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Di., 04. Februar 2020, 09:23 Uhr
Superstimmung beim BFC-Frauenfrühstück mit närrischem Tagesprogramm
„Vorsicht Wild“ – das wilde Treiben der Frauen
Beim BFC-Frauenfrühstück steht der Spaß an der Freude im Vordergrund. Foto: Hannelore Nowacki
RIEDRODE – Schon beim Frühstück als „Narretei mit Frühstücksei“ beginnt das Vergnügen und endet erst am späten Nachmittag nach einem umwerfend eindrucksvollen Unterhaltungsprogramm. So war es auch diesmal wieder. Der legendäre Ruf dieses alljährlichen Frauenfrühstücks des Bürstädter Fastnachtsclubs (BFC) hat sich längst auch in der Nachbarschaft herumgesprochen. Aus Lampertheim und anderswo kamen die Frauen nach Riedrode ins Bürgerhaus, um sich fastnachtlich verwöhnen zu lassen. Wer Durst verspürte, signalisierte der freundlichen männlichen Bedienung mit einer Karte „Dorscht!“ Das Bürstädter Prinzenpaar Sabine III. und Michael II. mit Vertretern der Vereins-AG begrüßte die kostümierte Narrenschar mit gereimter Rede und verbrachte den Tag anschließend in ausgelassener Runde. Zwei Pausen teilten das Bühnenprogramm der 26. Bäschdedder Fraue-Sitzung, kurzweilig und originell moderiert von Eva-Maria Hofer. Schnell die Verkleidung gewechselt, war sie Glückskäfer und Schmetterling, in den Sketchen auch altes Weib und reiselustige Ehefrau. „Vorsicht Wild“, diese Warnung zierte das Bühnenbild und ist das Motto der diesjährigenBFC-Kampagne. Dabei hatten die Gäste wenig zu befürchten, höchstens am Ende eine wohlige Ermattung als Folge heftiger Lachattacken und vom konzentrierten Zuschauen. Mit siebzehn Bühnendarbietungen war eine Fülle an witzigen und sportlich-tänzerischen Eindrücken zu bewältigen, die Schunkelrunden in den Pausen gar nicht mitgerechnet. Die Kleine Garde und die Große Garde, Trolls, Elfen, Verrückte Jungs, Paradiesvögel und Kesse Jungs bevölkerten die närrische Wildnis. Stark in der humorgeprägten Wortkunst zeigten sich unter anderem Ludwig Schweikert, der klar machte „Ich heier misch selbschd“ und Eva-Maria Hofer, die mit Patrick Frick als Ehemann im französischen Doppelklang brillierte. Mit Sänger Marc Simon war der letzte Höhepunkt des Tages erreicht. Heike Hildebrand aus Howwe berichtete mundartlich, was sie als Schulmama durchmacht und was man sonst noch erleben kann, zum Beispiel mit Ehemann Volker oder beim Doktor. Als Zugabe brachte sie die Geschichte vom großen Kuchen. In Sachen Begeisterung war eigentlich keine Steigerung mehr möglich, alle Frauen erhoben sich und applaudierten nach Kräften. „Ihr seid verrickt“, meinte sie ganz bescheiden. Dann die traurige Nachricht für alle Närrinnen und Narren: Heike Hildebrand macht eine Pause und will die Fastnacht im nächsten Jahr nur ganz entspannt als Sitznachbarin im Saal genießen. Hannelore Nowacki