Volksbank Darmstadt – Südhessen erneut mit solidem Wachstum im Einlagen- und Kreditgeschäft
Vorbereitungen zur Fusion mit der Mainzer Volksbank verlaufen planmäßig
Zufrieden mit dem vergangen Jahr: Michael Mahr und Matthias Martiné. Foto: oh
SÜDHESSEN – Auch in einem Umfeld mit schwierigen Rahmenbedingungen zeigt sich die Volksbank Darmstadt – Südhessen im Jahr 2022 als stabiler Partner für Privatkunden und Mittelstand. So ist der Vorstand um die beiden Sprecher Michael Mahr und Matthias Martiné zufrieden mit dem operativen Ergebnis im vergangenen Jahr, das erneut von einem kontinuierlichen Wachstum im Kundengeschäft geprägt ist.
Das neu zugesagte Kreditvolumen lag mit 760 Millionen Euro nur geringfügig unter dem Rekordwert des Vorjahres. Das Kundenkreditvolumen stieg dadurch um 5,6% auf nunmehr 3,96 Milliarden Euro. Auch das Einlagengeschäft erfuhr in 2022 eine weitere Steigerung um 4,5% auf nunmehr 4,32 Milliarden Euro, was Matthias Martiné als erneuten Beweis für das Vertrauen der Kunden in die Solidität der Volksbank deutet. Kapitalanleger, die in festverzinslichen Wertpapieren und Aktien engagiert sind, agierten trotz unruhiger Märkte sehr besonnen. So verzeichnete die Volksbank auch in 2022 ein erfreuliches Ergebnis im Wertpapiergeschäft. Der Bruttoabsatz an Wertpapieren erreichte mit knapp 600 Millionen Euro erneut einen Spitzenwert.
Das Betriebsergebnis vor Bewertung beläuft sich nach den vorläufigen Zahlen auf 40,9 Millionen Euro (Vj. 37,3 Millionen Euro). Das Kreditportfolio der Bank zeigte sich auch in Zeiten von multiplen Krisen als sehr stabil. Erneut waren per Saldo keine Aufwendungen für Kreditrisiken zu verzeichnen. Auch für das laufende Jahr zeigt sich Michel Mahr verhalten optimistisch, dass die prognostizierte Rezession bei weitem nicht so schlimm ausfällt, wie zunächst befürchtet. Dies spiegeln auch die regelmäßigen Gespräche mit Firmenkunden der Bank wider.
Überrascht hat indes auch den Vorstand der Volksbank die Dynamik der Zinsveränderungen im vergangenen Jahr, zumal bis in das Frühjahr 2022 hinein noch gänzlich andere Signale von der Europäischen Zentralbank ausgingen. Grundsätzlich bleibt der Vorstand jedoch bei seiner Aussage, dass steigende Zinsen für regionale Banken ein positives Szenario sind – nur werde es bei vorübergehenden Belastungen zwei bis drei Jahre dauern, bis sich diese positiven Effekte auch in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen.
Auch das gesellschaftliche Engagement der Bank in der Region wurde unvermindert fortgesetzt. So flossen im vergangenen Jahr an Vereine und soziale Einrichtungen in der Region 750.000 Euro an Spenden und Sponsoring. Und auch die eigene Stiftung der Bank „Hoffnung für Kinder“ hat mit 100.000 Euro in 26 Einzelfällen ihr Motto umgesetzt, nämlich Kinder in schwierigen Situationen zu unterstützen und sie dadurch „ein bisschen glücklicher zu machen“.
Im September vergangenen Jahres haben die Mainzer Volksbank und die Volksbank Darmstadt – Südhessen bekannt gegeben, bei entsprechend positivem Votum der beiden Vertreterversammlungen im Jahr 2023 fusionieren zu wollen. Von dem Fusionsvorhaben sind die Vorstände beider Häuser unverändert überzeugt, da es die Leistungsfähigkeit und die Stabilität der gemeinsamen Bank weiter stärken wird und damit dem genossenschaftlichen Grundgedanken, einer starken regionalen Volksbank für die Region, Rechnung trägt. Die ersten Informationsveranstaltungen für die Vertreterinnen und Vertreter beider Häuser fanden im November vergangenen Jahres statt und gaben „Rückenwind“ für das Vorhaben, so Matthias Martiné.
Aktuell arbeiten in beiden Häusern zahlreiche Projektgruppen an der Vorbereitung des Fusionsvorhabens, damit die Volksbank Darmstadt Mainz im Spätherbst dieses Jahres ihre Arbeit aufnehmen kann. zg