
BIBLIS – Die „Bürger für Biblis“ wollen frischen Wind in die Gemeindevertretung bringen, wenn sie bei der Kommunalwahl am 15. März 2026 mit starker Präsenz in die Bibliser Gemeindevertretung gewählt werden – sie treten zum ersten Mal an. Mit offenem Ohr für die Bedürfnisse der Bürger in der Großgemeinde Biblis mit Nordheim und Wattenheim wollen sie dafür sorgen, dass in der Gemeindevertretung sinnvolle Kommunalpolitik mit zügigen Entscheidungen vorankommt und nicht parteipolitisch ausgebremst wird. Im Gespräch mit dem TiP stellte sich der Vorstand vor, um sich mit diesem Schritt an die Öffentlichkeit den Menschen bekannt zu machen und weitere Mitglieder zu gewinnen. Erster Vorsitzender ist Urs Scheib, der bereits seit 2021 als Gemeindevertreter der „Liste Scheib“ direkte lokalpolitische Erfahrung hat. Als Einzelkämpfer habe er nicht das bewirken können, was er sich vorgenommen hatte, bedauert er. Gisela Gibtner und Roland Woll sind die beiden stellvertretenden Vorsitzenden, Irmgard Morys ist Kassenwartin. Erfreulich finden sie, dass es bereits Mitgliederzuwachs gibt – doch es brauche mehr Mitglieder. Denn als starke politische Kraft in Biblis wollen die „Bürger für Biblis“ mit einer überzeugenden Kandidatenliste und vielen neuen Mitgliedern in den Wahlkampf gehen. Da Anfang Januar die Wahlvorschläge eingereicht werden müssen, will der Vorstand alles vor Weihnachten unter Dach und Fach haben. Gesucht sind aktive Mitglieder, die mitgestalten und kandidieren wollen sowie unterstützende Mitglieder. Ein Programm gibt es aus guten Gründen noch nicht, betont Urs Scheib, daran sollen alle mit ihren Ideen mitwirken können, die sich bei „Bürger für Biblis“ engagieren wollen. Ab Mitte Januar tritt der Wahlkampf bereits in seine heiße Phase ein. Interessierte Bürger, die sich einbringen wollen, sind eingeladen zu den offenen Treffen jeden Dienstag ab 19 Uhr im Bürgerzentrum Biblis in der Darmstädter Straße.
Foto: Hannelore Nowacki
Begeisterung für die Kommunalpolitik wecken
Einen ganz großen Wunsch des Vorstands formuliert Roland Woll: „Wir wünschen uns, dass sich viele Leute bei uns einbringen wollen und dass wir aus dem Lager bisheriger Nicht-Wähler viele an die Wahlurne bringen. Besonders an die jungen Erstwähler appelliert die Wählervereinigung „Bürger für Biblis“: Mit ihrer Stimme könnten sie in ihrer Gemeinde viel bewirken. Auf Begeisterung hoffen die „Bürger für Biblis“ sogar. Aus Gesprächen wisse man, dass Leuten häufig nicht geläufig sei, wofür Kommunalpolitik zuständig ist, welche Aufgaben die Gemeindevertretung und auf der anderen Seite ein Bürgermeister hat. Alles Fragen, die bei den Treffen besprochen werden können.
„Das hat das Fass zum Überlaufen gebracht“
Als Stimme aus der Mitte der Bürger versteht sich die neue Wählervereinigung, der direkte Dialog mit den Bürgern stehe im Vordergrund. Zuhören, Ideen aufnehmen und Lösungen gemeinsam entwickeln, in der Gemeindevertretung zukünftig auch über die Fraktionsgrenzen hinweg. Daran hapere es bisher, eine Erfahrung, die Urs Scheib gemacht hat. Vor allem gebe es viele Beschlüsse, deren Vorgaben nicht konkret genug seien, um zügig Ergebnisse zu bekommen. Auch müsse die Zusammenarbeit mit der Verwaltung besser werden – auch hier helfe es das Gespräch zu suchen, miteinander zu reden. Ähnlich sieht Roland Woll die Art der Diskussion in den Ausschusssitzungen, die er als Zuschauer besucht hat. Bei Gisela Gibtner war der Umgang der mehrheitlichen Gemeindevertretung mit dem Marktplatz der letzte Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Rückenwind spüren die „Bürger für Biblis“ durch Gespräche mit Bürgern. Zu den Erfolgsaussichten bei der Kommunalwahl meint Irmgard Morys: „Wir sind guter Dinge, dass wir das schaffen“. Denn an unzufriedenen Mitbürgern mangele es nicht, vieles in Biblis könne besser laufen. Mit Blick auf die knappen Kassen als Dauerthema denkt Urs Scheib vorzugsweise an konsensbasierte Beschlüsse und Augenmaß. Zudem könne sich die Wählervereinigung auf kreative Köpfe stützen. Weitere Infos auf der Homepage www.bürgerfürbiblis.de.
Hannelore Nowacki
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