LAMPERTHEIM – Die Bürgerstiftung Lampertheim, eine mit der Stiftungsurkunde des Regierungspräsidiums Darmstadt seit 2009 als rechtsfähig anerkannte Stiftung, hat am 9. Oktober im Sitzungssaal des Stadthauses ihre diesjährige Stifterversammlung abgehalten.
Nach der satzungsgemäßen Abarbeitung der formalen Tagesordnung informierte der Bürgerstiftungsvorstand (Ela Liermann, Dieter Goll, Erich Maier) die anwesenden Stifter über die wesentlichen Aktivitäten der zurückliegenden drei Jahre. Insbesondere über die in der Öffentlichkeit sehr positiv wahrgenommenen Projekte „Historisches Lampertheim“ (mit zwischenzeitlich elf Schildern sowohl in der Kernstadt, als auch in den Stadtteilen Hofheim, Neuschloß und Rosengarten) und auch die Aktion „Bitte nehmen Sie Platz“ wird berichtet. In vielfältiger Weise leistet die Bürgerstiftung Hilfe und Unterstützung bei Lampertheimer Institutionen und Vereinen. Beispielhaft wird über Aktionen zu Gunsten der Tafel, dem AZ-Vogelpark, dem Tierschutzverein, der Palliativ- und Hospiz-Initiative im Ried e. V., der Musikschule oder auch dem Kanu-Club berichtet. Einen besonderen Stellenwert hat bei der Bürgerstiftung auch der Lampertheimer Ehrenbürger Alfred Delp. So wurde zum Beispiel anlässlich des 75. Todestags des von den Nazis ermordeten Jesuitenpaters der Alfred-Delp-Platz mit Mitteln unserer Stiftung neu hergerichtet. Auch bei der Initiierung und Durchführung des erstmals vergebenen „Alfred-Delp-Preises“ der Stadt Lampertheim war die Bürgerstiftung aktiv vertreten.
Ela Liermann informiert die Versammlung darüber, dass die Stiftung auch im kommenden Jahr entsprechende Aktivitäten weiterführen wird. Erwähnt hat sie auch das erstmalige Engagement beim Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar. Besonders eindringlich warb Ela Liermann um die personelle Unterstützung des Vorstandes.
Schatzmeister Dieter Goll gab einen ausführlichen Überblick über die finanzielle Situation der Stiftung, die sich zurzeit sehr positiv darstellt, was in besonderer Weise auch auf die derzeitige Zinssituation zurückzuführen ist. Erfreulich ist, dass in diesem Jahr ein außerordentliches Spendenaufkommen zu verzeichnen ist. So hat die Bürgerstiftung Spenden aus der Auflösung des Lampertheimer Wirtschafts- und Verkehrsvereins, der Auflösung der Treuhandstiftung „Lebendiger Altrhein“ und auch von den Nachkommen der jüdischen Familie May erhalten.
Die vom Vorsitzenden des Stiftungsrats, Bürgermeister Gottfried Störmer, vorgeschlagene Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig.
Zum Abschluss der Stifterversammlung wurde zu einem kleinen Umtrunk mit Verköstigung eingeladen. zg
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