GEDENKEN: Neue Namenstafeln werden auf dem Grab der Unbekannten Soldaten enthüllt
Volkstrauertag in kleinem Rahmen
Die Enkel von Initiator Ludwig Günther, Miriam und Florian, enthüllten die neuen Gedenktafeln, auf denen die Namen der Gefallenen aus Hüttenfeld zu lesen sind. Foto: Eva Wiegand
HÜTTENFELD - Nie wieder soll sich das düstere Kapitel der beiden Weltkriege wiederholen, deshalb ist es wichtig jedes Jahr aufs neue daran zu erinnern. Auch wenn die Corona Pandemie die Veranstaltungen, die jedes Jahr die Erinnerungen an die Opfer von Krieg und Gewalt aufrecht erhalten, nun nicht in derart stattfinden können wie gewohnt, sonst mit musikalischer Untermalung und mit vielen Menschen, erinnerten die Hüttenfelder dennoch, allerdings mit einer ganz bewusst sehr klein gehaltenen Veranstaltung und nur wenigen Menschen auf dem Friedhof daran. „Wir gedenken denOpfern von Krieg und Gewalt heute Corona bedingt nur kurz, aber nichtsdestoweniger sind wir sehr traurig über die Verluste“, betonte Ortsvorsteher Karl Heinz Berg bei der Kranzniederlegung am Ehrenmal. Besonders deshalb, da einer der Bürger in Hüttenfeld, Ludwig Günther, es sich zur Aufgabe gemacht hat, Nachforschungen zu stellen und zwei neue Gedenksteine auf dem Grab der Unbekannten Soldaten anzuregen, auf denen nun die Namen der Gefallenen der beiden Weltkriege aus Hüttenfeld zu lesen sind. „Herr Ludwig ist von Tür zu Tür gegangen und hat alle Familien aufgesucht, um die Namen zusammenzutragen“, berichtete Berg. Der mittlerweile 92-jährige Ludwig konnte krankheitsbedingt bei der Veranstaltung nicht selbst anwesend sein. Die Enthüllung der Ehrentafeln nahmen deshalb seine Enkel Miriam und Florian Günther vor. „Die Zahl der Gefallenen, gerade in der Zeit von 1939 bis 1945, ist deshalb besonders bemerkenswert, da Hüttenfeld damals nur 300 Einwohner hatte, setzt man das in Verhältnis sind das wirkliche sehr viele, die ihr Leben verloren haben“, merkte Berg an. Über 30 Namen stehen auf dieser Ehrentafel. Mit einigen Zeilen aus einem Gedicht von Hubert Janssen schloss der Orstvorsteher die kleine Veranstaltung und gedachte damit auch allen Menschen weltweit, die gewaltätigen und kriegerischen Handlungen ausgesetzt waren und sind: „Wann lernen Menschen wirklich zu verstehen, dass Kriegsgewalt nur Leid und Not gebiert? Wann werden wir die Friedensstraße gehen, die Freund und Feind zum Miteinander führt?“ Eva Wiegand