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Fr., 07. Juni 2019, 09:29 Uhr
Forderungsübergabe des Fahrgastbeirats Lampertheim an den Kreisbeigeordneten Karsten Krug
Vielfältige Forderungen bezüglich der Neukonzeption des Nahverkehrsplans
Forderungsübergabe des Fahrgastbeirats der Stadt Lampertheim an den Kreisbeigeordneten Karsten Krug. Foto: Sigrid Samson
LAMPERTHEIM – Im Rahmen eines Pressegesprächs am vergangenen Donnerstag wurden die aktuellen Forderungen des Fahrgastbeirats Lampertheim vorgestellt und an den Kreisbeigeordneten Karsten Krug übergeben. Anwesend waren neben der Vorsitzenden des Fahrgastbeirats der Stadt Lampertheim, Lara Strubel, auch die Beiratsmitglieder Iris Henkelmann und Frank Hege.
Lara Strubel stellte die einzelnen Punkte vor. Zu den Forderungen gehört unter anderem eine regelmäßige Busverbindung nach Heppenheim über das bestehende Angebot hinaus. Damit könne unter anderem auch die Erreichbarkeit des ärztlichen Versorgungszentrums in Heppenheim verbessert werden. Darüber hinaus sei die Installation einer regelmäßig verkehrenden Busverbindung über die Kreisgrenze hinaus zum Knotenpunkt Mannheim-Sandhofen wünschenswert als Alternative zum Schienenverkehr. Der Fahrgastbeirat hofft auch auf die Berücksichtigung und die Einbeziehung von E-Mobilität und Zukunftstechnologien im ÖPNV im kommenden Nahverkehrsplan. Das Thema Klimawandel ist in aller Munde – deshalb sollte laut Strubel auch an diesem Punkt weiter gearbeitet werden. Eine Verbesserung der Situation bezüglich des Schülerverkehrs wird ebenfalls angestrebt, und zwar nach der elften Unterrichtsstunde gegen 17.15 Uhr vom Schulzentrum West in Lampertheim nach Biblis, Wattenheim, Nordheim sowie Bürstadt und Bobstadt. Die derzeitige Situation sei nicht akzeptabel, da die Schüler vom LGL oftmals von Eltern abgeholt werden müssen, um nach dem langen Unterrichtstag nach Hause zu kommen. Ein weiterer Punkt auf dem Forderungskatalog ist die stärkere Vernetzung der Riedgemeinden über eine Buslinie hinaus. „Wir wollen den ÖPNV stärken, damit nicht immer die Eltern die Fahrten ihrer Kinder übernehmen müssen“, merkte Strubel an. Die Mitglieder des Lampertheimer Fahrgastbeirats hoffen auch auf Zuschüsse für die Kommunen zum barrierefreien Ausbau der Haltestellen – auch diese Forderung wurde an den Kreisbeigeordneten weitergetragen. Auch sollten verbindliche Fahrzeuganforderungen in den Nahverkehrsplan des Kreises Bergstraße mit aufgenommen werden, unter anderem zur barrierefreien Ausstattung. Um die Haltestellen barrierefrei ausbauen zu können, ist man auf Zuschüsse vom Kreis angewiesen, wie Strubel mitteilte. Erstrebenswert sei auch die Optimierung der Ticketpreise über die Zeitkarten hinaus, so dass der ÖPNV auch für Gelegenheitsfahrer attraktiver wird. Eine Ansiedlung der Vergabestelle beim Kreis Bergstraße gehörte ebenfalls zu den Forderungen.
Der Kreisbeigeordnete Karsten Krug bedankte sich bei den anwesenden Fahrgastbeiratsmitgliedern für ihre Aktivitäten. „Es ist toll, dass es einen solchen Beirat in Lampertheim gibt“, teilte er mit, denn mitgestalten sei wichtig. Die Forderungen decken das gesamte Spektrum des ÖPNV ab. „Wir sind an den Themen dran. Es wird eine Lösung geben, wobei auch die Frage der Finanzierung geklärt werden muss“, teilte Krug in seiner ersten Stellungnahme zu den Forderungen mit. Er sicherte den Anwesenden zu, die Forderungen aufzunehmen und die benannten Themen weiter voranzutreiben. Hierzu sei zu beachten, welche Punkte kurz-, mittel- oder langfristig umgesetzt werden könnten. Bezüglich des künftigen Nahverkehrsplans ist laut Krug zu berücksichtigen, die Angebote für die Mitbürger attraktiver zu machen, um auf die geänderten Bedürfnisse der Menschen eingehen zu können. Die Angebote müssten auch für ländliche Räume ausgebaut werden. Generell ist ein Wechsel vom Individualverkehrzum ÖPNV angestrebt. Sigrid Samson