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  • So., 18. September 2016, 19:40 Uhr
    NABU Bürstadt errichtet Totholzhecke und Trockenmauer

    Vielfältige Lebensräume

    Die NABU-Aktiven an der Trockenmauer und Totholzhecke. Foto: oh


    BÜRSTADT – Getreu dem Motto „Wir schaffen was!" schleppten, schichteten, schnitten und sägten eifrige Helfer des Naturschutzbundes (NABU) Bürstadt am Samstag bei ihren Projekten im Rahmen des Freiwilligentages der Metropolregion Rhein-Neckar. Ziel des Projekttages war es, das vielfältige NABU-Gelände noch attraktiver für möglichst viele Tierarten zu machen. Konkret wurden eine Trockenmauer und eine Totholzhecke errichtet. Beide bieten Lebensraum für eine Vielzahl von Tierarten, darunter Insekten, Amphibien, Reptilien und Vögel. Trockenmauern sind ein von Menschenhand geschaffenes Biotop, welches in den letzten Jahrzehnten immer seltener geworden ist. Sie bieten mit ihren zahlreichen Nischen und Ritzen Reptilien wie der seltenen Mauereidechse und Amphibien wie der Wechselkröte, aber auch Spinnen, Käfern und Insekten Unterschlupf. In größeren Nischen brüten zuweilen Vögel und auch Mäuse und Mauswiesel fühlen sich hier zuhause. Auf ihrer sonnenbeschienenen Oberfläche fühlen sich aber nicht nur wärmeliebende Tiere wohl, sondern auch Pflanzen wie Mauerpfeffer, Steinbrech und der seltene Streifenfarn. Eine Totholzhecke besteht aus zwei "Wänden" aus langen Stämmchen und dickeren Ästen, die zwischen Pfosten aufgeschichtet und verflochten werden. Dazwischen ist ein ein Meter breiter Abstand, der mit Reisig, Mulch und Hölzern unterschiedlicher Dicke gefüllt ist. Durch diese Bauweise können sich in der Totholzhecke verschiedenste Tierarten ansiedeln oder einen temporären Unterschlupf finden, brüten, ihre Jungen aufziehen oder überwintern. Die Hecke ist Lebensraum für Zaunkönig und Rotkehlchen, Insekten aber auch für Kleinsäuger wie beispielsweise dem Igel. Doch zunächst musste alles geplant und Material organisiert werden. Hier war Jürgen Manske federführend, der auch zusammen mit Günter und Patrick Ochsenschläger und unterstützt durch den Bauhof der Stadt Bürstadt in den Tagen zuvor alles herbeischaffte und vorrichtete. Am Projekttag selbst arbeiteten dann elf Aktive des NABU Bürstadt Hand in Hand, um Begrenzungspfosten zu setzen, Steine zu schichten, Totholz zurechtzuschneiden und einzufüllen, so dass bei strahlendem Sonnenschein und bester Arbeitslaune Trockenmauer und Totholzhecke kontinuierlich an Form gewannen und wuchsen. Auch Bürgermeisterin Bärbel Schader, die den Naturschützern einen kurzen Besuch abstattete, war ganz begeistert über das sich stetig weiter entwickelnde NABU-Gelände und die eifrigen Helferinnen und Helfer. Am Nachmittag war dann eine beachtliche Trockenmauer und eine große Totholzhecke entstanden, deren Ritzen, Zwischenräume, Versteckmöglichkeiten und Nischen nun auf die unterschiedlichsten Bewohner warten, die die Bauwerke der Naturschützer mit Leben erfüllen. zg

     

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