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Do., 12. März 2020, 09:00 Uhr
Coronavirus: Amtseinführung des Bürgermeisters bei Sitzung der Gemeindevertreter am 18. März
Veranstaltungen der Gemeinde als „rein vorsorgliche Schutzmaßnahme“ abgesagt
Als vorsorgliche Schutzmaßnahme haben sich Rita Schramm, Volker Scheib und Felix Kusicka auf die Absage von Veranstaltungen der Gemeinde und solcher unter Beteiligung der Gemeinde geeinigt. Foto: Hannelore Nowacki
BIBLIS – Die öffentliche Amtseinführung des neuen Bürgermeisters und Verabschiedung von Bürgermeister Felix Kusicka sollte am 25. März im Saal des Bürgerzentrums stattfinden, das wurde abgesagt. Nun wird es eine schlichte Amtsübergabe im Rahmen der nächsten Sitzung der Gemeindevertreter am 18. März werden. „Wir können niemandem verbieten, der öffentlichen Sitzung beizuwohnen – wir bitten aber die Bibliser Bevölkerung davon Abstand zu nehmen, um das Risiko zu minimieren“, appellierte die Gemeindevertretervorsitzende Rita Schramm an die Bürger. Eine gemeinsame Entscheidung war es, die Bürgermeister Felix Kusicka, sein designierter Amtsnachfolger Volker Scheib und die Vorsitzende der Gemeindevertretung nach mehreren Telefonaten und eingehender Beratung getroffen hatten und am Mittwochvormittag der Presse im Sitzungszimmer des Rathauses bekanntgaben: Bis auf weiteres werden Veranstaltungen der Gemeinde und solche unter Beteiligung der Gemeinde wegen der möglichen Ausbreitung des Coronavirus abgesagt, nachdem bereits am vergangenen Sonntag die Sportlerehrung der Gemeinde wegen der „unsicheren Lage in Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt wurde“, wie Bürgermeister Kusicka erklärte. So wurden auch die Osterferienspiele bereits abgesagt. Scheib nannte es einen wichtigen Schritt, um die weitere Ausbreitung des Virus zu vermeiden und betonte: „Ich bin dankbar für diese Entscheidung“. Es sei eine „rein vorsorgliche Schutzmaßnahme“ bekräftigte Schramm die Entscheidung.Neben der Vereidigung werde es mehrere Tagesordnungspunkte geben. Kusicka teilte mit, dass es keine geladenen Gäste und Reden geben werde. Auch auf Sekt und Brötchen wird verzichtet, wie Scheib ergänzte, man werde also nichts verpassen, wenn man nicht komme. Händeschütteln fällt ebenso aus, stattdessen ein Lächeln. „Vielleicht setzt sich das mit dem Lächeln durch in Biblis“, merkte Scheib an. „Wir wollen keine Panik machen“, auch sei ihnen wichtig gewesen, diese Entscheidung im Rahmen eines Pressetermins bekanntzugeben, sagte Schramm. Vereinen und private Veranstaltern könnten nur Empfehlungen gegeben werden, führte Kusicka aus, Veranstaltungen lägen in deren Verantwortung. Allerdings empfehle er, Kontakt zum Kreisgesundheitsamt aufzunehmen. „Wir haben keine Anweisung vom Kreis“, sagte Kusicka. Ebenso gebe es noch keine weiteren Rechtsgrundlagen. Am Vorhaben der Brass Band Biblis, die am Wochenende zwei Konzerte mit jeweils etwa 700 Besuchern durchführen wolle, äußerte Schramm Kritik. Hannelore Nowacki