ENTPFLICHTET: Abschied von Pastor der Liebenzeller Gemeinde Hofheim
Vertrauen im Umbruch
Nach zehn Jahren Dienst in Hofheim wird Pastor Luz mit Familie nach Vörstetten verabschiedet. Foto: oh
HOFHEIM – Mit einem großen Festgottesdienst am Sonntag, dem 23. Juli wurde nach zehn Jahren Dienst in der Liebenzeller Gemeinde in Hofheim Pastor Luz mit seiner Frau Anne-Katrin und Kindern verabschiedet. Die neue Heimat der Familie wird in Vörstetten im Landkreis Emmendingen sein. Bis in Hofheim ein neuer Pastor seinen Dienst antritt, wird die Gemeinde vorübergehend ehrenamtlich geleitet werden und von Pastoren aus befreundeten und Nachbar-Gemeinden in den Gottesdiensten unterstützt. Die Angebote der Krabbelgruppe und auch der Senioren-Treff Bibel + Brezel am letzten Freitag im Monat, iniziert von Matthias Luz, werden weiter stattfinden. Auch die musikalische Früherziehung, die von Anne-Katrin ins Leben gerufen wurde und über die Jahre hinweg von ihr betreut wurde, hat eine Nachfolgerin gefunden. So wird Familie Luz Hofheim nicht verlassen ohne bleibende Spuren hinterlassen zu haben in Ihrer Gemeinde, aber auch in Hofheim im allgemeinen, wie Alexander Scholl (Ortsvorsteher) und Heike Kissel-Eltrop (Leiterin des Familienzentrums) im Festgottesdienst am Sonntagmorgen in Ihrem Grußwort betonten. Heike Kissel-Eltrop bedankte sich explizit für die Zusammenarbeit mit Matthias Luz bei der Ankunft der ersten Flüchtlingswelle aus der Ukraine und überreicht eine symbolische Friedenstaube als Holzstecker für das neue zu Hause. Alexander Scholl freute sich über die Zusammenarbeit mit dem Pastor beim Weihnachtsmarkt und anderen Veranstaltungen und zitiert Wilhelm Humboldt 'Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.' Auch Pfarrer Mett stieß noch gegen Ende des Gottesdienstes hinzu und grüßte die gesamte Festgemeinde sowie die scheidende Pastorenfamilie. Er bedankte sich für die gemeinsame Zeit in Hofheim. Für ihn war gerade das persönliche Verhältnis zu Matthias Luz wichtig. Er sprach von einer Freundschaft und einigen guten Gesprächen auf pastoraler Ebene. Entpflichtet, das ist die offizielle Bezeichnung für die Verabschiedung im Gottesdienst, wird Matthias und seine Frau von Michael Tscherny. Zum Thema 'Vertrauen im Umbruch' macht er, am Beispiel von Mose, Mut zum einen der scheidenden Familie, die nun ein neues Zuhause und den Dienst in einer neuen Gemeinde antreten wird, zum anderen der Gemeinde, die nun in Eigenverantwortung eine Zeit der Vakanz überbrücken muss. Aus Moses Leben können wir auch für uns ableiten, dass Gott die Herausforderungen unseres Lebens sieht und uns in diesen nicht alleine lässt und im Vertrauen losgehen gehört zusammen. Gott will uns Menschen gebrauchen. Ist die Botschaft von Michael Tscherny in der Predigt des Festgottesdienstes. Ein großer Blumenstrauß aus einzelnen Rosen, überreicht von Gemeindegliedern indem sie ihren Dank ausdrücken für die vielen großen und kleinen Dinge der gemeinsamen Zeit mit der Familie Luz rundet den Abschiedsgottesdienst ab. Nach einer Sommerpause wird der erste Gottesdienst der Gemeinde am 20. August um 10.30 Uhr auf der Wiese des Gemeindehauses stattfinden. Dazu wird herzlich eingeladen. zg