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  • Do., 20. Dezember 2018, 12:52 Uhr
    Mit symbolischem Spatenstich beginnt der Ausbau des westlichen Teilabschnittes / Östlicher Abschnitt bis Riedrode und Lorsch folgen

    Vierstreifiger Ausbau der Ortsumgehung der B47 bei Bürstadt gestartet

    Mit einem symbolischen Spatenstich erfolgte am Donnerstag der vierstreifige Ausbau der B47-Ortsumgehung Bürstadt. Foto: Benjamin Kloos


    BÜRSTADT – Mit einem symbolischen Spatenstich erfolgte am Donnerstag der Start für den vierstreifigen Ausbau der B47 Ortsumgehung Bürstadt. Dieser ist dringend notwendig, wie die Zahlen belegen: Denn an der Ortsumgehung Bürstadt verkehren derzeit bis zu 18.400 Kraftfahrzeuge täglich, bis 2025 soll diese Zahl laut Verkehrsprognosen auf 25.400 Fahrzeuge am Tag steigen. Mit rund 12 Prozent ist dabei der Anteil des Schwerverkehrs besonders hoch. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und durch fehlende Sichtweiten beim Überholen von LKWs entstehen hier zudem in Spitzenzeiten Staus und stockender Verkehr.

    Im Zuge der Maßnahme wird der Westabschnitt der derzeit zweistreifigen Ortsumgehung der B 47 bei Bürstadt zwischen Rosengarten und der Brücke über die Riedbahn auf einer Länge von 2,6 Kilometern vierstreifig ausgebaut. „Wir haben im Zuge der Ortsumgehung Bürstadt mehrere Bauwerke, von denen bis auf die Unterführung der B 44 bereits alle für den vierspurigen Ausbau hergestellt wurden. Heute beginnen wir mit dem noch fehlenden Brückenbauwerk. Parallel dazu wird mit dem Neubau der zweiten Fahrbahn zwischen Rosengarten und dem Anschluss der B 44 an die B 47 angefangen”, erklärte der Regionalbevollmächtigte von Hessen Mobil Südhessen, Andreas Moritz, und führte weiter aus: „Das neue Bauwerk wird sich optisch am Bestandsbauwerk orientieren, so dass das Gesamterscheinungsbild der Brücke im Wesentlichen erhalten bleibt.” Wichtig für die Verkehrsteilnehmer: Die Arbeiten zur Erstellung des Neubaus beginnen dabei neben der Fahrbahn, so dass zunächst keine spürbaren Verkehrseinschränkungen zu erwarten sind. Mit der Fertigstellung des westlichen Teilabschnittes ist im August 2020 zu rechnen, die Kosten belaufen sich auf rund acht Millionen Euro – Kostenträger ist die Bundesrepublik Deutschland. „Die B 47 zwischen Worms und Bensheim hat als Verbindung zwischen den östlich verlaufenden Autobahnen A 5 und A 67 sowie der westlich verlaufenden A 61 überregionale Bedeutung. Der vierstreifige Ausbau der Strecke dient der Bündelung dieser Ost-West-Verkehre. Ich freue mich, dass wir mit dem Ausbau der Ortsumgehung Bürstadt nun den ersten Schritt zum Lückenschluss zwischen Lorsch und der Rheinbrücke gehen”, ergänzte Andreas Moritz. Im Anschluss an den Ausbau des westlichen Abschnittes soll das nächste Teilstück folgen. Im Jahr 2020/2021 ist der Abschnitt Bürstadt Ost von der Riedbahn bis Riedrode geplant, im Anschluss der Ausbau zwischen Riedrode und Lorsch. Im Zuge dieser Maßnahmen erfolgt auch eine deutliche Verbesserung des Lärmschutzes für die Menschen in Riedrode. „Und natürlich hoffen wir auch, dass sich bei der Ortsumgehung Rosengarten etwas tut. Hier warten wir auf den Gerichtsentscheid, parallel dazu sind wir aber bereits dabei, den Bauentwurf für die Strecke und die Brocken zu erstellen”, blickte Andreas Moritz in die Zukunft.

    Bürgermeisterin Barbara Schader war angesichts des wichtigen Termins sichtlich stolz. „Es ist ein schöner und guter Tag, wenn wir heute kurz vor Weihnachten hier stehen. Hier ist ein Verkehrsknotenpunkt, den es für die Menschen in der Region zu verbessern gilt. Über Jahrzehnte haben wir  eine adventliche Grundhaltung an den Tag gelegt, denn Advent heißt Warten und Hoffnung haben. Das Warten hat sich gelohnt und die Hoffnung erfüllt. Der Ausbau ist wichtig für unsere Region, er bringt ein Plus an Lebensqualität und verbessert vor allem den Lärmschutz gerade in Riedrode.”

    Der Kreis ist ebenfalls über den Start der Maßnahme erfreut. „Wir wollen neue Wege ausbauen, um in der Region weiter voranzukommen. Die B47 ist eine wichtige Straße im Kreis”, betonte Landrat Christian Engelhardt und ergänzte: „Wir möchten uns im Kreis weiterentwickeln, hierzu benötigen wir eine gute Infrastruktur, damit die Menschen von A nach B kommen und Waren fließen können. Hierzu ist dieser Ausbau sehr wichtig.” Benjamin Kloos

     

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