Herbstferienspiele nach fünf Tagen zu Ende – Abschluss mit Theater und Zirkus
Viel gelernt und selbst ausgedacht
Schaurig schön war das Theaterstück mit dem „Gruselkabinett“, Nebel waberten dann und wann, Geister und Vampire trieben ihr Unwesen. Foto: Hannelore Nowacki
BIBLIS – Zum Abschluss der Ferienspiele in der sonnendurchfluteten Riedhalle waren die Kinder gut drauf, so wie in den vier Tagen zuvor. Kein Wunder, denn die Ferienspiele tragen auch den Titel „GUTDRAUF-Herbstferienspiele und fanden zum achten Mal unter der Leitung der Sportjugend Bergstraße mit Unterstützung der Gemeinde Biblis statt, gemeinsam mit der Sportjugend Hessen und dem Einrad-Zirkus vom Radfahrer-Verein Biblis. Für die Kinder im Alter von sechs bis dreizehn Jahren gab es fast unendlich viele Möglichkeiten Spaß zu haben. Kreativität, Bewegung und Teamarbeit standen im Mittelpunkt. Eine ganze ausgehöhlte Kürbisgalerie wartete am Freitag darauf, in der Dunkelheit leuchten zu dürfen. Das saftige Kürbisfleisch hatten die Kinder mit Löffelwerkzeugen fleißig herausgekratzt und Masken geschnitzt. Zwischendurch mal ein Brettspiel wie Mensch-ärgere-dich-nicht kam auch gut an. Viel Platz bot die Riedhalle für alle rollenden Räder vom Inliner bis zum Kettcar und Waveboard – elegant oder auch rasant legten sich die Kinder in die Kurven. Geduld und Übung erfordert das Einradfahren, eine Herausforderung, der sich einige Mädchen mit Begeisterung stellten. Von den Ferienspielen gab es so viel zu berichten, dass die jungen Reporter ihre Artikel schön füllen konnten. Zur Halloweenparty am Donnerstag hatten sich die Ferienspielkinder schaurig schön geschminkt. Geister, Vampire und Dämonen mit gruselig bemalten Gesichtern wurden auch am Freitag für das Theaterspiel gebraucht. Theaterpädagoge Sebastian Piritz, kurz „Pie“ genannt, stand den jungen Künstlern bei der Vorbereitung des „Gruselkabinetts“ zur Seite - zwei Geister, Vampire und Fledermäuse sowie eine Familie mit Hund tummelten sich auf der Bühne. Nachdem die Geister schlafen gegangen waren, wachte das Kind auf: „O, was ist denn hier los? Ich glaube ich habe 100 Jahre geschlafen“, rief es verwundert aus. Die Zuschauer konnten nach dem guten Ende beruhigt die folgenden Zirkusaufführungen der Kinder genießen – erstaunliche Kunststücke waren zu bewundern. „Auf der Bühne wird gezeigt, was wir die Woche über gelernt haben“, hörten die Zuschauer zur Erklärung. Stapelbecher im Rhythmus des Cup-Songs der Reihe nach über den Tisch wandern zu sehen, war für die Zuschauer eine spannende Sache. Viel Applaus spendete das Publikum auch nach der mitreißenden Zumba-Vorführung. Von der Bühne herunter bewegten sich die Zuschauer mit ihren Stühlen in die Halle, um dort die weiteren Vorführungen zu erleben. Atemberaubende Kunststücke mit Diabolos waren ebenso zu bewundern wie anspruchsvolle Artistik an Seilen und Tüchern. Akrobat und Zirkuspädagoge Philipp Obal, auch „Fips“ genannt, hatte den Kindern die Kniffe beigebracht. Bald wird er bei einer Zirkusschule in Spanien Workshops anbieten. Werner Hartel von der Sportjugend Bergstraße zeigte sich sehr zufrieden mit den Herbstferienspielen. Täglich seien mehr als fünfzig Kinder dabei gewesen, fünfzehn Betreuer kümmerten sich um die Kinder. Mit großem Engagement hätten sich die Kinder am selbst ausgedachten Theaterstück beteiligt. Hannelore Nowacki
Erstaunliche Leistungen zeigten Kinder bei ihrer Artistik an Seilen und Tüchern. Foto: Hannelore Nowacki