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  • Fr., 03. Mai 2024, 09:57 Uhr
    FEUERWEHR: Tausende Besucher und 100 Helfer beim Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Mitte

    Vergnüglicher Tag mit großem Interesse an Fahrzeugen und Technik

    Entdeckerparadies für Kinder waren die Fahrzeuge und Gerätschaften der Feuerwehr. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Wie ein sommerliches Volksfest wirkte das bunte Treiben bei der Freiwilligen Feuerwehr Mitte am Maifeiertag beim „Tag der offenen Tür“. Auf dem weitläufigen Gelände lockten eine Hüpfburg, das Feuerwehr-Rettungsboot zum Erklettern, ein großer Sandkasten für die Kleinen beim THW und viele Spiele. Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen standen Spaß und Spiel auf dem Programm, gerne saßen die Besucher zum Essen draußen. Aus der heißen Küche kamen die Köstlichkeiten wie Schnitzel mit Spargelgemüse und große Portionen Pommes mit Currywurst auf die Teller. In der Cafeteria erwartete die Besucher eine große Auswahl selbst gebackener Kuchen und der beliebte Erdbeerbecher. Die Tore zu den Fahrzeughallen standen weit offen für die Besucher, die in einer Halle über zwei Stunden von der Katholischen Kirchenmusik unter der Leitung von Markus Niebler abwechslungsreich von Abba bis Nessaja aus Tabaluga unterhalten wurden. In der anderen Halle offenbarte ein großes Löschfahrzeug HLF 20 mit 2.000-Liter-Wassertank sein Innerstes. Ein kraftvoller Rettungsgreifer ist bei technischen Hilfeleistungen wichtig, zum Beispiel bei Autounfällen. Man kann aber auch mit Geschick einen Tennisball greifen und diesen von einem auf ein anderes Verkehrshütchen setzen, das gelang mit viel Konzentration und fachlicher Unterstützung großen und kleinen Besuchern. Das neue Hygiene-Fahrzeug faszinierte Erwachsene und Kinder gleichermaßen, perfekt rot glänzend stand es mit offenen Türen einladend da – hinten gehen die Feuerwehrleute nach einem Brand hinein, legen die Kleidung nach Vorschrift ab und reinigen Hände und Kopfbereich am Waschbecken von gesundheitsschädlichen Substanzen aus dem Rauch. Im Kreis Bergstraße gebe es bislang nur wenige Fahrzeuge dieser Art, erklärte der Erste Vorsitzende des Feuerwehrvereins Markus Schütz im Gespräch mit dem TiP.

    Das Hygienefahrzeug fand großes Interesse. Foto: Hannelore Nowacki


    Die handwerklich versierten Feuerwehrleute hatten den kompletten Innenausbau des alten Postautos übernommen und bei Gesamtkosten von 52.000 Euro die Finanzen der Stadt geschont. Was wohl die Kleidung und persönliche Ausrüstung bei einem Einsatz wiegt? Erster Stadtrat Marius Schmidt probierte es aus – über 20 Kilo wiegen allein schon Jacke, Hose und Helm, ebenso schwer ist der Schlauchtragekorb. Da staunten Besucher und fragten Hauptfeuerwehrfrau Chantal Mester aus Hüttenfeld, ob es für die Frauen leichtere Ausrüstung gebe. Nein, die Frauen haben und machen das gleiche wie die Männer, klärte sie auf. Abordnungen der anderen Lampertheimer Feuerwehren, aus Biblis und Nordheim, Bürstadt und Bobstadt waren unter den Besuchern. Die Groß-Rohrheimer Feuerwehr hatte morgens einen Einsatz, bei dem auch ein Löschzug der Feuerwehr Lampertheim Mitte zu Hilfe geeilt war. Mit rund 100 Einsatzkräften, 40 Kindern in der Kinderfeuerwehr und 35 Kräften in der Jugendfeuerwehr, sei man in Lampertheim Mitte gut aufgestellt, teilte Schütz mit. Beim „Tag der offenen Tür“ waren mehr als 100 Helfer im Einsatz, auch Familienangehörige beteiligten sich bei der Bewirtung, bei Auf- und Abbau. Das THW stand auf eigenem Gelände mit Fahrzeugen und Infos bereit. Eine Abrollbehältermulde war als Sandkasten für die kleinen Besucher umfunktioniert. Nicht nur auf dem Wasser sind die Retter der DLRG engagiert, die Lampertheimer Ortsgruppe hat auch vier Hunde und acht Hundeführer, die wie Mogli, der Collie von Kai Wendel, vermisste Menschen suchen. Ein Höhepunkt war der Löschangriff einer Gruppe der Jugendfeuerwehr nach Feuerwehrdienstvorschrift 3. Hinter dem Absperrband hatte sich eine große Zuschauermenge versammelt, in vorderster Reihe viele erwartungsvolle Kinder. Ralf Klotzbach erklärte den Zuschauern auch, was bei einem Brand zuhause zu tun ist, auf jeden Fall immer die Feuerwehr alarmieren. Wichtig auch, das Auto nicht vor einem Hydranten zu parken. Am Schluss spendeten die Zuschauer Applaus.

    Hannelore Nowacki

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