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  • Do., 31. August 2017, 11:49 Uhr
    Fünf Bundesligakämpferinnen und Bundesligakämpfer in den eigenen Reihen

    Vereinsrekord beim 1. Judo-Club Bürstadt

    Starten mit ihrem Zweitstartrecht für große Bundesligavereine: Die Bürstädter Lena Kilian, Sabrina Meißner, Ian Störmer, Mirco Ohl und Lars Kilian. Foto: Stephan Müller


     

    BÜRSTADT - Seit nunmehr fast 40 Jahren besteht der 1. Judo-Club Bürstadt 1978 e.V. und hatte in dieser Zeit schon so einige bemerkenswerte sportliche Erfolge aufzuweisen. Der jüngste achtbare Erfolg des Bürstädter Vereins ist, dass dieser mittlerweile fünf Athletinnen und Athleten in seinen Reihen hat, die ihr Zweitstartrecht in der Bundesliga für größere Vereine wahrnehmen. Das ist in der Vereinsgeschichte bis dato ein Novum. Aus diesem Grund beantworteten Sabrina Meißner, Lena Kilian, Lars Kilian, Ian Störmer und Mirco Ohl einige Fragen zu ihrem bisherigen sportlichen Werdegang, zu ihren größten Wettkampferfolgen und zu verschiedenen anderen Themen rund ums Judo. Hier eine kleine Auswahl der Antworten unserer sympathischen Bürstädter Judoka: Sabrina Meißner, die seit zwei Jahren in der Gewichtsklasse +78 kg für KimChi-Wiesbaden kämpft, antwortete auf die Frage nach ihrer Hauptmotivation in ihrer Sportart, dass sie den Kampfsport und die Selbstverteidigung an sich schon immer erlernen wollte und sie gerade das kämpferische Element daran mag. Zudem würde man im Judo auch immer neue Leute und gute Freunde kennenlernen. Auch die eigene Familie spiele eine große Rolle, die immer hinter ihr stünde, wie auch die Trainer und die Trainingspartner, ohne die der sportlicher Erfolg nicht möglich wäre. Sabrina Meißners größter Einzelerfolg war der siebte Platz bei den Deutschen-Einzelmeisterschaften U18 in Herne. Der junge Ian Störmer ist seit diesem Jahr für die 1. Bundesliga startberechtigt und kämpft bereits für den JC Rüsselsheim mit dem er das diesjährige Ziel Klassenerhalt schaffte. Ians größte Einzelerfolge waren der 1. Platz beim DJB-Sichtungsturnier U16 in Duisburg 2015, in 2016 und 2017 jeweils der 3. Platz bei den Deutschen Einzelmeisterschaften U18 und die Nominierung durch den Bundestrainer für das EYOF 2017 in Ungarn (gleichsam Olympische Spiele für Jugendliche und Nachwuchsathletinnen und Athleten). Ians persönliche Ziele wirken sehr bescheiden: So sagt er, dass er im nächsten Jahr in die Altersklasse U21 wechselt und sich dort zunächst gegen die körperlich vielleicht noch etwas robusteren Sportler erst einmal behaupten will. Für Ian steht im Vordergrund, dass er seine persönliche Leistung Tag für Tag etwas weiter verbessert. Dazu sei ihm seit drei Jahren vor allem seine Trainerin Nadine Müller quasi täglich und an vielen Wochenenden unheimlich hilfreich, wofür er sehr dankbar sei. Ians persönliche Vorbilder findet man vor allem im internationalen Judo. So hofft er eines Tages so perfekte Techniken wie die Japaner zu beherrschen, so eine Kraft wie die Georgier zu haben und so schnell wie die Koreaner zu sein. Der älteste und erfahrenste der fünf Bundesligisten ist der für das 1. Judoteam Heidelberg/Mannheim e.V. kämpfende Mirco Ohl, der in der Gewichtsklasse über 100 kg fleißig Punkte sammelt. Mirco ist in der letzten Saison mit seinem Team Regionalligameister 2016 geworden und machte damit den Aufstieg in die 2. Bundesliga und für sich einen Traum war. Die Etablierung in der Bundesliga ist für Mirco ein persönliches Ziel, dabei möchte er eine positive Sieg-Statistik erreichen, was er auch für realistisch hält. Bei der Frage nach seinen Lieblingstechniken sagte der sympathische Bürstädter mit einem Augenzwinkern, er sei nie ein besonders großer Techniker gewesen, aber dass es sich mit seinen langen Beinen ganz gut herumhakeln und zwischen den Füßen des Gegners stören ließe. Bei der Frage welche Rolle Familie, Freunde, Trainingspartner und Trainer für Mirco spielen, stellte Mirco vor allem die Leistung seiner Mutter in den frühen Judojahren heraus. Er möchte ihr dafür danken, dass sie bestimmt 1.000 oder mehr Stunden in irgendwelchen Sporthallen auf unbequemen Bänken gesessen hat während er auf seine Kämpfe auf Turnieren gewartet habe. Die beiden Geschwister Lena und Lars Kilian runden die Fünferrunde der Bundesligakämpfer schließlich ab. Lena Kilian kämpft, ebenso wie Sabrina Meißner, für das Bundesligateam des KimChi Wiesbaden und ihr Bruder Lars Kilian, der zur Zeit für ein Jahr in Australien lebt und dort einen renommierten Verein beim Training unterstützt, kämpfte noch diese Saison wie Ian Störmer für den JC Rüsselsheim in der 1. Bundesliga. Von den beiden Geschwistern wird sportlich sicherlich, ebenso wie von den anderen, noch einiges Positives zu hören sein. zg

     

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