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  • Di., 08. Oktober 2013, 09:58 Uhr
    Keine Vorführung in dieser Saison: Autor Peter Bischof erkrankt / Erste Proben für neues Stück hatten begonnen

    Volksbühne fasste schwere Entscheidung

    Die erfolgsgewohnte Volksbühne präsentiert ihrem begeisterten Publikum immer gepflegte Unterhaltung mit Lachgarantie. Peter Bischof (im weißen Hemd) in Aktion bei „Moijens Fango – abends Tango“. Archivfoto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Keine gute Nachricht für alle, die sich auf einen heiteren Abend mit der Volksbühne gefreut haben, denn in dieser Saison gibt es nichts zu lachen. Der Vorstand der Volksbühne hat beschlossen: Keine Vorführung in dieser Saison. Die Mitglieder wurden bereits schriftlich benachrichtigt. Ende Oktober hätte der Vorverkauf beginnen sollen, am 9. November wäre Premiere gewesen. Die ersten beiden Proben für das neue Mundartstück von Peter Bischof hatten ausnahmsweise schon im Juli stattgefunden, da wurde Peter Bischof krank. Der Erfolgsautor der Volksbühne, seit 1979 hatte er als Mitspieler auf der Bühne keinen einzigen Ausfalltag, befinde sich immer noch in Krankenhausbehandlung, eine Reha werde sich anschließen, teilte der Vorstand am Montagnachmittag bei einem Pressegespräch mit Jula Bischof (Schriftführerin), Klaus Jenner (1. Vorsitzender), Ilse Prüssing (2. Vorsitzende) und Gerhard Baum (Geschäftsführer) in ihren Räumen bei der Notkirche mit.

    Eine Entscheidung, die dem Vorstand ganz offensichtlich schwer gefallen war. Klaus Jenner  erklärte: „Wir haben abgewartet und überlegt, die Vorführungen auf Januar, Februar und März zu verschieben, aber da gab es Terminprobleme mit der Notkirche“. Seit 1976 habe die Volksbühne immer gespielt, erzählte Jenner sichtlich betrübt. Auch seien drei neue Mitspieler gewonnen worden, die der Volksbühne jedoch weiter erhalten blieben. „Wir haben uns zu der Entscheidung durchgerungen“, schilderte Gerhard Baum die Lage. Ziel sei, das Stück irgendwann aufzuführen. Seinem Mundartstück für zwölf Mitspieler hat Autor Peter Bischof den Titel „Kuddelmuddel am Gericht“ gegeben. Die Geschichte um Streitigkeiten Lampertheimer Vereine um einen Fußballplatz hat Bischof wie immer frei erfunden. Auch im Krankenhaus gehen ihm die Ideen nicht aus, berichtete Ehefrau Jula Bischof.

    Hannelore Nowacki

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