermeisterin Schader stellte das Impfen heraus, das in Bürstadt am Freitag beim mobilen Impfteam möglich sei; Bürgermeister Scheib betonte, dass die Verwaltung nur die Regeln weitergebe, die woanders beschlossen werden. Bürger glaubten hingegen öfter, das Rathaus könne eigenständig handeln. „Eine große Herausforderung“. Immer auch ein Wechsel der Vorschriften. Für Vereine sieht Scheib nur die Chance neue Wege zu gehen, innovativ zu sein, schauen was anders möglich ist. Auch der Bibliser Weihnachtsmarkt müsse anders werden, könne nicht so heimelig werden in engen Räumen wie vor Corona. Hannelore Nowacki