Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
Sie sind hier: Startseite » Nachrichten » Vor-Ort-Termin der SPD Bergstraße bei der AWO Bergstraße
Fr., 06. Juli 2018, 10:05 Uhr
SPD-Kreisvorsitzender Marius Schmidt und Landtagsabgeordnete Karin Hartmann wollen AWO unterstützen
Vor-Ort-Termin der SPD Bergstraße bei der AWO Bergstraße
AWO Bergstraße und SPD Bergstraße sind im Gespräch, um einer Lösung der Finanzierungsprobleme durch den Kreis Bergstraße näher zu kommen. Im Bild (von links): Ludwig Kern, AWO-Vorstand Bergstraße, SPD-Vorsitzender Bergstraße Marius Schmidt und Stellvertreterin Karin Hartmann mit AWO-Geschäftsführer Sebastian Parker. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Beim Vor-Ort-Termin der beiden SPD-Landtagskandidaten Karin Hartmann (Wahlkreis Ost mit Groß-Rohrheim) und Marius Schmidt (Wahlkreis West) in der Geschäftsstelle der AWO Bergstraße in Nibelungenstraße 164 am Mittwoch entwickelte sich längeres Gespräch mit Geschäftsführer Sebastian Parker, der vor einem halben Jahr die Nachfolge von Peter Blessing antrat, und dem Vorstand des AWO-Kreisverbandes Ludwig Kern, der schon seit 1995 Vorsitzender des AWO-Kreisverbandes Bergstraße ist und das Bindeglied zum operativen Tagesgeschäft der AWO-Dienste ist. Langjährige Erfahrung und motivierter Anfang fanden im Gespräch zusammen, das die Beteiligten zu gegebener Zeit fortführen wollen. Denn es gibt auch Finanzierungsprobleme, die nicht neu sind und für die sich der neue AWO-Geschäftsführer und der AWO-Vorstand vom Kreis Bergstraße eine Lösung erhoffen, da von einer planbaren Finanzierung beispielsweise die Zahl der Arbeitsplätze in der Schuldnerberatung und Suchtberatung abhänge, wie beide den Besuchern deutlich machten. So reichten die besprochenen Themen auch von der Schuldnerberatung und Suchtberatung zu weiteren Tätigkeitsfeldern der AWO Bergstraße. Der ambulante Pflegedienst, verschiedene Betreuungsdienste und Angebote im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe und wie auch die Kindertagesstätte in Viernheim wurden angesprochen. Man kannte sich bereits, denn schon im Januar hatte ein Schnuppertreffen stattgefunden. Der neue Geschäftsführer traf den im November neu gewählten Vorsitzenden der SPD Bergstraße Marius Schmidt, der auch diesmal von seiner Stellvertreterin Karin Hartmann begleitet wurde. SPD und AWO (Arbeiterwohlfahrt) stehen sich historisch gesehen nahe, beide haben ihre Wurzeln in der Arbeiterbewegung des 19. und 20. Jahrhunderts, wie am Rande bemerkt wurde. Auf über 100 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter stütze sich die AWO Bergstraße, teilte Parker mit, der die AWO als Dienstleister und Partner für die Klienten versteht. Für die nächsten zwei Jahre hat Parker viel vor, um Verbesserungen zu erreichen, im 16-Punkte-Plan stehe die Öffentlichkeitsarbeit und die Neugestaltung der Homepage ganz vorne. Wie es mit dem gewünschten Sozialzentrum weitergehe, hänge entscheidend von der östlichen Stadtentwicklung in Bürstadt ab, ein Thema ohne Zeitnot, wie Parker betonte. Allerdings platze die Geschäftsstelle bekanntlich aus allen Nähten. Sehr erfolgreich sei die Kindertagesstätte in Viernheim - vor dreieinhalb Jahren eröffnet, stehe bereits eine Verdoppelung der Kindergarten- und Krippengruppen an. Die Verbindung von Familie und Beruf werde durch flexible Gestaltung gefördert. Da die AWO wohl als attraktiver Arbeitgeber bekannt sei, gebe es keine Probleme mit Fachkräften, merkte Parker sehr zufrieden an. Karin Hartmann berichtete aus ihrer zweijährigen Erfahrung mit der Projektleitung und Koordination des ESF- Projektes „Netzwerk wirksamer Hilfen für Alleinerziehende im Odenwaldkreis“ beim AWO Kreisverband Odenwald vor fünf Jahren, aus der sie tiefere Einblicke in die Arbeit der AWO gewonnen habe. Wie das Gespräch deutlich machte, sind die Finanzierungsprobleme der Schuldner- und Suchtberatung durch den Kreis Bergstraße in Verbindung mit Mitteln des Landes Hessen noch nicht gelöst. „Problem erkannt“, sagte Marius Schmidt und versprach nachzuhaken: „Sie können mit unserer Unterstützung rechnen“. Karin Hartmann sieht in der auskömmlichen Finanzierung durch den Kreis auch die wirtschaftlichen Vorteile für den Kreis Bergstraße, der dann weniger Mittel an anderer Stelle einsetzen müsse, wenn die Ratsuchenden stationär aufgenommen werden müssten. Hannelore Nowacki