62. Gurkenkönigin Dana I. übernimmt die Regentschaft / Gurkenfest mit großer Anziehungskraft
Viele Geschenke und herzliche Umarmungen
Die neu gekrönte 62. Gurkenkönigin Dana I. mit ihren Prinzessinnen Romina und Sara-Luisa. Foto: Hannelore Nowacki
BIBLIS – Es lebe die neue, die 62. Gurkenkönigin Dana I. Mit dem Zepter im Arm und ihren zwei Prinzessinnen Romina und Sara-Luisa an ihrer Seite trat sie am Samstag ihre einjährige Amtszeit an. Als Krönungsmeister war der Groß-Rohrheimer Bürgermeister Rainer Bersch auserkoren, der die Krone gekonnt ins königliche Haar setzte und der neuen Königin die Schärpe um die Schulter legte. Die Rohrheimer Blasmusik begleitete den Einzug der Hoheiten und ihrer Gäste auf die Festmeile bis zur Bühne und gab dort noch ein Ständchen. Wenn Königinnen reisen, darf es nicht regnen, erst recht nicht, wenn eine neue Königin gekrönt wird. So hatte der Himmel am Samstagabend ein Einsehen und hielt sich bis in den späteren Abend an das Protokoll der guten Laune.
Für die politische Prominenz, die eingeladenen Hoheiten aus weitem Umkreis sowie die Delegationen der Partnerstädte und die Angehörigen der Bibliser Hoheiten waren Sitzplätze vor der Hauptbühne in der Darmstädter Straße reserviert, die jedoch bei weitem nicht ausreichten. Fast fünfzig königliche Gäste waren der Einladung gefolgt, um der 61. Gurkenkönigin Rosa I. und ihren Prinzessinnen Geena und Juliane zum Abschied ihre Aufwartung zu machen. Viele Geschenke hatten sie mitgebracht und viele herzliche Umarmungen waren zu sehen. In großer Runde nahmen zahlreiche Schaulustige an der Zeremonie Anteil. Vertreter der Partnerstädte überbrachten ihre Glückwünsche und Danksagungen. Zur Entkrönung von Rosa I. konnte ihr geschätzter Krönungsmeister Herbert Ritzert aus Termingründen nicht kommen, diese Aufgabe übernahm dann Patrick I., seines Zeichens Pfeddersheimer Winzerborsch.
Die ehemalige Westhofener Traubenblütenkönigin Lea verabschiedete Rosa I. mit herzlichen Worten. Alle Stadtoberhäupter aus dem Ried waren in vorderster Reihe versammelt. Der Wirtschafts- und Verkehrsverein Biblis (WVB) kann sich bei der Ausrichtung des Gurkenfestes auf zahlreiche Sponsoren stützen, denen der WVB-Vorsitzende Bruno Neumann in seiner Ansprache dankte. Im Rückblick auf 62 Jahre Gurkenfest-Tradition, das in diesem Jahr vom 27. bis zum 30. Juni sein 25-jähriges Jubiläum als Straßenfest feierte, meinte Neumann: „Als Ortsfest hat das Gurkenfest eine große Anziehungskraft, so war es damals, so soll es bleiben – ein Fest für alle“.
In ihrer Abschiedsrede ließ die 61. Gurkenkönigin Rosa I. das Publikum teilhaben an ihren unvergesslichen Erlebnissen bei den Besuchen der Partnerstädte. Einen Augenblick der Rührung überkam Rosa I. als sie von ihrer Familie sprach, doch schnell kam ihr strahlendes Lächeln zurück. Die Gurkenfestbesucher hatten beim Bummel über die Festmeile zwischen Kirche und Rathaus die Wahl unter einer Vielzahl gastronomischer Angebote und kulinarischer Köstlichkeiten. Gewinne ließen sich beim Schießen, Angeln und Werfen erzielen. Mit dem Kettenkarussell und Autoskooter konnten die Besucher Geschwindigkeit erleben. Vergnügliche Runden drehten die Kinder mit dem Kinderkarussell. Ein starkes Musikaufgebot zog die Besucher an – auf zwei Bühnen war an allen vier Tagen Livemusik von Spitzenbands der Region zu hören. Die Musikschule Lampertheim hatte am Sonntag ihre junge Nachwuchsband „Dominos“ entsandt, später begeisterte die Brass Band Biblis das Publikum.
Für „Sweet Caroline“ überließ Thomas Reis die Dirigentenposition der neuen Gurkenkönigin - ein ulkiges Vergnügen für Musiker und Zuhörer. Beim abendlichen Regenguss am Samstag rückten die Besucher in den Zelten und unter den Sonnenschirmen näher zusammen, die Feststimmung darf nicht leiden. Dafür belohnte strahlender Sonnenschein das Gurkenfest am Sonntagnachmittag, der außerdem als Verwöhnsonntag in die geöffneten Geschäfte einlud. Die Fußball-WM hatte sich als starke abendliche Konkurrenz nicht durchsetzen können, die Fans blieben dem Gurkenfest weitgehend treu.
Hannelore Nowacki
Das Zepter übergibt die 61. Gurkenkönigin Rosa I. an ihre Nachfolgerin Dana I. Foto: Hannelore Nowacki