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  • Mo., 18. Dezember 2017, 10:50 Uhr
    ZwiBur präsentierte Woody Allens Satire im Bürgerhaus/ Zweite Aufführung am 26. Dezember

    „Vorsicht, Trinkwasser!“

    HÜTTENFELD - Dieses Theaterstück von Woody Allen, das von 1966-68 ein Kassenschlager auf dem Broadway war (Originaltitel: „Don’t drink the water“), inszenierte die Theatergruppe „ZwiBuR“ neu für ihr Hüttenfelder Publikum als Rahmen für die Weihnachtsfeier des MGV Sängerbund, der mit zwei Liedbeiträgen die Veranstaltung eröffnete. Das Thema „Ost-West-Konflikt“, der zur Zeit der Entstehung der Komödie die Welt bestimmte, hat die südhessische Laienspielgruppe durch die Auseinandersetzung mit der radikal-islamistischen Welt dem aktuellen Zeitgeist Rechnung getragen. Bei der herben Satire Allens bleibt da kein Auge trocken und schonungslos werden die „fake news“ der gesellschaftspolitischen Akteure zur Schau gestellt. Der alte Botschafter Magee, gespielt vom Vereinsvorsitzenden Jürgen Rudolph, muss sich in Amerika um seine Karriere kümmern und übergibt seinem unfähigen Sohn Axel (Jochen Köcher) für die Zeit seiner Abwesenheit die Leitung der Botschaft, die sich in einem kleinasiatischen islamistischen Land befindet. Misses Kilroy (Alexandra Plenert), die sich für diesen Job zu Recht besser geeignet fühlt und die Sekretärin Burns (Kim Rendl), sollen ihn dabei unterstützen. Doch schon bei der ersten Bewährungsprobe scheitert Axel, als die amerikanische Touristenfamilie Hollander, gespielt von Regisseur Bruno Ehret, Ulrike Ehret, und die Tochter von Pia Rendl, von Islamisten verfolgt im Botschaftsgebäude Schutz suchen. Islamistenführer Krüjück (Ralf Ehret) verstrickt Axel in Falschaussagen und die Komödie beginnt. Pater Drobney (Ronald Ehret), der seit Jahren bei Magee im Asyl lebt, und dessen Hobby die Magie ist, sowie die Küchenchefin (Manuela Ehret) und deren Küchenjunge (Dane Ehret), die mit den Essgewohnheiten der amerikanische Touristenfamilie zu kämpfen haben, tragen ihren Teil zu der witzig unterhaltsamen aber hintergründigen Handlung bei. Zum endgültigen Eklat kommt es, als der Sultan von „Grappafifa“ (Michael Heinrich), wichtiger Handelspartner im Erdölgeschäft, mit seinen Frauen (Nina Kohl, Anna Fleig) eintrifft, die auf Grund ihrer Verschleierung blind durch die Gegend laufen. Die Situation eskaliert und die Hollanders müssen irgendwie aus der Botschaft verschwinden. Das gelingt auch beinahe durch einen Trick, doch dann treffen sie mit dem Baron (Walter Tiedemann) und der Gräfin (Renate Szepaniak) in Partylaune zusammen. Die ganze Produktion wurde begleitet durch Licht und Toneffekte der Techniker Frank Plenert, Holger Grießer und Mario Rindfleisch. Die Figuren in Szene gesetzt haben die Maskenbildnerinnen Claudia Schmidt-Möller und Andrea Marco. Für die Sicherheit der Schauspieler zeigte sich Stefanie Reinhardt als Souffleuse verantwortlich.

    Die nächste Aufführung ist am zweiten Weihnachtsfeiertag um 20 Uhr im Bürgerhaus Hüttenfeld. ehr

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