Europaministerin Lucia Puttrich informierte sich über das Projekt „Lokale Ökonomie – Bürstadt Innenstadt“ und Verwendung der EU-Fördergelder
Von Bürstadts Leuchtturmprojekten begeistert
Mitten in Bürstadt entsteht Großes: Hessen Europaministerin Lucia Puttrich (3.v.r.) überzeugte sich vor Ort von der Verwendung von EU-Fördermitteln – so wie hier beim künftigen Back- und Brauhaus Drayß. Foto: Benjamin Kloos
BÜRSTADT – „Ich bin heute hierher gekommen, weil ich sehen wollte, was sich in Bürstadt im Bereich der Stadtentwicklung getan hat – gerade auch mit Blick auf die hierfür zur Verfügung gestellten Mitteln aus der EU”, betonte Hessens Europaministerin Lucia Puttrich bei ihrem Besuch in der Sonnenstadt am Donnerstag Vormittag.
14 neue Geschäfte und 76 neue Arbeitsplätze in der Innenstadt von Bürstadt sind das Ergebnis des EU-Förderprojekts „Lokale Ökonomie – Bürstadt Innenstadt“. „Lokale Wirtschaftsförderung ist ein elementarer Baustein für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Die Entwicklung der Innenstadt in Bürstadt ist ein gelungenes Beispiel dafür“, sagte die Ministerin bei ihrem Rundgang.
Bürstadt profitiert von EU
Gleichzeitig wollte sie ein Zeichen setzen, denn „Europa ist in der öffentlichen Wahrnehmung häufig negativ besetzt. Ich möchte zeigen, dass hier mitten in Bürstadt dank der finanziellen Unterstützung aus Europa viel positives geschieht.” So erhielt Bürstadt im Rahmen des hessischen Programms „Lokale Ökonomie in ausgewählten Stadterneuerungsgebieten“ 2009 Fördermittel in Höhe von rund 650.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Mit diesen Geldern und weiteren kommunalen und privaten Mitteln initiierte sie unter dem Titel „Lokale Ökonomie – Bürstadt Innenstadt“ ein mehrjähriges lokales Wirtschaftsförderprogramm zur Belebung des Stadtzentrums. Auf diese Weise konnte der Zunahme von gewerblichen Leerständen im Stadtzentrum entgegengewirkt werden. Auch das Versorgungsangebot wurde verbessert.
Ein „Leuchtturm” der Sonnenstadt: Burkhard Vetter (l.) und Bürgermeisterin Barbara Schader (2.v.r.) sorgten mit ihren Erläuterungen zu Kids & Casuals für Begeisterung bei Ministerin Lucia Puttrich (2.v.l.). Foto: Benjamin Kloos
Lob für Schader
„Bürstadt ist ein erfreuliches Beispiel für großes Engagement. Ein Kompliment an Bürgermeisterin Barbara Schader: Sie sprühen vor Energie und denken bereits weiter, wie die Stadt einmal aussehen soll. Aus meiner 15-jährigen Erfahrung als Bürgermeisterin weiß ich , wie wichtig dies für die Kommunalpolitik ist”, fand Ministerin Puttrich lobende Worte.
Erste Station war das künftige Back- und Brauhaus Drayß am Marktplatz, dessen Brauanlage durch die EU-Mittel gefördert wird. Ein wahres Schmuckstück und „Leuchtturmprojekt” auf dem Besuchsplan der Ministerin war das Kinderfachgeschäft „Kids & Casuals". Hier merkt man, dass die Kinder für Burkhard Vetter und sein Mitarbeiterinnenteam im Mittelpunkt stehen – dass sie sich wohlfühlen in den tollen Sachen von bekannten Markenherstellern und viel Spaß haben beim Entdecken im Spiel. Dennoch fand Vetter auch mahnende Worte. „Die Situation für die Geschäfte vor Ort ist nicht einfach, der Online-Handel nimmt Jahr für Jahr zu. Den Verbrauchern muss klar sein, dass eine attraktive Innenstadt von den Kunden lebt. Und dass das Preis-Leistungsverhältnis aufgrund der Qualität der Ware und der Beratung in den Geschäften vor Ort ausgezeichnet ist.”
Auch wenn die Fastnachtskampagne vorbei ist: Das ganzjährige Angebot von Fortmann Mascerade sorgte für Erstaunen. Besonders die Opposuits, präsentiert von Diana Fortmann-Jobke (l.) interessierten Ministerin Lucia Puttrich (2.v.r.). Foto: Benjamin Kloos
Im Anschluss führte der Weg – zurückgelegt im Feuerwehrauto – vorbei am Bahnhof zu Fortmann Mascerade. Hier zeigte sich Puttrich von der Größe und Auswahl begeistert. Und auch, dass neben der Fastnacht das ganze Jahr über Saison ist, sei es zu Ostern, der EM, Oktoberfesten oder Halloween. Diana Fortmann-Jobke zeigte die frisch umgebauten und erweiterten Räumlichkeiten – und am Ende verwandelte sich der CDU-Landtagsabgeordnete Alexander Bauer dank eines Opposuits in Superman, während Ministerin Puttrich in eine elegante Jacke schlüpfte. „Bürstadt kann stolz sein, einen solchen Magneten wie Fortmann zu besitzen”, betonte Alexander Bauer.
„Die Belebung der Bürstadter Innenstadt ist nicht allein durch die finanzielle Unterstützung der EU und der Kommune gelungen, sondern vor allem auch durch das Engagement, den Ideenreichtum und die Investitionsbereitschaft der Bürstädter Unternehmerinnen und Unternehmer. Sie haben damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stärkung des Stadtkerns, der Region und nicht zuletzt auch des Wirtschaftsstandorts Hessen geleistet. Und davon profitieren alle!“ konstatierte Ministerin Puttrich nach dem Austausch mit den Geschäftsleuten. Benjamin Kloos
Nach der Kampagne ist vor der Kampagne: MdL Alexander Bauer und Ministerin Lucia Puttrich suchten sich die passenden künftigen Fastnachtskostüme aus. Foto: Benjamin Kloos