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  • Fr., 29. Mai 2026, 11:25 Uhr
    EUROPA-WOCHE: Interkulturelles Büro der Stadt Bürstadt setzt erneut ein Zeichen für Dialog und Integration / Begegnung, Information und Austausch unerlässlich

    Vielfalt und Werte im Mittelpunkt

    In der letzten Maiwoche feierte das Interkulturelle Büro der Stadt Bürstadt erneut die Europa-Woche mit verschiedenen Veranstaltungen und Aktivitäten rund um Europa und die Europäische Union. Die Europa-Woche wird jedes Jahr europaweit begangen und soll die gemeinsamen europäischen Werte, den kulturellen Austausch sowie das Verständnis für die europäischen Institutionen fördern.
    Foto: Stadt Bürstadt

    BÜRSTADT –  Unter dem diesjährigen Motto „Europa in Hessen und für Hessen“ organisierte das Interkulturelle Büro eine Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema „Die Zukunft der Europäischen Union angesichts der aktuellen Herausforderungen“. Das Team der Integrationslotsen unterstützte die Veranstaltung. Im Rahmen der Aktion gab es im Interkulturellen Büro Informationsplakate über die Europäische Union und ihre Institutionen zu sehen. Die Inhalte wurden bewusst einfach und verständlich gestaltet, um insbesondere neu zugewanderten Menschen, Flüchtlingen sowie Migranten aus europäischen und außereuropäischen Ländern anzusprechen, die bisher nur wenig Wissen über die Europäische Union besitzen.

    Abdalla Gdoura, Leiter des Interkulturellen Büros der Stadt Bürstadt, betonte die Bedeutung der Europa-Woche. „Die Europa-Woche ist eine große Gelegenheit, die Europäische Union sichtbar zu machen und den Menschen näherzubringen. Wir organisieren jedes Jahr unterschiedliche Veranstaltungen, um Europa auf kulturelle, informative und auch unterhaltsame Weise vorzustellen. Allerdings stehen wir bei der Finanzierung solcher Programme immer wieder vor großen Herausforderungen – insbesondere durch bürokratische Hürden“, so Gdoura. Auch viele Teilnehmende äußerten in diesem Rahmen ihre persönlichen Eindrücke und Erfahrungen mit Europa und der Europäischen Union.

    Die 42-jährige Freweini Amare etwa, die seit 2015 als Geflüchtete aus Eritrea in Deutschland lebt, erklärte, dass sie sich freue, mehr über Europa und die Europäische Union zu erfahren. Sie wünsche sich seit langer Zeit, dass auch die Afrikanische Union eines Tages eine ähnliche Stärke wie die Europäische Union erreiche – sowohl auf institutioneller Ebene als auch im Bereich einer gemeinsamen Währung. „Vielleicht wird dieser Traum eines Tages Wirklichkeit“ sagte sie. Außerdem genieße sie jedes Jahr die Aktivitäten und Veranstaltungen der Europa-Woche. Der 26-jährige syrische Geflüchtete Ali Al-Nahar, der seit 2023 in Deutschland lebt, berichtete, dass ihn bereits die Teilnahme an der Europa-Woche im vergangenen Jahr sehr beeindruckt habe. Besonders die europäischen Filme, die damals gezeigt wurden, hätten sein Interesse an Europa geweckt. Deshalb sei er in diesem Jahr besonders neugierig auf das aktuelle Programm gewesen. Er zeigte sich erfreut darüber, durch die Informationsplakate im Interkulturellen Büro im Mittendrin“ mehr über die Europäische Union erfahren zu haben. Für ihn sei die Europäische Union ein Vorbild in Bezug auf institutionelle Organisation und gegenseitige Unterstützung zwischen den Mitgliedsstaaten.

    Auch Miroslawa Maria Sienkiewicz, 69 Jahre alt und ursprünglich aus Polen, lebt seit dem Jahr 2000 in Deutschland. Sie erklärte stolz darauf zu sein, Europäerin zu sein. Ihrer Meinung nach habe die Europäische Union den Menschen in Europa große Freiheit ermöglicht, „Es gibt keine Grenzen und Visa mehr zwischen vielen europäischen Ländern. Europäische Bürgerinnen und Bürger können sich frei bewegen und auch in anderen EU-Ländern ohne große Einschränkungen arbeiten.“ Die 19-jährige Yana Batsman aus der Ukraine äußerte ebenfalls ihre Freude über die Teilnahme an der Europa-Woche. Sie sei dankbar, mehr Informationen über die Europäische Union zu erhalten. Gleichzeitig zeigte sie sich sehr dankbar für die Unterstützung der Europäischen Union für ihr Heimatland im Krieg gegen Russland, den sie als ungerecht bezeichnete. Außerdem erklärte sie, dass die Mitgliedschaft der Ukraine in der Europäischen Union ein großer Traum vieler junger Ukrainerinnen und Ukrainer sei. Mit der Europa-Woche setzt das Interkulturelle Büro der Stadt Bürstadt erneut ein Zeichen für Dialog, Integration und europäische Werte – und zeigt zugleich, wie wichtig Begegnungen, Information und kultureller Austausch für ein gemeinsames Europa sind. zg

     

     

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