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  • Di., 13. Juli 2021, 14:05 Uhr
    FREIZEIT: Kanu-Club und Stadt starten gemeinsames Pilotprojekt / KC bietet Einsteigerkurs 

    Verleihstation für Stand-Up-Paddling eingeweiht

    Der Kanu-Club und die Stadt Lampertheim machen beim Stand-Up-Paddling gemeinsame Sache: v.l. Sportwartin Ulrike Gliem, Kanute Matteo Maurer, Bürgermeister Gottfried Störmer, KC-Chef Torsten Ohl, Uwe Becher (Leiter Fachbereich Verkehr, Sicherheit und Ordnung), SUP-Instructorin Petra Bert und Dirk Dewald vom Stadtmarketing. Foto: Petra Gahabka


    LAMPERTHEIM – Der Kanu-Club (KC) hat vor einigen Wochen sein Angebot um die Abteilung Stand-Up-Paddling (SUP) erweitert. Neben Kursen und dem wöchentlichen Treff gibt es am Vereinsgelände in der Saarstraße nun auch eine Verleihstation für Paddleboards. Der KC und die Stadt Lampertheim rühren fleißig die Werbetrommel für das gemeinsame Pilotprojekt.  

    Stand-Up-Paddling ist eine Wassersportart polynesisch-hawaiianischen Ursprungs, bei der man aufrecht auf einem dem Surfboard vergleichbaren Brett steht und mit einem Stechpaddel für Vortrieb sorgt. KC-Chef Torsten Ohl hat schon einige Runden auf dem Altrhein gedreht und ist in vielfacher Hinsicht begeistert: „Wir möchten den Menschen in Lampertheim und der Metropolregion Rhein-Neckar die Möglichkeit geben, diesen wunderschönen Fleck aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Vom Wasser aus nimmt man die Gegend ganz anders wahr.“ Leuten, die schon da waren, habe es sehr gut gefallen. Das Stand-Up-Paddling werde als Pilotprojekt gestartet, um zu schauen, wie es von den Einheimischen, aber auch Menschen aus der Umgebung angenommen wird. „Uns würde es freuen, wenn es die nächsten Jahre dann auch weitergeht“, so Ohl. 

    Demnächst soll das Angebot noch um Kurse wie Fitness und Yoga erweitert werden, „Liegestütze, Kniebeugen, Sit-ups, alles was auf dem Boden möglich ist, wird aufs Wasser verlegt.“ Das sei laut Petra Bert, die über den Winter die Ausbildung zur SUP-Instructorin absolviert hat, voll im Trend. „Weil man auf die Balance achten muss und demzufolge Ausgleichsbewegungen macht, hat man ständig Körperspannung“, erklärte das Vereinsmitglied, das seit April wochenends Einsteigerkurse gibt. Diese richten sich an alle, die das SUP-Paddeln erlernen möchten, unabhängig vom Alter. Kinder sind in Begleitung von Erwachsenen willkommen. Die Kosten für den zweistündigen Workshop, in dem über Ausrüstung und Sicherheitsverhalten informiert wird und der Umgang mit dem Board und verschiedene Paddelschläge erlernt werden, betragen inklusive Boardmiete 40 Euro für KC-Mitglieder und 50 Euro für Nichtmitglieder. Zusätzlich bietet Bert für Vereinsmitglieder donnerstags von 17.30 bis 19 Uhr einen SUP-Treff an. Voraussetzung für die Teilnahme an allen Angeboten ist die Schwimmfähigkeit. 

    Für die Ausleihe des SUP-Equipments – übrigens kontaktlos und bargeldlos - steht in unmittelbarer Nähe des Bootshauses ein mit Holz verkleideter Container der Firma Kolula zur Verfügung. Die Buchung erfolgt ganz unkompliziert über die Internetseite www.kolula.com oder die App. Aktuell sind die Fächer mit acht Boards plus Paddel und Sicherheitsleine bestückt, ließ Torsten Ohl wissen. Sollte der Zulauf größer werden, kann auf ein Dutzend aufgestockt werden. An der Verleihstation soll demnächst noch eine Tafel mit den „10 goldenen Regeln“ zum richtigen Verhalten auf dem Altrhein und dem angrenzenden Naturschutzgebiet Biedensand angebracht werden.  

    „Das ist auch aus unserer Sicht ein sehr positiver Baustein, das touristische Angebot in dieser Art nach vorne zu bringen“, betonte Bürgermeister Gottfried Störmer bei der Zusammenkunft. Der Altrhein sei natürlich hervorragend zum Anschauen und Spazierengehen, aber das reiche eben nicht jedem. Wer vom Wasser aus etwas erleben möchte, der könne nun auch dieses Angebot nutzen. „Die Natur von einer ganz anderen Seite betrachten, das ist das, was wir fördern.“ Es gebe in Lampertheim, wenn etwas Neues kommt, auch immer wieder mal Vorbehalte. Doch das Ganze sei ein Pilotprojekt. „Wenn es einschlägt und tatsächlich eine relevante Sache wird, dann ist das sicherlich sehr schön und freut uns dann auch.“ Natürlich stelle sich die Frage nach der Nachbarschaft, nach Lärm und Schmutz. Das seien aber Dinge, die müsse man eben ausprobieren. Apropos ausprobieren: Der Rathauschef kann sich durchaus vorstellen per Stand-Up-Paddling den Altrhein zu erkunden. 

    Infos und Kursanmeldung unter www.kc-lampertheim.de und per E-Mail unter SUP@kc-lampertheim.de, Verleih Stand-Up-Paddling unter www.kolula.com Petra Gahabka

     

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