Fr., 06. Dezember 2019, 12:38 Uhr
Bürgerversammlung zur Neuberechnung der Niederschlagswassergebühr mit Vortrag und Fragerunde
Unversiegelte Flächen und grünes Dach sparen Geld
Sabine Lerch, Fachdienstleiterin für Steuern und Abgaben und Leiterin des 6-köpfigen Teams Niederschlagswasser. „Kommen Sie zu uns, wir helfen Ihnen weiter“. Die Angaben im Internet auf der Homepage der Stadt Lampertheim würden zusätzlich nach Bedarf ergänzt. Thomas Schramm, bei den Technischen Betriebsdiensten tätig und Fachmann für gärtnerische Themen, stellte in seiner Präsentation zahlreiche Möglichkeiten vor, das eigene Grundstück zu entsiegeln und regenwasserfreundlich zu gestalten, beispielsweise mit Fugenpflastersteinen in der Einfahrt. Durch Dachbegrünung sei eine bis zu 50-prozentige Ersparnis bei den Niederschlagswassergebühren zu erreichen. Eine sogenannte extensive Dachbegrünung sei kostengünstig und biete zusätzlich zahlreiche Vorteile wie Verbesserung des Kleinklimas, Einsparung von Energiekosten und Lebensraum für Insekten sowie Ausgleich starker Temperaturschwankungen mit längerer Dachlebensdauer. Ausführliches Informationsmaterial zum Mitnehmen lag aus, außerdem hatte Schramm ein Modell für einen Gründachaufbau mitgebracht. Zur Frage von Bürgern, warum überhaupt Niederschlagswassergebühren erhoben werden, nahm Bürgermeister Störmer mit Erläuterung des Kommunalabgabenrechts Stellung. Sowohl eine Unter- als auch Überdeckung solle vermieden werden, wobei die Gebühren für Investitionen in die Abwasserentsorgung verwendet werden. Das Klärbecken im Industriegebiet Nord habe beispielsweise über zwei Millionen Euro gekostet. Hannelore Nowacki