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  • So., 01. Dezember 2019, 13:04 Uhr
    „tanzebene“ bringt überwältigendes tänzerisches Können auf die Bühne / Hans-Pfeiffer-Halle restlos ausverkauft

    Verwünscht – das Tor in die Wirklichkeit

    Giselles (2. v.l.) beste Freundin, der weiße Vogel "Anna" (2. v.r.), warnt Robert (li.) und Prinz Edward (re.) vor den Machenschaften der bösen Königin. Foto: Nadine Schütz


    LAMPERTHEIM – Rund 300 Tänzerinnen und Tänzer verwandelten am Wochenende die Hans-Pfeiffer-Halle in ein großes Theater. Und großes Theater war zweifelsohne geboten: Monate zuvor begannen sie, sich auf den tänzerischen Höhepunkt des Jahres vorzubereiten. Ein Jahr hat es in Anspruch genommen, bis aus der Idee eine Publikum-verzaubernde Aufführung wurde. Am Samstagabend zeigte sich: Die große Herausforderung war geglückt. Es sei nicht einfach, eine so komplexe Geschichte tänzerisch darzustellen, erklärte Michaela Zloic, Leiterin der „tanzebene“, in ihrer Begrüßungsansprache. „Ich bin sehr, sehr froh, dass ich immer wieder so große Unterstützung erhalte“, bedankte sie sich bei ihrer Familie, bei Freunden und den helfenden Eltern der Tanzschüler und natürlich auch ihrem Team. Die wunderbare Vorbereitungszeit habe viel Spaß gemacht und durch die reibungslose Zusammenarbeit mit „CulturCommunal“ habe sie viele Anregungen mitgenommen.

    Wer den Disney-Film „Verwünscht“ kennt, weiß um die Handlung, in der Giselle im Märchenland von der bösen Königin in den Wunschbrunnen gestoßen wird, damit deren Stiefsohn Prinz Edward sie nicht zur Frau nimmt und somit den Thron einfordert. Giselle jedoch landet im realen New York, lernt dort Robert kennen und erfährt, wie das Leben wirklich tickt. Um sie zu retten, folgen ihr Prinz Edward und ihre beste Freundin, der weiße Vogel Anna. Romantische Gemüter dürfen sich erleichtert zeigen, denn diese zauberhafte Geschichte wird ein gutes Ende finden.

    Die Komplexität der Handlung zeigt, dass bei der Umsetzung viel Kreativität, Phantasie und schauspielerisches Talent gefordert waren. Gleich drei Bühnenbilder waren im Einsatz und bildeten die Kulissen für das Märchenland, das Tor in die Wirklichkeit und das moderne New York. Neben den konkreten Charakteren – sowohl Menschen, Fabelwesen als auch Tieren – fanden sowohl nicht körperhaft darstellbare Rollen wie Licht und Wasser als auch Gefühle wie Liebe und Wut zu gekonnter Umsetzung. Mit ihrem tänzerischen Ausdrucksvermögen und den phantasievollen Kostümen gelang es den Akteuren spielend, die Zuschauer zu fesseln und zu begeistern.

    Sämtliche Stilrichtungen in allen Altersklassen, die in der „tanzebene“ unterrichtet werden, fanden in diesem Stück Einzug: klassisches Ballett, Spitzentanz, Jazz Dance und Hip Hop mit Elementen aus dem Breakdance. Mit einer übersichtlichen Choreographie gewannen sogar die Allerkleinsten mit gerade einmal vier Jahren die Zuschauerherzen für sich und ernteten herzlichen Beifall. Immer wieder brachten die Darsteller die Zuschauer zum applaudieren. Als sich jedoch sämtliche Tänzerinnen und Tänzer zum Finale auf der Bühne einfanden wandelte sich der große Applaus in eine begeisterte Standing Ovation. So verabschiedeten sich die Darsteller mit gewunkenen Dankesgrüßen und entließen ihr verzaubertes Publikum in den noch jungen Abend. Nadine Schütz

     

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