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  • Mo., 29. August 2022, 11:54 Uhr
    VEREIN FÜR HEIMATGESCHICHTE: Jahresausflug führte zu Nachbau der letzten Schiffsmühle

    Vom Oberrheingau in den Rheingau

    Beste Stimmung bei den Teilnehmern des Jahresausflugs des Verein für Heimatgeschichte Nordheim. Foto: Rüdiger Ried


    NORDHEIM – Der diesjährige Jahresausflug des Vereins für Heimatgeschichte Nordheim, führte in den Rheingau. Unter den zahlreichen Teilnehmern galt der besondere Gruß den Ortsvorsteherinnen a.D. aus Lampertheim-Hofheim, Rita Rose, ihrer früheren Amtskolleginnen aus Nordheim, Gabi Kohl und Renate Weißbrodt und ihrem Nachfolger Gerhard Rothenhäuser.

    Während der Landschaftsname Rheingau heute noch eine hohe Bekanntheit genießt, ist die Bezeichnung Oberrheingau für die Südhessische Landschaft von Bürstadt bis Stockstadt weitgehend in Vergessenheit geraten. Erstes Ausflugsziel war der originalgetreue Nachbau der letzten Schiffsmühle in Ginsheim. Zuvor sorgten Margit und Andrea Mössinger sowie Tina Krieger-Ried für die obligatorische Stärkung mit Weck, Worscht und Sekt. Das Schiffsmühlenteam ließ die Mühle klappern, erklärte die zahlreichen Elevatoren, Mahlsteine und Walzmühlstühle mit den dazugehörigen Siebgängen. Erstaunt war zu hören, mehr als acht bis zehn Mahlgänge braucht es, bis aus einem Weizenkorn hochfeines Mehl entstanden ist.

    Fast auf die Minute genau brachte der Bus die wissbegierigen Nordheimer nach Eltville. In der 1347 vollendeten kurmainzischen Burg des Erzbischofs Heinrich von Virneburg, startete die Stadtführung durch die Stadt. Das Land Hessen hat um 1980 die Sanierung der zahlreichen Fachwerkgebäude gefördert, was zu einer Aufwertung des Stadtkerns führte, dessen Bodenpreise sehr gestiegen sind und heute bei 825 € je Quadratmeter liegen. Erst in den letzten Jahrzehnten hat die Stadtgärtnerei verstärkt auf Rosenpflanzungen gesetzt. Heute darf sich Eltville rühmen, die siebtgrößte Rosenstadt Deutschlands zu sein. Selbst japanische Rosenzüchter haben freundschaftliche Verbindungen angeknüpft und es kam zu einem lebhaften Austausch der Rosensorten. Eltville wird während der Rosentage im Frühjahr, nicht wie meist erwartet, durch eine „Rosenkönigin“ repräsentiert, sondern durch einen jungen „Rosenkavalier“, der stets mit dickem Rosenstrauß auftritt und diese freigiebig an die Damenwelt verteilt. 

    Zum gemeinsamen Abendessen nach diesem schönen Tag war als letzte Station, der Biergarten eines ansprechenden Lokals am Waldrand von Gernsheim ausgesucht. zg

     

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