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  • Do., 06. Juli 2017, 23:15 Uhr
    CDU-Fahrradtour durch die Gemarkung von der Innenstadt bis Riedrode

    Verdichtung in der Innenstadt – große Baukörper Richtung Bobstadt

    Die Teilnehmer der Gemarkungsfahrt machten sich vor Ort ein Bild von der zukünftigen Entwicklung. Am Ende der Lilienthalstraße weitet sich der Blick Richtung Bobstadt. Hier wird das Logistikzentrum entstehen. Foto: Hannelore Nowacki

    BÜRSTADT – Im Schatten des Historischen Rathauses war der Treffpunkt für die traditionelle Fahrradtour der Bürstädter CDU mit CDU-Mitgliedern und mitradelnden Bürger, am Montagabend eine heiße Angelegenheit bei hochsommerlichem Wetter. Alexander Bauer begrüßte mehr als zwanzig Teilnehmer und umriss die Stationen von der Mainstraße zum Bahnhof, von dort zur Lilienthalstraße, an der das projektierte neue Gewerbegebiet „Am Brückelsgraben“ Richtung Bobstadt auch in die Höhe wachsen wird. Vom Freizeitkickergelände führte die Tour nach Riedrode, wo es um die Radwegeanbindung und den gemütlichen Abschluss im Vereinsheim der SG Riedrode mit Steaks und Bratwurst vom Grill ging. Fraktionsvorsitzender Jürgen Eberle hatte zur Gemarkungsrundfahrt eingeladen, die um die Ecke zunächst zum provisorischen Parkplatz in der Mainstraße führte. Bis Ende des Jahres werden hier 43 Stellplätze entstehen, zum Teil mit drei Metern Breite für behindertengerechtes Parken. Die Begrünung werde integriert, versicherte Eberle auf kritische Nachfrage. Bedenken hatte Ortslandwirt Richard Schöcker, der hier lieber Wohnbebauung gesehen hätte, um landwirtschaftliche Flächen außerhalb zu schonen. Mit Blick auf den schräg gegenüber liegenden Wohnpark Mainstraße mit 26 Wohnungen in viergeschossiger Bauweise, betonte Bauer, dieser sei „hervorragend gelungen“. Drei bis vier Geschosse, in die Höhe bauen, seien der Trend. „Das muss man akzeptieren, wenn man nicht Fläche verbrauchen will“. Die Nachfrage sei riesengroß. Für Bobstadt erhofft sich Bauer, dass ein ähnliches Projekt gelinge. Von der neuen Mitte habe die CDU schon vor zehn Jahren gesprochen, ohne CDU hätte es die Investitionen in dieser Form nicht gegeben, zeigte sich Bauer überzeugt. Am Bahnhof angekommen, erklärte Eberle die Planungen, die unter anderem eine barrierefreie und schrankenfreie Überquerung der Gleise zwischen Industriestraße und Bahnhof ermöglichen werden. Öffentliche WC-Anlagen seien kein Problem, denn man könne an jedem Standort, am Bahnhof wie auf dem Freizeitkickergelände Toiletten beispielsweise in Form von Litfaßsäulen installieren. Gute Aussichten, die den Teilnehmern augenscheinlich gefielen. Weiter ging die Fahrt dorthin, wo zurzeit das Gewerbegebiet endet und der Blick über Felder und Flur schweift, am nahen Horizont ist Bobstadt mit dem Kirchturm der Pfarrkirche St. Josef zu sehen, weiter vorne, am Einkaufszentrum Nord steht der hohe Stern einer Spielhalle. Wie mit Lineal gezogen endet hier die Lilienthalstraße, die in der Kurve in die Dieselstraße übergeht. Lastwagen stehen und fahren hier, drei riesige Brummer fuhren allein zu abendlicher Zeit vorbei, während Bauer die Pläne für das neu entstehende Gewerbegebiet „Am Brückelsgraben“ erläuterte. Richtung Bobstadt werde die Firma Dietz das Verteilzentrum für Rossmann mit großen Baukörpern erstellen. Einige Erklärungen über die zur Verfügung stehenden Flächen und einen „Abzweigungsantrag“ folgten. Bis 2020 könne eine Fläche von 28 Hektar entwickelt und zur Bebauung freigegeben werden. Auch LKW-Stellplätze und Infrastruktur für die Fahrer könnten entstehen, eine LKW-Waschanlage und Gastronomie sei denkbar. Im zweiten Bauabschnitt werde das Gebiet Brückelsgraben Nord Richtung Bobstadt entwickelt, das ebenso wie im Baugebiet Mittelfeld Nord für kleinflächige und ortsansässige Unternehmen vorgesehen sei. „Wir sind eine attraktive Wohnstadt, aber wir wollen auch Gewerbeentwicklung und Arbeitsplätze vor Ort haben“, meinte Bauer. An weitere „Vorzeigebetriebe“ wie die Firma Furniture denkt Bauer. „Wir wollen keine Logistikwüste werden“, sagte Bauer und Eberle wies auf landwirtschaftliche Ausgleichsflächen hin. Ein langer Atem sei bei der Grundstücksverfügbarkeit der entscheidende Schlüssel. Ausgleichsmaßnahmen seien festgelegt und führten sogar zur ökologischen Aufwertung und Steigerung der Vielfalt, versicherte Bauer. Ein Thema, das Ortslandwirt Richard Schöcker zur energischen Wortmeldung veranlasste. „Die Landwirte werden sich mit aller Macht gegen die innerörtliche Umgehungsstraße wehren“, kündigte er an. Da vier Gräben mit Brücken überwunden werden müssten, koste dies die Bürger trotz Zuschuss viel Geld. Mit der Anbindung des neuen Gewerbegebiets über den Bobstädter Kreisel gebe es dagegen kein Problem. Hannelore Nowacki

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