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  • Fr., 25. April 2025, 09:50 Uhr
    FREIGABE: Sanierung der Kornstraße in Groß-Rohrheim termingerecht abgeschlossen / Restarbeiten an Gehwegen

    Verkehr rollt wieder durch die Hauptverkehrsader

    An der Kehr im Bereich Kornstraße und Rheinstraße wurde der Verkehr offiziell freigegeben. Foto: Hannelore Nowacki
    Foto: Hannelore Nowacki

    GROSS-ROHRHEIM – Seit Donnerstagnachmittag rollt der Verkehr wieder durch die Kornstraße – wie geplant nach 13 Monaten Sanierungsarbeiten und Sperrung dieser Hauptverkehrsader für den Fahrzeugverkehr. Eine Baustellenampel regelt noch den einspurigen Verkehr, bis in etwa zwei Wochen auch die Restarbeiten an Gehwegen abgeschlossen sind. Zur offiziellen Verkehrsfreigabe hatten KMB (Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße), Bürgermeister Karsten Krug und Landrat Christian Engelhardt eingeladen – gekommen waren Mitglieder des Gemeindevorstandes und der Gemeindevertretung sowie Mitarbeiter und zwei Mitglieder des Verbandsvorstandes des KMB und Mitarbeiter der ausführenden Firmen und interessierte Bürger. KMB-Geschäftsführer Frank Daum zeigte sich zufrieden mit der erfolgreichen Umsetzung des Projekts, das insgesamt 2,6 Millionen Euro gekostet hat. Mit einem Anteil von 1,34 Millionen Euro ist der Kreis Bergstraße an der Sanierung beteiligt, da die innerörtliche Kornstraße auch eine Kreisstraße (K 41) ist. Die Gemeinde Groß-Rohrheim kommt mit 985.000 Euro für die sogenannten Nebenflächen, Gehwege und Beleuchtung auf. Das Land Hessen und Hessen Mobil förderten die Sanierung des Kanalsystems mit rund 265.000 Euro. An Fördermitteln sind insgesamt rund 1,1 Millionen Euro geflossen, davon gingen 714.000 Euro an den Landkreis und 371.000 Euro an die Gemeinde Groß-Rohrheim. KMB-Geschäftsführer Daum sprach von einem strammen Zeitplan seit dem ersten Spatenstich im März letzten Jahres. 

    Zuschauer spendeten zur offiziellen Verkehrsfreigabe Applaus.
    Foto: Hannelore Nowacki

    Die OP am offenen Herzen, wie Bürgermeister Krug diese Baumaßnahme an der Hauptverkehrsader damals genannt hatte, sei termingerecht fertig geworden. „Straßen sind systemrelevant, ohne Straßen funktioniert gar nichts“ betonte Daum mit Blick auf die Finanznot der Kommunen. Den Anwohnern, die im Dialog Verständnis für die Einschränkungen und Sperrungen gezeigt hätten, dankte Daum. Die Kornstraße bis im Kreuzungsbereich Rheinstraße sei grundhaft erneuert und die Gehwege, die teilweise nur 50 Zentimeter breit waren, regelkonform ausgebaut worden. Die Straße wurde einen halben Meter tief abgetragen. Auch Landrat Engelhardt betonte die Bedeutung der Straßen in der Infrastruktur „als Lebensadern unserer Siedlungen“. Das koste die Landkreise und Kommunen in angespannter Finanzlage eine Menge Geld. Dazu komme, dass Infrastruktur schneller kaputt gehe als man glaubt: „Eigentlich werden wir nie fertig“. Schon ein LKW belaste die Straßen wie 160 PKW. Für Landkreise und Kommunen mahnte Engelhardt eine bessere Finanzierung an. „Ich bin froh, dass wir endlich wieder durch die Unterführung fahren können“, sagte Bürgermeister Krug mit Blick auf die vielen Kilometer Umweg, die gefahren werden mussten. Krug erinnerte daran, dass die Gemeindevertretung bereits am 12.12.2012  mehrheitlich einen Umbau beschlossen hatte, der dann zehn Jahre später durch erneuten Beschluss auf den Weg gebracht wurde. 

    Hannelore Nowacki

    In der Kornstraße wird noch etwa ein bis zwei Wochen an Gehwegen gearbeitet, die Baustellenampel regelt den einspurigen Verkehr.
    Foto: Hannelore Nowacki

    Info
    Wie der KMB mitteilt, umfasste die Erneuerung rund 3.400 Quadratmeter Fahrbahn, rund einen Kilometer Borde und Entwässerungsrinnen sowie die Herstellung von rund 160 Quadratmetern PKW-Parkflächen. Gehwege wurden auf rund 2.000 Quadratmetern verbreitert und mit behindertengerechten Übergängen in Kreuzungsbereichen angelegt, was auch der Schulwege-Sicherung diene. „Fahrradangebotsstreifen“ wurden neu markiert und neu angelegt. Pflanzinseln und fünf Baumstandorte wurden geschaffen. Ein neuer Hauptkanalabschnitt mit einer Länge von zwölf Metern und drei neue Kanalschächte wurden eingebaut, zu 27 Häusern wurden rund 120 Meter Anschlussleitungen erneuert.  

     

     

     

     

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